Montag, 3. Januar 2011

Hartz4

Das tolle, wenn man wenig Geld hat, ist für mich: Ich freu mich über Geschenke viel mehr.
Und ich freu mich ebenso, wenn ich irgendwo Geld einsparen kann: z.B. heute, endlich mal den Tarif (für Tel. und Internet) gewechselt, beim selben Anbieter. Macht auch wieder 10 Euronen im Monat. Oder das Schreiben, dass ich nun nicht mehr selbst die Zuzahlung für die Krankenkasse bezahlen muss. Wieder 8 Euronen. *hüpf*.

Ich schätze alles viel mehr, als damals mit Auto und Vollzeitjobgehalt.
Ich werde kreativer: wo krieg ich das, was ich brauche, so günstig wie möglich. Also tausche ich viel, besuche die Bücherei, schneid mir meine Haare selbst, stopf mir Zigaretten selber (ich hab ja die Zeit), fahr mit dem Rad so weit als möglich, um dann mit der Bahn das günstigere Ticket nehmen zu können, bastel mir aus ausgedienten Klamotten was neues, liebe Flohmärkte...usw.

Mir macht das Spaß. Ich fühle da keine Scham, weil ich das machen muss, wegen zuwenig Geld.

Und dann, wenn ich mir wie (ebenso) heute einen langen, klitzekleinen Wunsch erfüllen kann, erfreu ich mich viel länger an den Dingen und das in einer Intensität wie eine sechsjährige an Weihnachten:

Einen Hundertwasser-Wandkalender!!!!!! *jippieh*

Kommentare:

  1. Das kann ich mir sehr gut vorstellen, das mit der Dankbarkeit und dem mehr Geniessen und mehr Schätzen.

    Trotzdem würde bei mir immer die Angst im Nacken sitzen...die kaputte Waschmaschine oder so. Naja, ich bin ja auch ein Pessimist. :o))

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  2. Ein schöne Beschreibung davon, dass Geld nicht glücklich macht. :-)

    Alles gute fürs neue Jahr!

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  3. Da habe ich mir angewöhnt: Mir erst Sorgen drum zu machen, wenn es Zeit dafür ist. ;-)
    Und beim Waschmaschinenkauf gönnte ich mir die Ratenzahlung, die mir sonst nicht mehr ins Haus kommt. Und ich hab erfahren: Irgendwie gehts immer weiter ^^

    Danke liebe Simone, Dir auch!!!! :-))

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