Freitag, 31. Dezember 2010

Tag der Unvernunft

Wenn nicht heute, wann dann?
Ich habe heute Lust richtig unvernünftig zu sein, so wie Millionen anderer Menschen.
Denn was sonst ist es, wenn nicht die pure Unvernunft:

Massenhaft Geld in die Luft zu knallen für ein bisschen buntes Zauberwerk, es stinkt, es ist laut, erschreckt Tiere und so manch Menschlein, aber egal, es macht eben auch Spaß.

Massenhaft Alkohol in sich zu schütten, um dann morgen a) nicht richtig wach zu werden b) wenn dann mit viel Übelkeit und c) mit einem ordentlichen Brummschädel, aber egal, es macht eben auch Spaß.

Irgendwo für ebenso viel Geld DEN ultimativen Sylvesterevent besuchen, der nichts anderes ist, als fressen, saufen und vielleicht etwas Musik.
Wurscht! Sylvester ist nur einmal im Jahr und wie man weiß: Es macht Spaß!

Also fröhnen wir doch mal die Unvernunft:
essen Sauerkraut mit Nutella (gar nicht so abwegig, heute findet das Überraschungs-menü statt)
wünschen dem saublöden, lauten Nachbarn wirklich ein tolles neues Jahr (vielleicht schaffe ich das nach der 2.Sektflasche)
machen Musik mit Geige und Trommel (eigenartige Kombination, ich bin gespannt wie sich das anhört)
gehen die Treppe rückwärts hinauf (gibt vielleicht eine neue Sichtweise)
und singen Punkt Mitternacht "Stille Nacht" (das hab ich zu Weihnachten versäumt).

In diesem Sinne, Euch allen einen spaßigen Rutsch, haut die Vorsätze übern Haufen und begrüßt das neue Jahr mit einem knallbunten Blumenstrauß ;-)

Donnerstag, 30. Dezember 2010

...und tschüß!

Die ideale Zeit (das Jahresende) ist da:
Zeit zum ausmisten. Ballast abwerfen, Leere schaffen, um leicht und mit Platz für Neues ins nächste Jahr zu starten.

Heute ist also mein Pc dran.
Wahnsinn, was sich da so alles ansammelt. Schnell mal ein Link gespeichert, was man irgendwann mal lesen will, könnte wichtig sein, welche Mails löschen, welche aufheben, wohin damit.

Während ich meinen 2.Kaffee aufbrühe, wird mir klar:
Ich habe wenig Vertrauen ins Leben.
Ich habe Angst, wenn ich etwas lösche, dass nix Neues nach kommt.
Ich glaube nicht, dass das was zu mir soll, wieder kommen wird. Wenn es wichtig/interessant/schön ist...

Loslassen. Mut zum Loslassen. Ja Mut brauche ich dazu.
Festhalten kostet Kraft, bindet Energie, die für andere Dinge notwendig wären.

Wir sind im Informationszeitalter und vermüllen unseren Geist.
Ich spüre neben der Angst auch, wie wohltuend es ist, die Löschtaste zu betätigen und zu bestätigen, ob ich das nun auch wirklich, unwiderruflich entfernen will. JAAAA!!

Mal sehen, ob ich noch irgendwo ein Häuflein Mut finde :-)

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Erledigt...

So...puhh und ächz...den Termin bei der Amtsärztin hab ich überstanden.
Tonnenweise Anspannung verläßt meinen Körper.
Zum Glück fand ich das Haus gleich (ich war dann doch leicht panisch unterwegs), musste dafür aber ewiglich warten
und als ich den Besprechungsraum betrat...sah ich....
ein Bild...

mit einem Leuchtturm! Bingo :-)

Die Dame war auch sehr einfühlsam und verständnisvoll.
Das half mir sehr. Ich dachte gestern nur: "Wie soll ich zum Geier das Drama meiner Kindheit in wenigen Sätzen erklären?" Aber das war gar nicht nötig.
Denn sie hatte einige Klinikberichte und den Rest brachte ich ihr mit. Und dann braucht man nur noch 1 und 1 zusammen zählen.

Die körperliche Untersuchung ging ganz langsam und mit viel Erklärungen und der Option jederzeit STOP sagen zu dürfen.
Half alles sehr, ich konnte da bleiben, mich weiter spüren und ging dann recht gut.

Das Ergebnis: Die nächsten 6 Monate nicht vermittlungsfähig.
Das nimmt mir ganz viel Druck und Streß raus, abgesehen davon, dass allein davon schon 3 Monate für die Tagesklinik drauf gehn.

Also, der letzte große Termin ist für dieses Jahr erledigt.
Ausatmen, Füße hoch, ich habe fertig...aber sowas von.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Ich sehe, dass ich mit den Füßen in einem Eimer voll Kleister stehe.
Ich ahne, wie es sich anfühlt, frei zu sein.
Ich wünsche mir den Mut, den Schritt zu gehen. Raus aus dem Kleister.
Mein Hirn rast, ob der Möglichkeit...darf ich? Wie wird es? Wann mach ich es, wenn ich es mache? Was passiert dann?
...und vieles mehr.

Außerdem hab ich grad eine Scheißangst.
Kommentar einer Freundin: "Atmen, du musst nur atmen."
Nur?
Nuuuuur?
NUUUUURRRR?
Schwer genug.

Also darf mein Anti-Angst-Training anlaufen:
- etwas essen
- ablenken
- Notfallmedikament
- viel Wasser trinken
- Dehnübungen für den verspannten Körper
- frische Luft
- achja und wenns geht: atmen!!!!!!

Montag, 27. Dezember 2010

Orientierung...

... ist angesagt.
Wieder zu-mir-finden.
Nachdem ich mich mal wieder zu weit in den schädlichen Dunstkreis vorgewagt habe. Nein, ich schimpfe mich jetzt nicht deswegen...auch wenn es mir schwer fällt.

Es hat auch was gutes: Noch mehr spüren, wie wichtig es ist, auf mich zu hören! Und, dass es vollkommen in Ordnung ist und sogar meine Pflicht mir gegenüber (der Verstand weiß es, nur andere Teile noch nicht so..ich übe..)
Ich fühle mich leicht verwirrt, neben mir, man könnte es auch so ausdrücken:

I hob so an hunga, dass i vor lauda duaschd ned waas wo i schlofn soi – so koid is ma...

Johann Nepomuk N.

Was ich aber auch spüre, ist etwas wunderbares: es gibt einen heilen gesunden Kern in mir, der alles ohne Schaden überstanden hat, der voller Lebensfreude übersprudelt!!!!!

Und die beste Rache für all die, die mich unterdrückten, vernachlässigten, manipulierten, missbrauchten und schlugen ist diese: Mein Leben so zu leben wie ich will und es mir saugut gehen lassen! Ihr wollt mich vernichten und das habt ihr nicht geschafft! Und werdet ihr auch nicht!

Deswegen: ein Tanz auf das Leben!!!!



Dank an:
http://der-ableger.blogspot.com
bei dem ich es gefunden habe :-))))

Samstag, 25. Dezember 2010

Familienbande

Wenn man in einer Familie aufgewachsen ist, für die der Psychoterror so zum Alltag gehört wie das Atmen, glaubt man sich selbst nicht.

„Es ist doch nichts passiert. Man sieht ja nichts. Vielleicht war ich nur empfindlich.Vielleicht meinten sie es nicht so. Sie wußten es halt nicht besser, sind ja selber schwer traumatisiert aufgewachsen.“

Man schützt eher die anderen, als sich selbst und die Täter wissen das und nutzen das aus.

Sie konnten auch unbeschreiblich lieb sein und zugewandt, aber nur so lange wie es für sie gut war.

Ich sag nur: Zuckerbrot und Peitsche. Wann schlägt es um? Was kommt dann? es war wichtig immer in Habachtstellung zu verharren.

Aber immer wieder keimt Hoffnung auf: Vielleicht interessiert sie/er sich wirklich für mich? Vielleicht hat er/sie sich geändert? Is doch Deine Mutter/Schwester/Dein Vater/Bruder...

Man will es nicht glauben, dass diese Menschen, die dir am nächsten stehen sollten, so grausam sind, nur auf den eigenen Vorteil bedacht, kein Gewissen haben, sich nie selber reflektieren, dich emotional ausschlachten.

Ich hab zu diesen Leuten weites gehend den Kontakt eingestellt und es geht mir gut damit. Bei zwei Leuten habe ich nicht mal ein schlechtes Gewissen deswegen. Aber nur solange bis sie wieder angekrochen kommen, einen auf lieb machen, sich charismatisch zeigen, sich ein Treffen wünschen. Dann kommen wieder die Zweifel. Die Überlegungen, die Gedanken. Gefühle? Nur mit größter Anstrengung zu finden. Man ist völlig verwirrt.

Außerdem kann man es solchen Leute nicht recht machen: Wehrt man sich, wird einem Empfindlichkeit unterstellt oder Humorlosigkeit oder dass man einfach selbst schuld sei. Sagt man nichts gehen die Angriffe auf die Seele weiter, werden immer böser, immer verletzender, bis man völlig handlungsunfähig im Schock erstarrt.

Narzißtisch Perverse sind kunterbunt. Je nach Situation zeigen sie dir ein liebes Gesicht oder ganz subtil das des Hasses. Ich habe dafür sogar Beweise. Fotografien. Ich war geschockt als ich diese sah. Oder mitten in einer schönen Unterhaltung, fällt ein boshafter Satz, der es auf deine Integrität abgesehen hat. Und das alles in kleinen Dosen. Du jappst nach Luft. Du wirst Sück für Stück destabilisiert.

Sie agieren unter dem Deckmantel der Liebe und Fürsorge und Außenstehende sehen nur dies, deswegen wird einem auch kaum geglaubt. Somit traut man erst recht nicht seiner eigenen Wahrnehmung.

Narzißtisch Perverse warten nur einen wunden Punkt ab und schlagen dann unvermittelt zu, genau dann wenn du dich in Sicherheit wiegst. Sie sind Meister der Täuschung, sie manipulieren gnadenlos.

Sie können dich emotional erpressen , ohne dass du es merkst.

Ich danke Marie-France Hirigoyen die die „Masken der Niedertracht“ geschrieben hat und ich somit erfuhr, wie diese Leute ticken.

Und das Bewußtsein für solche Gefühlsvampire die psychisch töten, muss noch größer werden, denn auch das ist pure Gewalt und nicht nur die körperliche oder sexuellen Übergriffe!

Nicht reagieren ist das Beste...und das Schwerste, am liebsten möchte ich erklären, helfen, vertrauen, oder beschimpfen und meiner Wut freien Lauf lassen, doch das verschlimmert alles nur, man verstrickt sich nur noch mehr. Also ignorieren, keine Antwort, keine Gefühle zeigen, nichts, einfach nur verstummen. Den emotionalen Vampir verhungern lassen, sollen sie sich doch andere Opfer suchen. Aus dem sich endlos wiederholendem und immer gleichem Spiel aussteigen.

Stop! Mit mir nicht mehr! Handy aus, Luft holen.....

Und deswegen werde ich auf das Kontaktangebot einer ehemaligen Täterin nicht einsteigen und mich weiter schützen.

Von Soziopathen hab ich echt die Schnauze voll.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Träume

Seltsam.
Ich träume derzeit ganz viel von den Kindern aus dem Kindergarten, in dem ich mal mein Geld verdiente.
Und mit dabei, sind ehemalige Mitschüler aus der letzten Klasse.
Was sie tun, ist unerheblich, denn das sind Sachen aus meinem Tagesbewußtsein.
Ich weiß aber, dass mir diese Personen etwas mitteilen möchten.
Und ich weiß nicht was....


Ich träumte, dass mein Traum kam.
Er sagte: Träume schon endlich!
Ich sah ihn an: Was? Dich?
Nein! Dich! Sonst gibt es dich nicht!
Erich Fried


Aber nun wünsch ich erstmal allen Lesern und Leserinnen:
Frohe Weihnachten!!!!

Du bist ein Kind Gottes.
Dich klein zu halten, dient der Welt nicht.
Dich klein zu halten, damit die anderen um dich herum sich nicht unsicher fühlen:
das hat nichts mit Erleuchtung zu tun.
Wir sind geboren, um die Größe Gottes, der in uns lebt, zu verwirklichen.
Und diese Größe ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem Menschen.
Und wenn wir unser Licht leuchten lassen, dann geben wir unbewußt anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir selbst von Angst frei sind, dann sind die anderen durch unser Dasein auch frei.
Marianne Williamson

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Good Vibrations

uiuiui kaum zu glauben, wie negativ ich drauf bin.
Schau ich heut in mein Briefkästlein, ein bißchen Weihnachtspost von lieben Leuten und ein anderer Brief.
"Mist, die wollen bestimmt nicht meiner Forderung nachkommen!" denke ich mißmutig und entscheide, den erst zum Schluß zu öffnen.

Als ich das tue, fällt mir eine Weihnachtskarte entgegen. Ohhhhh *schmunzel*
ich blätter weiter...ein Gutschein OOOOOHHHHH *lach*
ich gucke auf den Gutschein: *brüllvorlachen*

Hiermit präsentier ich das beste Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr (naja ich sollte erstmal den Rest abwarten, aber schlimmer kanns nimma kommen):
Ein Gutschein für das ortsansässige Sanitätshaus!! :-)

Nun ja ich freu mich trotzdem, weil a) nicht das eingetreten is, was ich befüchtet hatte und ich b) weiß, was damit ausgedrückt werden soll. Nämlich einfach ein *danke* und *wir denken an Sie* und so.
Vielleicht ist der Gutschein auch noch so in 40 Jahren gültig, dann wenn ich wirklich Inkontinenzeinlagen, Gehstock und so weiter brauche....

Und dann gabs gleich noch ne Lektion:
Es hat absolut keinen Sinn sich Sorgen zu machen!!!!!! Echt!
Da zermarter ich mir das Hirn und daweil...fügt sich alles einfach so..wunderbar.

Alles ist gut!
*seufz*
*Pizza verdrück*
* Beine hochleg*
*zeitschrift durchles und mich mit Schoki vollmampf*
*ah Kaffe natürlich noch dazu*
So.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Minimalismus

Als Familienpflegerin, Babysitterin oder schlicht als Putzfrau sah ich viele verschiedene Haushalte und meist war ich in der gehobenen Schicht unterwegs, die die etwas mehr Asche machen, als der Durchschnitt.

Und eins fiel mir dabei auf: Die Räume waren eher karg eingerichtet (das wenige dafür in sehr guter Qualität), es war übersichtlich, hell und geräumig. Ich frage mich, ob das deren Erfolgsrezept ist: Die Energie bündeln, auf das was einem wirklich wichtig ist (in jenem Fall z.B. viel Geld verdienen), sich nicht verzetteln, sich nicht verlieren.

Ich brauche viel Klarheit und Ordnung um mich herum, zu viele Gegenstände machen mich unruhig. Ich liebe es auszumisten, zu sortieren, zu ordnen, aufzuräumen.

Ich sah aber auch mal das andere Extrem: Ein Messie. Diese Frau sammelte und hortete wirklich alles, leider auch Tiere. Das Haus war so voll, dass man selbst von außen sah, dass an den Fenster alles bis zur Decke gestapelt war. Der Garten war voll, ebenso das Nebengebäude, alles mit Kram, Ramsch, Müll, Eimer, Leinen, Papier, Lebensmittel, Tüten, Kleidung, Werkzeug usw. alles wild durcheinander.

Manchmal wünsche ich mir, dass ich nur das aller notwendigste um mich herum besitze. Und muss dann aufpassen, dass ich in meinem Asketenwahn nicht zuviel wegwerfe. Denn ein wenig gemütlich soll es schon noch bleiben, etwas Luxus darf auch sein und Dinge, die das Leben einfach erleichtern will ich mir auch nicht vorenthalten.

Aber wenn ich mal wieder nicht einschlafen kann, dann geh ich in Gedanken in das "Messiehaus" und räum auf, sortiere, mache sauber...das beruhigt mich so sehr, dass ich *schwupp* auch schon eingeschlafen bin :-)

Wer darüber noch mehr lesen will oder sich einfach ein bißchen Inspiration holen möchte :
http://www.52wege.de/

Montag, 20. Dezember 2010

Mein innerer Roboter...

ist derzeit wieder sehr aktiv.

Das geht schon ins zwanghafte. z.B. Ich esse zu mittag, weil es 12 Uhr ist, nicht weil ich Hunger habe. Ich rauche oder lese, obwohl ich müde bin.

Mich zu spüren: was brauche ich jetzt? Was will ich jetzt? Ist meine derzeitige Hauptaufgabe. Das geht nur in ganz kleinen Schritten. Es ist ein Weg der Langsamkeit und Achtsamkeit. Ein Stop-und schau/fühl-System und nicht gleich wieder reagieren.

Zu schnell bin ich im „was ich tun müßte/sollte“ oder was andere von mir erwarten. Hauptsache irgendwas tun. Mich hinsetzen und spüren, nach was mir nun ist, ist für mich schwer. Sehr schwer. (Die Hintergründe sind für mich klar, warum das so ist, aber ich möchte im Heute bleiben, denn nun darf und kann ich es anders machen)

Deswegen ist mein Telefon meistens auf lautlos. Irgendwann seh ich, dass jemand angerufen hat und ich habe genug Zeit zu entscheiden, ob ich jetzt überhaupt reden will und ob mit diesem Menschen.

Zu schnell verzettel ich mich in tausend Aktivitäten. Lenke mich ab, mache mich dicht.

Irgendwann werde ich gereizt, aggressiv, fühle mich unwohl, durch den inneren Streß atme ich nicht tief genug, daraufhin meldet sich dann mein brummendes Ohr. Das ist für mich das Zeichen:STOP!

Und dann schauen, was ist nun dran: Malen? Musik? Wenn ja, welche? Kontakt zu Menschen? Schreiben, was gerade um mich/in mir los ist? Aufräumen? Spazieren gehen? Lesen? Ausruhen? Ist mir kalt? Habe ich Hunger? Wenn ja, auf was? Spüren, was für mich jetzt wichtig und richtig ist.

Diese Schritte sieht man im Außen kaum und viele Menschen um mich werden ungeduldig: ich müßte doch und sollte ja...den Druck mach ich mich schon selber auch und ich kann es sehr schlecht aushalten, wenn nur das kleinste geht und ich nicht stramm funktioniere. Ich vergleiche mich zuviel mit den anderen und werte mich gnadenlos ab, was mir weiteren Streß bedeutet.

Bei mir geht das nicht automatisch. Ich darf es nun aber lernen, mit Rückfällen, mit viel Geduld und Zeit. Und manchmal...manchmal gelingt es mir sogar, mich selbst für längere Zeit zu spüren. Dann geht es mir bestens :-)

Sonntag, 19. Dezember 2010

Ein Blick zurück


Wie jedes Jahr, nehme ich mir im Dezember Zeit, für eine kleine Rückschau:
- Habe ich meine Zeile erreicht?
- was war schön?
- was habe ich gut gemacht?
- was habe ich erlebt?

Mit dem Jahr 2010 bin ich vollauf zufrieden.

Meine Seele wurde ruhiger, meine Ängste weniger, ich lernte mich noch besser kennen. Die depressiven Phasen sind nicht mehr so lange und tief.

Ich lernte, dass ich kein hilfloses Opfer mehr bin, sondern handlungsfähig. Und setzte das auch in die Tat um. Somit fühle ich mich zu 50% stabiler als noch vor einem Jahr.

Ich konnte ganz ehrlich mit meinem Stiefvater Frieden schließen und mit meinem leiblichen Vater immerhin einen Waffenstillstand erreichen.

Ich erlebte viele schöne Stunden in der Natur.
Ich erfüllte mir Wünsche und achtete meine Bedürfnisse.
Neue Leute kamen in mein Leben und andere verließen es.
Ich erreichte, dass zwei Schuldenkonten abbezahlt wurden und keine neue Schulden entstanden.
...und noch vieles mehr.
Ich kann immer noch nicht sagen: Mein neues Auto, mein Haus und meine Markenklamotten, aber der innere Seelenfrieden ist mir mehr wert, als ein ganzes Jahresgehalt.

Jetzt schaue ich auf das neue Jahr:
- was möchte ich erreichen?
- was erleben?
und was muss getan werden?

Samstag, 18. Dezember 2010

Ich sehe was,

was du nicht siehst.

Meine liebe Krankenkasse bietet ein Bonussystem an, bei dem man sich durchchecken soll, um dann eine Prämie abzukassieren.

Na gut, ein bißchen Vorsorge kann ja auch nicht schaden und marschiere zum Augenarzt, um nach 12 Jahren mal wieder meine Sehfähigkeit zu testen.

Ich rate also brav die Zahlen, die da vor mir erscheinen und versuche nicht zu blinzeln, als sie mir mit einem grellen Strahl in meine hübschen Äuglein sieht.

Ihr Kommentar:“Bravo sie sehen zu 100%!“ Sie meint dann weiter, dass man aber dies und jenes noch testen lassen solle, bei dem man Tropen ins Auge kriegt, um dann einige Stunden lang alles verschwommen zu sehn.

Also so weit geht dann meine Fürsorge auch nicht.

Ich bitte sie, mir noch auf dem Bonuszettel zu unterschreiben.

Völlig perplex fragt sie mich:

Geburtsvorbereitungskurs???!!!!!!?!!!!“

Jaaaa, was haben wir denn hier gerade gemacht? Etwa nen Sehtest???

Wer sollte sich hier seine Augen ordentlich testen lassen????

Erinnert mich an die sadistische Kieferorthopädin die mich 3 Jahre lang malträtiert hat und bei der Gott die Zähne einfach wild hinein schmiß und die genauso stehen geblieben sind.

Freitag, 17. Dezember 2010

So ist das...

Als ich mich hie und da von unzumutbaren Arbeitsbedingungen und unzuverlässigen Chefs verabschiedete, hieß es: „Da muss man halt mal durch, Arbeit ist nicht nur Sonnenschein!“ (und das Leben an und für sich erst recht nicht!).

Als ich mich dann fügte und ackerte wie ein Ackergaul, egal welche Arbeit und wie lange...sagten dieselben Leute: „hör doch auf! Du machst dich doch kaputt, das erträgt doch kein Mensch“ da fragte ich mich schon, ob das nicht ein bißchen schizophren ist.

Als ich meine Arbeit liebte und mich jeden Tag drauf freute, obwohl ich von dem Minigehalt kaum leben konnte, war das (natürlich!) auch nicht in Ordnung: Sag mal, spinnt die...mag ihre Arbeit..tztz über die hat man gefälligst zu SCHIMPFEN!!!!!

Als ich gestern einen Nachbarn traf (der, der mich für eine Ärtztin im Nachtdienst hält) fragte er, ob ich denn schon Feierabend hätte. JA, erwiderte ich da drauf. Und er: „Na Gott sei dank oder?“ Ich nickte nur.

Als ich sagte: „Boah endlich bin ich die Scheißarbeit los und kann nun den ganzen Sommer lang radeln und schwimmen, ich bin ab sofort ein glücklicher Arbeitsloser kam von: „wird dir das nicht zu langweilig? Also ich brauch schon Struktur, Anerkennung (ect...).“ bis zu:“wenn das alle täten, das geht nicht, was is mit deiner Rente..?!“ Derbste Beschimpfungen, weil ich mich das traute, was sich manch einer mal wünscht,ist hier nicht wieder gegeben.

Mir scheint die Menschen haben Angst vor Zufriedenheit und vor freier Zeit. Und „normal“ ist immer noch das, was die Mehrheit macht. Von daher bin ich völlig unnormal und manchmal richtig froh darüber! ;-)

Und mir ist es inzwischen egal was die Leute sagen. Ich mach jetzt meinen Stiefel. SO!

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Vorbilder

Es gibt Leute die bei DSDS mit machen und den Zuschauern was vorgurgeln, das sich anhört wie ein Quietscheentchen das zuviel Wasser geschluckt hat...

Und dann gibt es Leute, die sich nicht drum kümmern, ob sie bekannt werden oder mit viel Kohle bekleckert werden und einfach so singen oder musizieren, weil sie es a) können und b) aus ihrem tiefsten Herzen tun wollen.
Der Musik wegen. Einfach so.

Wenn man dann über solche Künstler stolpert, bleibt mir fast immer das Herz stehen. So berührend. So authentisch. So lebendig.
Dazu gehört: Sylvia Kirchherr. Die hat nun zusammen mit Anton Peisakhov eine CD gemacht. Mehr durch Zufall.

Als ich also gestern dies Lied hörte:
http://www.myspace.com/anton_pesah
(das 3. "whatever") war es mal wieder um mich geschehn. Ich musste sofort die CD bestellen. Mein Weihnachtsgeschenk an mich :-)
Leider hab ich die tolle Sylvia dieses Jahr in München verpaßt. Nunja: neues Jahr-neues Glück ;)

Die Reichen, Schönen und Prominenten gingen mir schon immer lauwarm hintenrum vorbei. (Meine Schwärmerei in Jugendzeiten für New Kids on the block und David Hasselhoff *erröt* mal ausgenommen).

Vorbilder waren und sind für mich die ganz normalen Leute von nebenan.
Wie damals als ich noch im sozialen Bereich gearbeitet habe. 2 Heilpädagoginnen, die so eine Freude verstrahlten und denen ich vertraute (ich und Vertrauen!!!). Bei denen saß ich oft, sprach über Kinder mit denen ich nicht weiter kam, sprach über mein Leben mit dem ich auch nicht weiter kam...

Oder die Bekannte aus der Bücherei, die trotz vieler übler Schicksalsschläge in ihrem Leben, soviel Liebe weiter gibt. Einfach so.
Oder die blinden Kinder, um die ich mich kümmerte, waren so herzlich und positiv und voller Lebenslust!

Oder diese Leute:



PS:
Treffen sich zwei Hochsensible...
sagt der eine: "Also Dir gehts gut...und wie gehts mir?"

:-)))))

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Stille Nacht...

nein, heilig ist sie nicht.

Gestern erfuhr ich den Termin, wann ich beim Amtsarzt zur Überprüfung meiner Arbeitsfähigkeit, antreten muss.
Da ich nun seit 18 Monaten zuhause bin und davon 9 Monate krank geschrieben war, möchte das Arbeitsamt nun wissen, wie es aussieht.

Zum Glück ist es schon mal eine Ärztin. Das fühlt sich für mich besser an.
Hab mir schon aufgeschrieben, wie die letzten 10 Jahre bei mir arbeitstechnisch und therapiemäßig aussahen. Könnte man auch als zusammen gewürfelten Obstsalat beschreiben.

Alles ist dabei. Aber gut, ich gab mein bestes und hab immer versucht wieder Fuß zu fassen. Mit selbst bezahlter Therapie, stationärem Aufenthalt, Selbsthilfegruppen, Umschulung, Minijobs, Umzügen...

Immer dachte ich: Wenn das im Außen stimmt, dann schaffe ich es.
Seit ich in der Trauma-Therapie bin, weiß ich: Es liegt an mir. Langsam merke ich, wie die Stabilisierungsübungen greifen, weniger Angst, weniger Druck so schnell wie möglich normal zu funktionieren, mehr Boden unter den Füßen.

Mehr in mir beheimatet.
Belastbar bin ich 0,0. Wenn ich 3 Termine in der Woche habe, plus Haushalt, plus Sport komme ich an meine Grenzen.
Oder wenn etwas außer Plan daher kommt, gerate ich auch schnell ins schwimmen.

Es ist 4 Uhr morgens und vor einer Stunde beendete ein Alptraum meine Nacht.
Ruhig ist es, nur ein kleiner Schneeräumer dreht seine ersten Runden.
Ich quäle mich nicht mehr in den Schlaf, bin ich halt wach. Alles ist gut.

Vielleicht dreh ich auch eine Runde draußen...
in der stillen, ruhigen Nacht.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Dankbarkeit

Du beklagst dich über die Kälte?
Sei dankbar, dass du dir Kleidung kaufen kannst!

Du beklagst dich über Langeweile?
Sei dankbar, dass du jederzeit hinaus in die Welt gehen kannst!

Du beklagst dich über einen Schnupfen?
Sei dankbar, dass du selbstständig atmen kannst!

Du beklagst dich über die Verspätung der Bahn?
Freu dich auf dein warmes Zuhause!

Du beklagst dich über einen abgebrochenen Fingernagel?
Sei dankbar, dass du überhaupt Finger hast!

Heute schon gelacht?
Heute schon geliebt?
Heute schon dankbar gewesen?

Inspiriert von:

Montag, 13. Dezember 2010

Hochsensibilität

Hin und wieder schreib ich über meine Hochsensibilität. Weil es für mich ein wichtiges Thema ist und ich es immer mehr annehmen und damit umgehen kann, dass ich mehr fühle und wahrnehme und anders die Reize verarbeite, als so manch dickfelliger Mensch...


Als Kind wurde ich nicht verstanden.(Die meisten Menschen schließen von sich auf andere)

Sobald ich die Haarbürste nur sah, sank ich schon tief in den Stuhl, es ziepte und zog ganz fürchterlich! Es kam: nu sei halt nich so empfindlich! (Liebe Leute, lasst euch gesagt sein, man kann das nicht einfach so abstellen).

Beim Arzt war es auch nicht angenehmer, jeder Piekser war ein halber Weltuntergang für mich, die fremden Leute, die Atmosphäre, die Angst, die Gerüche, das berührt-werden ,war Streß! Blöderweise landete ich oft im Krankenhaus, was dann wirklich ein Weltuntergang war.

Den Fernseher verschmähte ich schon damals. Die schnellen Bildwechsel, Hintergrundmusik, eine spannende Handlung, eine Ungerechtigkeit zog so an meinen Nerven, dass ich sämtliche Taschentücher zerwuselte. Es sah dann immer wie frisch verschneit um mich herum aus. Bis ich auf einmal verschwunden war und man mich suchte und wo fand? Selig schlummernd im Bett.

Kindergarten war auch so ein Horror: fremde laute Kinder, kein Rückzug möglich, alles so hektisch, die Turnstunde ein Graus...ich war sehr lange unselbstständig und brauchte immer Hilfe beim anziehen, Fleisch schneiden usw.

Oder die festlichen Veranstaltungen: Lärm, Rauch, ein Gewusel, ein Durcheinander, Angst Muttern zu verlieren, Männer die sie so komisch ansahen...ne das war mir auch nicht geheuer.

Zur Verzweiflung brachte ich meine Mutter auch mit zu enger/kurzer/kratziger Kleidung. Da wurde ich zum Teufel. Das waren minimale Sachen, die ich aber so sehr spürte, dass meine Behaglichkeitszone in weite Ferne rückte.

Geliebt habe ich die Zeit mit meinem Vater (ebenso ein hochsensibler): die Fahrten ins Grüne, das gemeinsame schweigen, das Finden und Bestaunen von Kleinigkeiten und am schönsten: wenn er sein Werkzeug heraus holte und an irgendwas bastelte, in sich versank und ich saß neben ihm und sah einfach zu!

Herrlich diese Ruhe....

Sonntag, 12. Dezember 2010

Saturday night fever

Lang lang ist's her, seit ich das letzte Mal am Samstag ausging.
Gestern war es aber mal wieder soweit!

Nachmittags zog ich los und kaufte mir etwas Make up (vor 4 Jahren schmiß ich alles in den Müll--brauch ich nicht). Zum Glück wußte ich noch, welche Farben mir stehn. (stand dann trotzdem etwas unbeholfen vorm Spiegel). Nägel poliert, Gesicht gepeelt, Körper eingecremt.

Klamotten aus einem Mix von elegant und leger.

Die Haare wurden geföhnt (ich kanns vergessen, egal wie und womit ich meine Haare stylen will, nach ner Stunde is alles in sich zusammen gefallen und ich schau aus, wie ein explodierter Handbesen). Also nur hochstecken und vorne paar Strähnen raus und wenigstens die lockig eindrehen.

Das Haus verlassen und *wuusch* zerstörte die erste Sturmböe auch diese zarten Löckchen. Toll.

Mit Kumpel dann in die Location marschiert (und mich gefragt, obs nicht mal wieder besser gewesen wär, allein zu gehn. Schrecklich was ich meckern kann.)

Kartenkauf: Vor 4 Wochen wollte ich Karten reservieren/vorkaufen. Es hieß: "Das gibts bei der Veranstaltung nicht". Nun, dann pack ich eben mein Glück mit ein. "Bitte 2 Karten!"
"Ihr Name?"
"Äh wieso?"
"Erst kommen die reservierten dran und wenn welche übrig bleiben, kann ich Ihnen 2 verkaufen!"
Toll.

Kumpel: " Was wenn wir keine mehr bekommen?"
Ich schon leicht gereizt, wegen der Wärme und weil wieder mal zig fremde Menschen an mir rumkleben: "das überleg ich mir dann, wenn es soweit ist!"
Letzten Monate gelernt: Keine Sorgen über ungelegte Eier machen!

Da ich aber mein Glück dabei hatte, bekamen wir noch Karten.
Und dann durften wir zwei sehr spontane, lustige, kreative, lockere Menschen beim Impro-Theater genießen.

Seit Jahren will ich mir das mal anschauen und endlich endlich hab ich es mal geschafft! Super! Wunderbar! Empfehlenswert! Solch Situationskomik ist für mich wahrer Humor!

Irgendwann gegen Mitternacht dann heimgefahren. So wirklich beruhigt haben mich die zwei Sicherheitsbeamten die auch mit fuhren, ja nicht wirklich.
Is Euch schon mal aufgefallen, dass immer eine kleine dickere Person und eine lange dürre zusammen Dienst schieben? Und das immer einer stark sächselt? (ich hab nix gegen Sachsen, is mir nur aufgefallen). Irgendwie sieht das immer komisch aus...

aber vielleicht gehörten die ja noch zum Theater dazu..so als Zugabe :-)

Zuhause dann die Haarklammer gelöst und was seh ich?
Eine voluminöse, traumhafte Lockenpracht ergießt sich über meine Schultern.

Was mich zum Glück nicht geärgert hat, denn ich weiß ja: Nach einer Stunde...

Samstag, 11. Dezember 2010

Die Vögel...

... kommen zurück!!!

ein bissiger, trauriger, schräger Roman über einen jungen Mann der keinen Platz in dieser Welt findet, kein Ziel hat und irgendwie in sämtlichen Bereichen des Lebens gescheitert ist. Weder bei den Reichen noch bei den Armen fühlt er sich wohl. Die Chronik eines Selbstmörders, erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln, von allerlei Stimmen voller Mystik und Phantasie.

Die Sätze sind lang, teils über eine Seite gehend und manchmal leicht verwirrend. Man sollte selbst nicht gerade hoch depressiv sein, die Landschaftsbeschreibungen können ganz schön runter ziehen. Trotzdem: ich mag solche Geschichten von Außenseitern :)


Einige Auszüge:

...die x-förmigen schielende Knie, die sich entzürnt gegenseitig Vorwürfe machen...

...er wurde ohne Kompaß geboren...

...ich habe mich nie ans Erwachsensein gewöhnt....

...er hat es nicht verstanden, geliebt zu werden...

Der Krankenhausgeruch nach Spiritus, Angst und Hoffnung schwappte im Korridor auf und ab wie ein schläfriges Meer, auf dem das tonlose Stöhnen der Kranken dahinglitt und in den besorgten Seufzern der Familienmitgliedern ertrank. Wenn ich an der Reihe bin, will ich hier niemanden: mit den Augenbrauen will ich sie fortpeitschen, sodass ich sie nicht mehr sehe...

Freitag, 10. Dezember 2010

Ich bin...

harmoniesüchtig.

Ich kann es nicht ertragen, wenn eine leichte Disharmonie zu spüren ist. Selbst wenn es mich nicht betrifft: Letztens in der Mädelsrunde: 2 Damen hatten miteinander ein Problem und wollten das klären, ja so in der Öffentlichkeit.

Ich hab gelitten wie ne abgestochene Sau bei Bewußtsein und hätte am liebsten den Raum verlassen!

Jetzt ist es aber so, dass es in der realen Welt nun mal Meinungsverschiedenheiten, Kritik, Streit usw. gibt. Sind ja hier nicht bei Heidi (und selbst da gabs Knatsch).

Als Kind erlebte ich nur eine steife, künstliche, gespielte Heile-Welt. Also darf ich nun nachlernen: Den Mund auf machen. Sagen was ich will und was nicht. Grenzen setzen. Kritik üben, Kritik annehmen. Reklamieren...

Frauen haben oft das eingebaute Lächeln. Und den schräg gelegten Kopf ala „ich tu dir nix-tu du mir auch nix!“ Oder fangen dann ganz zaghaft an:“ Du, das macht was mit mir!“

Sich schweigend zurück ziehen, in der Hoffnung, das sich das schon wieder gibt, ist auch nicht der Hit.

So wird das nix, das weiß ich auch.

Manche Männer geben eine klare Ansage:

Hör mit dem Scheiß auf, laß mich in Ruh, mach doch was du willst....

nunja....

Nun hab ich so einen Fall, mit einer Freundin und demnächst wird es heißen:

Also ehrlich, lieber würd ich den Jakobsweg hin und zurück gehen! Barfuß!!!

Was aber das Problem auch nicht lösen würd.....

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Dies und Das

Gestern bei 10 Grad und Sonnenschein wahrscheinlich meine letzte Radlrunde in diesem Jahr gedreht. Herrlich!

Heute morgen dafür vom Schneeräumer geweckt worden, der sich anhörte als würde ein Bulldozer meine Wohnung stürmen. Rasende Herzklopfer!

Festgestellt, dass sich Reggae vorzüglich als Weihnachtsmusik eignet. Very nice!

Mit einem Kumpel ausgemacht, dass jeder 3 Zutaten einkauft (von denen der andere nichts weiß) und wir daraus dann ein Menü zaubern. Spannend!

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Die große Frage...

nach dem Sinn des Lebens.

Wohl die größte Frage. Auch mich beschäftigt diese schon sehr lange und manchmal wär ich fast daran zerbrochen. Dieses ringen um das Wozu und Warum?

Ich war eine Suchende (und ich glaube, dass die Sucht vom Suchen kommt) und machte mich auf den Weg. Dabei fiel mir Literatur von Viktor E. Frankl in die Hände. Ein Psychotherapeut der 4 Konzentrationslager überlebte und fast seine gesamte Familie verlor. Und nicht daran zerbrach. Na, der muss es ja wissen, dachte ich mir. Und es stimmt.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann man nicht allgemein beantworten. Sondern es kann nur jeder einzelne Mensch sich diese Antwort geben. Und viele leiden unter einem Sinnlosigkeitsgefühl, dass (meiner Meinung nach) oft mit Depression einher geht.

Im Gegensatz zum Tier, sagt dem Mensch kein Instinkt, was er muß und im Gegensatz zum Menschen in früheren Zeiten, sagt ihm keine Tradition mehr, was er soll und nun scheint er nicht mehr recht zu wissen, was er eigentlich will.

Das ist einerseits eine (Entscheidungs-)Freiheit, andererseits verlangt sie auch Verantwortung.

Wenn ich die äußeren Umstände nicht ändern kann, so kann ich immerhin noch meine innere Einstellung dazu ändern!

In jeder Situation ist der Mensch gefordert den Sinn zu finden. Unzählige Beispiele sind von Frankl, seinen Patienten und Schülern zu lesen. Das macht Mut!

Der Sinn des Lebens? z.B. Dem Leben einen Sinn zu geben!

Ein besonders schönes Zitat von Frankl: „Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie!“

Lohnt sich zu lesen! Er schreibt nicht trocken als Arzt, sondern als fühlender Mensch, manchmal gar als Philosoph !

Dienstag, 7. Dezember 2010

...

Es gab eine Zeit in meinem Leben, die ganz und gar nicht leicht für mich war.

Wurzellos, verärgert, ungeliebt, orientierungslos musste ich mich dem fügen, was für mich vorgesehen war. Ich konnte nichts daran ändern, dazu war ich noch zu jung.

Seit einigen Wochen ist dieser Abschnitt, Thema bei mir.

Ich erinnere mich, fühle nach, sehe aus einem anderen Blickwinkel auf das, was war.

Ich muss nochmal in dieser alten Wunde wühlen, sie säubern, in heilendes Licht halten, damit sie sich schließen kann und sie ihren ursprünglichen Platz einnehmen kann: In der Vergangenheit.

Denn unbewußt wiederhole ich das, was mir damals passierte und das behindert mich sehr, im Heute.

Es gab da eine Person, die eine wichtige Rolle spielte. Eine unbeliebte: Die des Sündenbockes. Ich musste all meinen Hass, meine Wut, meinen Widerstand die ich wegen der Umstände und Ereignisse hatte, auf diesen Menschen projizieren, das war einfacher.

Es ist leichter auf eine Zielscheibe zu schießen, als ins Nirgendwo. Aber es war ungerecht.

Nun ist dieser Mensch dem Tod näher als dem Leben. In mir schäumt die See wieder auf, die sich gerade so schön beruhigt hat. Mich treibt es um, in mir drückt's und blubbert's.

Ich will ihm danken, für seine Großzügigkeit, er gab wirklich sein Bestes und einfach war es bestimmt nicht. Er tat mir nie böses.

Ich will mich entschuldigen, für meine Ungerechtigkeit.

Ich kann ihn so sehen wie er ist: Jemand, der nie gelernt hat, mit seinen Gefühlen umzugehen und sie deswegen in Alkohol ertränken musste...mir steht es nicht zu, darüber zu urteilen.

Ich wünsche ihm, dass er nochmal eine Chance in dieser Welt bekommt!

Montag, 6. Dezember 2010

Diese Weiber...

müssen den Männern aber auch alles nachmachen...


Ich liebe es, in andere Rollen zu schlüpfen. Und so musste eben auch mal der Nikolaus her...is zwar schon paar Jährchen her, aber trotzdem wünsch ich allen:

Einen schönen Nikolaustag!!!! :-)

Sonntag, 5. Dezember 2010

Es menschelt...

ich durfte sehr liebe und äußerst kratzbürstige Dicke,

höfliche und gefühlskalte Türken,

lustige und nervige Japaner,

liebe und ätzende Behinderte,

intelligente Blondinen und dumme Schwarzhaarige,

friedliche und randalierende Deutsche,

tolerante Fußballfans und intolerante Beamte

feiernde Schwule und griesgrämige Schwarze

und viele weitere unterschiedliche Menschen kennen lernen.

Ich verurteile keinen aufgrund seines Status/Herkunft/Religion/Hautfarbe...

Und dann rutscht mir ein unglückliches Wort raus …

und stehe als Rassist da.

Bravo. Das war kein Fettnäpfchen, sondern ein Fettfaß!!!

Dünnes Eis, auf dem man sich manchmal bewegt....

Samstag, 4. Dezember 2010

Gegensätze...

...tun was?

Also mir wär ja gestern nach 'nem Mann gewesen, mit dem ich philosophierend oder schweigend eine Flasche Wein leeren kann.

Was kam? Eine Frau, die kein Punkt und Komma kennt, anscheinend über die Ohren atmet, pink und rosa liebt, ziemlich oberflächlich in der Welt rumspaziert und den neuesten materiellen Schrott immer mitmachen muss.

Also das komplette Gegenteil.

Kurz vorm einschlafen überlegte ich dann schon, ob ich nicht die falschen Freunde habe...
Und kam zu dem Entschluß: Nein! Ich brauche hin und wieder das pure Gegenteil von mir, das macht die Würze aus! Außerdem haben wir viel gelacht, leckere Plätzchen gebacken (die nich so aussehen), massenhaft Glühwein in uns geschüttet und uns den alltäglichen Wahnsinn zum besten gegeben...

manchmal brauch ich einfach jemand um mich, der die Leichtigkeit des Seins voll auslebt. Jawoll.

Freitag, 3. Dezember 2010

Nackte Tatsachen:

Nr. 1:
Die im Altenheim scheren sich nen Pfiffkäse um das bayrische Rauchverbot. Hocken da gemütlich im Seniorencafe und paffen was das Zeug hält :-)

Nr. 2: Die Chefin vom Sonnenstudio lag wohl zulange unter der künstlichen Sonne:
Ch.: Ich bin die Inhaberin des Studios und Sie stehn auf meinen Parkplätzen! Die sind bezahlt und was wenn jetzt ein Kunde kommt??!
Ich: äh ja, fahr gleich weg, muss nur schnell nen Schlüssel holen!
Ch.: ICH musste nun da drüben parken!! (zeigt auf die gegenüberliegende Straßenseite) das geht nicht!!
Ich (gedacht): Aha, SIE darf IHREN Kunden den Parkplatz wegnehmen (voll logisch) und is auch voll der lange Weg da rüber..die Arme ;-) !!
Ich (gesagt): Jaa doch, ich hol doch nur schnell den Schlüßel...(dreh mich um und mach mich vom Acker (je länger wir hier diskutieren, desto länger steht da das Auto)
Ch.: Und wenn jetzt ein Kunde kommt??! (kreischt schon fast)
Ich: sag nix mehr, gehe meines Weges, denke mir meinen Teil und bin heilfroh, dass ich deren Laden noch nie betreten hab und auch nie werde....

Nr. 3:
Wie spät is es? Guckst Du hier:
http://lovedbdb.com/nudemenClock/
(danach noch ins Bild klicken) :-)

Nr. 4:
Die etwas andere Kondom/Aidskampagne:

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Klostertage...

...die ich immer wieder brauche:
Kein Radio, kaum Internet, Stille, Ruhe, einfaches Essen aus frischen Zutaten, vielleicht ein Buch, auf gar keinen Fall Menschen, auch kein Telefon.

Das geht an so einem bewölkten, eiskalten Wintertag wie heute wunderbar!
An einem grell-hellem, heißen, langen Sommertag weniger.

Meine Gedanken sortieren, schreiben, malen, den Körper ruhen lassen.
Solange die Erschöpfung nur im Körper hängt, ist alles gut, sobald sie auf die Seele überspringt, wirds kritisch. Aber das habe ich ja in der Hand, ich muss nur rechtzeitig ein STOP einlegen.

Meistens brauche ich das so 2-3 Tage. Blöd, dass ich für morgen abend was ausgemacht habe, das aber auch nicht absagen möchte. Aber das Wochenende kommt ja dann :-)

Meine Welt läuft in solchen Tagen in Zeitlupe ab, ich packe mich selber in Watte, bis die Haut wieder so robust ist, dass sie der Welt da draußen stand hält...
und dann gehts mit frischen Kräften weiter.

So einfach und manchmal so schwer...

Mittwoch, 1. Dezember 2010

In den letzten 2 Wochen...

...durfte ich wieder den Hauch meines früheren Lebens spüren. Und das freut mich sehr:
Dass ich weniger depressiv bin, meine Ängste immer mehr im Griff habe und wieder öfter unterwegs bin.
Es fühlt sich sehr gut an!
Mit einem habe ich aber weiter Probleme: Mit meiner Erschöpfung.
Heute bin ich nun am Limit angekommen. Auch wenn vieles in den letzten Tagen schön war, geht meine Energie schneller zu ende, als gewünscht. Die immense Anspannung ist also mein täglicher Begleiter geworden.

Da heißt es nur: Annehmen-ausruhen-annehmen. *uff* also wenn ich 80 wär, könnt ich das echt verstehn! Aber in der Blüte meines Lebens mit 30?!?!?!
Ach, das is schwer.

Heute also wieder die tolle Dame ausm Krankenhaus geholt (diesmal gänzlich ohne Aufregung und mit selber-tanken können *g*).
Jetzt noch eine kleine Pause mit Kaffee, dann den ersten Teil meiner Bude sauber machen, damit ich mich morgen hier auch wohl fühle, da hab ich nämlich frei. Gar nix vor und einfach alles verdauen, sacken lassen, viel schlafen und gut essen und mich einfach (los)-lassen.

Und was zu feiern hab ich auch noch: Heute bin ich vor 4 Jahren in meine jetzige schnuckelige Bude eingezogen und geblieben! Für mich verdammt lang! Somit kommt da noch ein Schulterklopfer dazu :-)