Sonntag, 20. März 2011

Rettungsring

Wenn du schon im Loch sitzt, hör auf zu graben!

Las ich letztens irgendwo, gab es dann beim Mädelsabend zum Besten, die Mädels fielen fast gröhlend vom Stuhl (weil es ihnen so bekannt vorkam) und heute fiel es mir zum Glück wieder ins Hirn ein.

Ich merke nämlich, dass ich meine derzeitige depressive Phase noch ganz gut steuern kann (was in der schweren Phase nicht mehr geht und deswegen alle Ratschläge, Aufmunterungen mehr Schaden anrichten, als sonstwas!!)

Also: Mir wurde bewußt, dass es derzeit Dinge gibt, die mir gefallen und gut tun! Schon mal der 1.Schritt. Früher hab ich bei den ersten Anzeichen alles stehn und liegen lassen und sank und sank bis auf den tiefsten, schwärzesten Seelenboden.
Soweit so gut.
2.Schritt: Die Dinge auch tun! Schon ein Stück schwerer, aber nicht unmöglich und die Aussicht, dass es noch schlimmer werden könnte, läßt mich aber ganz schnell handeln!!!

Was mir hilft:
- lustige, aufbauende Musik, Bücher (die Versuchung ist groß übelste Gothicmucke mir reinzuziehn oder irgendwas über Depressionen zu lesen)
- Disziplin der Gedanken (sobald es um Themen geht, die mich zu sehr belasten, runter ziehn, bei denen nix mehr zu machen ist usw. sofort STOP und ablenken: das ist kein davon laufen. Wenn es mir besser geht, kann ich mir das besser anschauen/bearbeiten)
- Tagesstruktur (mit viel Konsequenz! Selbst Kleinigkeiten wie der Vormittag aussehen soll aufschreiben und tun, nicht trödeln und mal hier mal dort schauen/lesen/basteln/ usw.)
- Kontakte (unglaublich aber wahr: trotz Depri und massiver Ängste: ich genoß heute 2 Telefonate mit ganz lieben Menschen)

Und beten, ich bin nicht sehr gläubig weder im konventionellen Sinne noch sonst wie, aber was tut man nicht alles in der Not! Fliegen fressen! Achneee das macht der Teufel... :-)

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