Samstag, 15. Januar 2011

Du bist nicht allein...

Wenn man jahrelang für niemanden wichtig war und nur wie der letzte Dreck behandelt wurde, ist man schon leicht verwirrt, wenn auf einmal Menschen in dein Leben treten und etwas mit dir zu tun haben wollen. Zeit mit dir verbringen wollen. Die Gesellschaft mit dir genießen.

Es hagelt hier nur so Einladungen.

Einmal zu einer Freundin. Die besucht im Allgäu ihren Freund. Und sie ist eine der wenigen Damen , die sich auch für ihre Freundinnen interessiert, obwohl sie bis über beide Ohren verknallt ist. Wir trafen uns dort schon letztes Jahr im Herbst. Es war wunderschön!

Dann ein ehemaliger Kollege: in die österreichischen Alpen zu einem Ballontreffen! Wann sieht man sowas schon mal, so ganz nah? Die kuriosesten Luftschiffe auf einem Platz? Mitten in den Bergen! Mit einem lieben Menschen, der sich ein Auto leiht, damit wir es bequem haben!

Und dann noch ein Spezl, will mit mir nach Niederbayern zu einer sehr interessanten Ausstellung, mit Modeschau und allem drum und dran. Hat man auch nicht alle Tage. Ebenso ein netter Tagesausflug!

Und ich? Ich kann nicht. Muss alles schweren Herzens absagen. So kurz vor der Tagesklinik ist mir das nicht möglich und erst recht nicht während der Zeit und kurz danach auch nicht. Alles zu aufwühlend. Selbst wenn es etwas positives ist, es kostet mich unheimlich viel Kraft. Es macht mir Angst und ich bin sehr unsicher.

Wieviele Absagen können Freunde verkraften?

Herrgott, ich will doch so gerne dabei sein, mal rauskommen, was anderes sehn, Spaß haben, neues erleben!

Wie zum Geier soll ich meinen Zustand annehmen? Ohne verbittert zu werden? Ich kenn mich doch ganz anders: Offen, neugierig, mutig, neues wagend, unterwegs seiend...

Verdammte Scheiße....

Kommentare:

  1. es kommt nicht darauf an wer du warst sondern wer du jetzt bist..übernimm die verantwortung dafür und dann entscheide dich für eine Realität die ausdrückt wer du wirklich bist/sein willst..affirmation, gegensuggestion und visualisierung sowie das jetzt voll und ganz annehmen, die ängste, wut, etc anschauen, bewusst wahrnehmen und in die rolle des beobachters gehen, dich nicht mehr damit identifizieren.

    Denkst du einen Gedanken der Depression ausdrückt, dann denke noch einmal.
    Denkst du einen Gedanken der Wut, Trauer ausdrückt, dann denke noch einmal.
    Über das eigene Nachdenken nachdenken.
    Wie gesagt nicht verdrängen sonder bewusst wahrnehmen, liebend annehmen und umarmen, die verantwortungübernehmen und sich dann neu entscheiden, für eine neue Realität entscheiden.

    Entscheide dich dafür der schöpfer zu sein!!!!

    Lieben Gruß Daniel

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  2. Du Liebe,

    ich weiß wie dir zumute ist.

    Freunde sind dann Freunde, wenn sie deine jetzige Situation verstehen. Und ich glaube,
    sie geben dir die Zeit, die du brauchst.
    In der Tagesklinik wirst du dich selbst finden, mit Hilfe so Vieler, die das Wissen haben, dir helfen zu können. Du wirst es schaffen!

    herzlich, Rachel

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  3. Ja, richtige Freunde werden es verstehen.
    Neue Freunde, die Dich noch nicht so kennen, wirst Du später zurückgewinnen, wenn es die "Richtigen" waren.

    Aber diese Kraft fehlt mir auch oft - darüber blogge ich bald.

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  4. Ja das dachte ich mir auch und es is ja nich so dass die Einladungen/Angebote nur von denen kommen.
    Is halt grad bissl blöd.
    Vielleicht kann ich durch das Verständnis der anderen mich selber auch verstehn und annehmen und dass eine andere Zeit wieder kommt :)

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  5. Freunden kann man ja zeigen, man würde so gerne. Das reicht.

    Ich kenne das auch, ich möchte so viele Sachen machen, aber die Panikattacken hindern mich. Und ich hör auch nur: "wer will mit ne Bergtour in Tibet machen oder ich mache ein Praktikum im Krüger Nationalpark" und ich hab das Gefühl, mein Leben verrinnt.. ich will das auch alles.

    Es ist nicht so leicht, sich so zu akzeptieren, so oft müde, überreizt und eingeschränkt in so vielem.

    Ich wünsche dir, dass die die Tagesklinik viel bringt und du viele deiner Sehnsüchte ausleben kannst.

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  6. Das Gefühl dass dabei das Leben verrinnt und an einem vorbei zieht, find ich am schlimmsten.
    Letztes Jahr gings ja schon wieder ein bißchen, da war ich auch wieder mehr unterwegs und daran denk ich jetzt einfach :-)
    Und Du packst das auch wieder *festedaumendrück* ;)

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  7. Viel Geduld wünsche ich dir. Mit allem. Vor allem mit dir selbst. - Vielleicht ja auch so, mit dieser Haltung: Die besten Jahre kommen erst noch.

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  8. Das lieber mkh is natürlich auch ein schöner beruhigender Gedanke :)
    Besteht nur die Gefahr, das Leben immer nach weiter hinten zu verschieben.
    Andererseits kenn ich einige Leute in meinem Umfeld, die erst später so richtig ihren Platz in der Welt fanden, das macht ja Hoffnung ^^

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