Sonntag, 10. April 2011

Eingefroren

Was für ein seltsamer Tag....der Samstag.
Ich fühlte...nichts. Mir war alles gleichgültig, es gab kein Auf und Ab, keine Freude, keine Trauer.

Das ist schon sehr befremdlich. Und ich glaube, dass erste Mal so richtig bewußt gespürt. Denn mir fiel ein, dass ich diese Zustände schon mal hatte...früher...hin und wieder,(und diese Phasen gewaltsam durchbrach, meist mit Selbstbeschädigung in dem ich wild, apprupt und schnell irgend etwas tat-fern jeglicher Realitätsüberprüfung-, um mich wieder zu spüren) oder diese aber überspielte, in dem ich mich hinter einer Maske versteckte und das tat was man von mir in der Situation erwartete (erstaunt schauen, traurig sein, lachen...). Aber oft war es so wie gestern: Ich fühlte nichts, war nicht berührt.

Gestern war fürs wegdrücken/überspielen anscheinend keine Kraft mehr da und ich war ein Stein.

Eine Freundin rief dann noch an. Wir sind sehr miteinander verbunden und es war ein schönes Gespräch. Ich konnte zwar wenig reden, aber immerhin etwas.
Und dann brach wieder etwas von dieser harten Kruste auf und ich weinte.

Da wurde mir klar, dass diese Versteinerung auch ein Schutz sein könnte. Sonst wäre ich wohl überrollt worden vor Schmerz und Traurigkeit.
Auf noch weitere Ver-rücktheiten habe ich auch keine Lust.

Auch bekam ich die Rückmeldung von ihr (mit meiner Erlaubnis), dass sie viel Abwertung aus meiner kurzen Erzählung hört.
JA, das ist immer wieder Thema bei mir. Ich führe das weiter, was ich gelernt habe.
Ich kann es aber noch weiter treiben: Ich kann mich dann dafür, dass ich mich abwerte, gleich wieder abwerten. Und die Katze beißt sich in den Schwanz.

So und jetzt bin ich nach 1,5 Std. Schlaf wach. Auch seltsam.
Aber, es ist wie es ist.

Kommentare:

  1. "Abwertung" - das Thema hängt wie Teer am Körper.
    Ätzend...

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  2. Wer weiß, was Dich geplagt hat und nicht raus konnte oder wollte. Das fühlt sich dann oftmals so an.

    Weinen befreit, dann kann sich der innere Druck entladen. Und der war sicher da, sonst hättest Du nicht diese Gedanken gehabt. Und dadurch ging es Dir später bestimmt auch besser.

    Würde sagen, Deine Freundin hat zur richtigen Zeit angerufen.

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  3. Danke Euch!
    Es war kein befreites weinen, sondern ein verzweifeltes. Das Kopfweh macht und noch mehr reindrückt.
    Aber einen Millimeter is es besser.Immerhin.

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