Donnerstag, 24. Februar 2011

Gewaltfreie Kommunikation

...ist was schönes.

Ich hab mich damit zwar noch nicht so intensiv damit beschäftigt, aber was ich darüber weiß gefällt mir. Wir übten das auch in der Gesprächsgruppe unter Anleitung/Hilfe von 2 Therapeuten. Es geht darum von sich und seinem Empfinden zu sprechen, Ich-Botschaften zu verwenden, keine Verallgemeinerungen, keine Beschuldigungen zu benutzen.

Das ist nett. Und wer nett ist, kommt meist nicht allzuweit in dieser Welt. Das durfte schon Jesus erfahren. Und manchmal gibt es einfach Menschen und Situationen wo so ein weiches Geseier nichts hilft. Höchstens wird man noch für bescheuert gehalten, weil man so geschwollen daher labert.

Stell Dir vor, jemand drängelt sich an der Kasse vor. Ganz bewußt und mit Absicht. Ich sage in freundlichem Ton: „Grüß Gott, ich fühle mich gerade nicht von ihnen gesehen und ungerecht behandelt, ich wünsche mir von Ihnen, dass sie sich bitte auch hinten anstellen.“

Der wird mir einen Vogel zeigen und sagen: „ej is nich mein Problem!“

Manche kennen eben nur die andere Sprache: Also trete ich ihm ordentlich vors Schienbein (damit er mich wahrnimmt) und brülle ihn an(damit er mich hört): „Ej du Vollidiot stell dich gefälligst hinten an! Wär ja noch schöner wenn das jeder macht!“

Was aber nie verkehrt ist: Mit sich selbst gewaltfrei zu kommunizieren!

Ich wünsche Euch einen liebevollen Tag!

Kommentare:

  1. Mir ist allerdings schleierhaft, wieso das ganze Gewaltfreie Kommunikation heisst, also die Gewalt schon im Begriff mitführt.
    Man kann ja auch mal frei Schnauze was loswerden, ohne gleich gewalttätig dabei zu sein. Warum sollte ich nicht auch mal brüllen dürfen, wenn mir Unrecht getan wird? Wichtig ist doch nur, dass ich mich gegebenenfalls entschuldige, wenn es ungerechtfertigt gewesen sein sollte.

    AntwortenLöschen
  2. JA das mit dem Namen is etwas ungünstig, das finde ich auch.
    Wie wärs mit achtsame Kommunikation? :)

    AntwortenLöschen
  3. lustig, ich schreibe gerade eine arbeit über diese form von kommunikation! ich kann vieles davon direkt auf meinen alltag anwenden. bin auch zu dem schluss gekommen, dass achtsame kommunikation vorallem auch mit mir selber anwendbar ist. sauer werden: bin dafür dass das sichplatzmachen im alltag dennoch wichtig und nötig ist.

    AntwortenLöschen
  4. @regenfrau: Oder "Lebendige Kommunikation"? :-))

    Ich finde, manchmal liegt auch in dem "Nettsein" etwas Gewaltsames...

    Es gibt meiner Meinung nach kein "System" und keine klare Anleitung für Kommunikation, da es von Situation und Mensch sehr unterschiedlich ist und wir eben nicht wie Maschinen funktionieren.
    Wichtig ist (und das versuche ich unermüdlich in meiner Arbeit weiterzugeben)diese Feinwahrnehmung zu schulen, damit wir selbst herausfinden, was jetzt gerade richtig ist. Denn manchmal ist es absolut notwendig, auf den Tisch zu hauen. Lebendig sein, heißt für mich, alle Facetten meines Wesens einbringen zu dürfen.
    Doch wichtig ist natürlich Wertschätzung, auch sich selbst gegenüber.

    AntwortenLöschen
  5. Uhhja unter dem Deckmantel der Nettigkeit kräftig *Schläge* verteilen...kenn ich..leider...

    AntwortenLöschen