Montag, 25. April 2011

Ein Traum

"Meine Angst ist ein ständiger Begleiter. Wie ein Hund. Nur pflegeleichter. Nahrung beschafft sie sich selbst immer irgendwie und raus gehen tun wir zwei auch ziemlich oft.

Nur mit dem streicheln und knuddeln hab ich es nicht so. Ich hab die Angst nämlich gar nicht besonders gern. Sie mich aber anscheinend.

Als ich noch klein war, war meine Angst schon sehr groß. Das fing im Kindergarten an und hält bis heute an. Mal mehr, mal weniger. Dazwischen gab es sogar angstfreie Phasen! Unglaublich. Wahrscheinlich starb die eine und eine neue kam dann nach wenigen Tagen oder Wochen nach.

Wie bei einem Hund.

Meine Angst sitzt im Gehirn und flüstert da ständig vor sich hin: wenn du jetzt stolperst, ist das total lächerlich! Hast du genug Geld dabei? Die Frau da, die sah dich gerade so komisch an, haste nen Pobel an der Backe oder fettige Haare? Verschluck dich nicht, zitter nicht, klecker nicht rum, sei lustig und schlagfertig, lass den Job das kannste eh nicht..und so weiter und so fort.

Das nervt. Ein Hund der dauernd bellt ist auch keine Wonne!

Letztens wollte ich aus dem Haus gehen. Checkte meine Tasche: Handy, Schlüssel, Geld, Kippen dabei? Ja! Gut, dann los! Ne, hmmm irgendwas fehlt doch da noch...ich überlegte nochmal und überlegte, sah mich um und da sah ich es:

Breit und faul fläzte sich meine Angst auf der Couch rum. „He Angst, komm gefälligst her! Wir ge..hen!!!“ brüllte ich quer durch meine Wohnung und es war mir scheißegal ob meine Nachbarn das mitbekamen.

„och..nö du...geh mal allein, ich hab heut keinen Bock!“ nölte die Angst herum.

Mit großen Augen und hochgezogenen Brauen sah ich sie an: „nicht? Du bleibst hier? Wirklich? Kann ich dich allein lassen?“

„Ej man lass mich in Ruh!“

Erstaunt drehte ich mich zur Tür um, zuckte mit den Schultern, schnappte mir meine Tasche und ging hinaus. Allein. Frei und ohne Angst!"

Es gibt sogar 2 Bereiche in denen ich gänzlich ohne Angst bin, dass istzum einem auf dem Fahrrad und zum anderen wenn ich am und im Wasser bin. Und so gabs heute einen angstfreien Vormittag: Mit dem Radl ins Hallenbad gedüst. Es tat gut! Mir gehts gut! Ich genieße jede Stunde in der ich entspannt und zuversichtlich leben kann!

Kommentare:

  1. Liebe Regenfrau,

    Dein Beitrag hatte jetzt etwas Geniales. Ich glaube, wenn man in dieser Art mit der Angst umgeht, kann man viel erreichen.

    "Ja komm doch, wo bist Du denn..." ist ein Umgang mit der Angst, mit welchem man signaliesiert, Du bist zwar da und ärgert mich, aber so nach und nach macht es mir weniger aus.

    Ich wünsche Dir eine schönen Ostermontag Ines

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  2. Hallo Ines, na wie heißt es so schön: Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander :-)
    Viel Spaß mit Deinem neuen Hobby (ich liebe auch Fotografie, aber eher noch mit der guten analogen Kamera ^^)
    LG

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  3. Lol. Sehr lustig :). Schön, dass du den Tag genossen hast!

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  4. Manchmal gehts mit Humor ein bisschen leichter :)
    LG!

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