Mittwoch, 9. März 2011

Sich selbst nicht so ernst nehmen...

Ich will in die Stadt fahren und beschließe mich mal wieder richtig hübsch zu machen, einfach so, weil mir danach ist. Und dazu gehört auch, dass ich mich schminke, was sonst eher selten passiert.

Kurz darauf stehe ich am Bahnsteig, ich steige in die S-Bahn ein und plötzlich fällt mir siedenheiß ein: Mönsch hab ich mir vorhin nicht wie wild die Augen gerieben und wo hängt nun die Wimperntusche? Scheiße wie sieht das nun aus? Natürlich habe ich keinen Spiegel dabei...der Horror eines Sozialphobikers, man könnte sich ja lächerlich machen!

Trotzdem lehne ich mich entspannt zurück, schaue aus dem Fenster, mit mir sind wenige Reisende unterwegs (was die Entspannung erklärt!) und während ich so träumend in die Landschaft gucke, fällt mir eine fiktive Geschichte dazu ein:

Ein etwas älterer Mann setzt sich mir gegenüber. Immer wieder guckt er irritiert und verwundert zu mir herüber, sagt aber nichts. An der 2. Station räuspert er sich, beugt sich leicht zu mir herüber und spricht:“ Äh entschuldigen sie junge Dame...aber..äh...sie haben sich an dem einen Auge ihre Schminke leicht verwischt!“

Ich befeuchte meinen Zeigefinger, rubbel damit am anderen Auge herum, schaue ihn groß an und meine:“ Und? Besser so?“

Dank meiner Phantasie sitze ich nun lächelnd in der Bahn und mir ist es scheiß egal wie ich herum laufe und was die Leute über mich denken....mit einem leisen ssccchhhhhfffftttt verabschiedet sich die Phobie und ich wünsche mir ein Nimmerwiedersehn!

Kommentare:

  1. Mir ist heute ein Äderchen im Auge geplatzt, was denkst Du wie ich aussehe! Scheiß drauf. Es gibt noch viel Schlimmere. DIe sehen OHNE Missgeschicke so aus. :-)

    AntwortenLöschen
  2. Naaa bissl zuviel gekifft, wa? :-))

    AntwortenLöschen
  3. Ich kenn' das auch. Mittlerweile breche ich über meine Mißgeschicke in schallendes Gelächter aus, während mein Gegenüber meist verstummt (es sei denn, es ist Herr D., der lacht mit, was er auch darf). Neulich z.B. ein offener Hosenstall beim Italiener oder davor einmal spontanes Umfallen mit dem Fahrrad an der Kreuzung, weil es nicht so bremsen wollte wie ich es gern gebremst hätte.
    Kürzlich fuhr ich eine lange Strecke mit dem Zug und in meiner Nähe saß eine Dame, die einen leuchtend roten und großen Fussel auf ihrem Popöchen kleben hatte (- zu allem Unglück lief sie oft und viel durch den Zug). Alle - allen voran natürlich die HERRschaften - haben geglotzt, ich hab's ihr irgendwann gesagt, sie fand's auch witzig.

    AntwortenLöschen
  4. Sehr schön :-) Ja ich werde das auch weiter üben...über mich selbst lachen...ach

    AntwortenLöschen