Sonntag, 3. April 2011

Back to the nature

Ich komm immer wieder auf den Bio-Öko-trip.
Als Baby mochte ich schon nicht den Fertigbrei (den gab zum Glück nur auf Reisen), da hungerte ich lieber.
Später als wir ein Zusatzfach in der Schule wählen sollten, war für mich klar: Ich geh in den Garten. Da wurde leider nix draus, also ging ich zum Volleyball. Sport war ja auch meine 2.Leidenschaft.

Stück für Stück möchte ich aber mehr in meinem Leben ändern.
Mehr zur Natur.
Heute also Ernährung.
Vor essbaren Wildpflanzen hab ich mich immer gescheut: Wenn ich was falsches erwisch! Natur ist eben nicht gleich immer gut. Das zeigten mir schon als 5-jährige die rohen Bohnen die ich aus Nachbars Garten stibitzte: Deftige Blausäurevergiftung war das Ergebnis.

Ok Brennessel und Löwenzahn erkenn ich noch.(Vogelmiere auch, aber ich fand keine). Sollen im Frühjahr auch gut für die innere Reinigung sein. Und frühmorgens soll man ernten, das wußte ich auch noch. Also zog ich los und pflückte und rupfte.

Zuhause wurde dann gewaschen (Brennessel kurz heiß überbrühen, dann pieksen die auch nich mehr) zerpflücken, mit nem leckeren Dressing, einer Kartoffel, selbst angebauter Kresse und etwas Käse schmeckte es wunderbar!
Jaaa ein komisches Gefühl war erst schon dabei..das Grünzeug, das Unkraut zu "vernichten"...aber hej sind wir wirklich schon soweit von der Natur entfernt?

Grünzeug is das beste was man seinem Körper geben kann: Die ganze Kraft der Sonne steckt drin, pure Lebenskraft!
Das Gemüse aus dem Supermarkt is für die Katz: Hochgezüchtet auf einer Nährstofflösung-ohne Erde-ohne Sonne dafür unter Plastik! "Neee das kommt aus Spanien, da is es warm mit viel Sonne!"
Aber das Gemüse und Obst das aus Spanien kommt, sah nie einen Sonnenstrahl. Ich habs mit eigenen Augen gesehn: Stundenlang fuhren wir durch das Plastikmeer. Zum heulen! Da haste nur Wasser und Chemie in deiner Salatschüssel.

Von dem Grünzeug (oder Körner) wird man ja nicht satt. Sagt der eine. Ich sage: Doch! Denn es gibt dem Körper all das was er braucht! Wenn man stark denaturierte Sachen isst, bleibt ein Mangel, ein Hunger und man isst weiter und weiter, der Körper wird immer fetter und bleibt doch mangelernährt!

2 große Salatschüsseln hab ich heut verputzt, keine Nascherei dazwischen (außer etwas Obst und Nüsse) und fühl mich rundum wohl, satt und zufrieden.
Und das Essen reichte mir, obwohl ich auch 30km mit dem Rad unterwegs war!

Predigen kann man viel. Aber so eine Selbsterfahrung mit gutem Ergebnis beeindruckt mich schon sehr.
Mahlzeit!

Kommentare:

  1. Hut ab, da bin ich noch weit davon entfernt.

    Habe es mir ganz oft vorgenommen, meine Ernährung wirklich auf richtig gesund umzustellen.

    Da kann man noch was von Dir lernen.

    Einen schönen Sonntag noch
    Ines

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  2. Toller Ansatz, Frau Regen!

    Seit ich wieder die Zeit dafür habe, kümmere ich mich auch mehr und mehr um eine ausgewogene Ernährung, kaufe immer öfter beim Bauer um die Ecke (bzw. vom Wochenmarkt) und lasse importiertes nach Möglichkeit weg.

    So viel teurer ist es gar nicht, gegenüber meiner vorherigen (Fr-)Essgewohnheiten mit Imbiss und Restaurant zum Mittag spare ich sogar Geld.

    Als kleiner Tipp für Ines, wenn das hier erlaubt sei:
    Man muss sich nicht sofort komplett auf ganz doll richtig gesund umstellen. Ein oder zwei Tage in der Woche reichen Anfangs vollkommen aus, machen den Einstieg leichter und helfen ungemein, sich heranzutasten.

    Schön an etwas gesünderer Ernährung ist ja, dass man sich dann auch mal wieder reinen Gewissens die eine oder andere süße Sünde leisten kann.

    Nette Anekdote am Rande:

    Ich hatte letztens Besuch mit kleinem Kind - und als wir so herumspazierten fragte der Kleine mich etwas wegen Pusteblumen.
    Als ich erwähnte, dass man die Blätter pflücken und prima Salat draus machen könne, sagte er nur:

    "Ieeh, da machen doch die Hunde drauf!"

    Ich musste lachen und hab ihm dann erklärt, dass man Hundepipi ganz einfach abwaschen kann - auf das Gemüse im Supermarkt aber würden Menschen darauf machen - und zwar nicht Pipi, sondern Insektengift, und das könne man nicht so einfach wegwaschen.

    Das hat ihn zum Nachdenken gebracht, den kleinen Mann :)

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  3. Die Anekdote is wirklich klasse! Naturkurse für Kinder wär ja auch etwas das man machen könnte :)
    Ich stimme dem zu: Klein anfangen. Sonst überfordert man sich, kommt ins Chaos und schmeißt wieder alles hin (ähm, ich spreche aus Erfahrung *g*)
    Erst 1-2 Dinge verändern z.B. keine Fertigsachen mehr. Den fertigen Fruchtjoghurt(in dem gar keine frucht ist) weglassen und selber machen, genauso wie Soßen (so schwer is das nicht) oder wirklich richtiges Vollkornbrot und nicht das Pseudobrot kaufen.
    Und ausprobieren :) z.B. der Frischkornbrei nach O.Bruker entfaltete in mir einen Brechreiz, egal wieviel ich umänderte, hilft nix, ich mag den nicht. Nun wird gekeimtes Korn mal getestet.
    Ja und auf den Bauernmarkt freu ich mich auch wieder, da schmecken die Tomaten noch nach Tomaten und das Angebot Salat/Obstschüssel nehm ich auch gern: Für 10Euro, da trägt man wirklich 3 volle Tüten leckerer Bio- Sachen heim!

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  4. So lange noch ein Euro für eine Tafel Schokolade übrig bleibt ;)

    Bio macht gesund - Schokolade glücklich!

    Munter bleiben :)

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