Dienstag, 30. November 2010

Today

Was liegt näher, als bei Eiseskälte mal wieder ins Kino zu gehn...
und was is noch besser, als in der dunklen Jahreszeit in einen Film zu gehn, der da heißt: Am Anfang war das Licht ?

Jaaaaaaa mir würd da schon noch einiges einfallen, aber wegen is-nich ging ich halt ins Kino, in den Film, mit nem Kumpel.

Es war eher ein Dokumentationsfilm, der sich mit Menschen beschäftigt, die sich (angeblich) nur von Licht (und vielleicht auch ein bissl Liebe) "ernähren". In der ganzen Welt gibts solche Menschen. Mal der typische Yogi der in einer indischen Höhle meditiert, mal ein Wissenschaftler mit Frau und ganz normalem Leben in der Schweiz.
Experimente, Ärtze, Angehörige kamen zu Wort/Bild und Ton, so dass man sich brav seine eigene Meinung bilden konnte.

Noch besser wäre es gewesen, sich danach mit den paar Leutz ausm Kino zusammen zu setzen und drüber zu diskutieren. Das gabs aber nicht.

Sondern nur der Kumpel wäre dazu in Frage gekommen, der is aber eher der Typ "Hauptsache Fun". Tiefgang und Ernsthaftigkeit is nich so sein Ding. Das is völlig in Ordnung, aber das nächste Mal geh ich mit ihm wieder in nen Zirkus, verwüsten seine Küche oder machen sonstige Scherze.

Das kann er gut.
Also durfte ich mich mit meinen Gedanken über den Film bei Bier und Pommes danach allein beschäftigen.
Bis wir einfach das Thema wechselten:
Ich: Und was machst Du Sylvester?
Er: weiß nich, Du?
Ich: Weiß auch noch nich...
Er: Also, wenn mir nix einfällt, dann ruf ich dich an.

Aha, ich bin also gerade gut genug für die *wenn-gar-nix-geht-gehts-mit-Regenfrau*-Lösung.
Danke fürs Gespräch. Die Pommes und das Bier gehn auf Deine Rechnung.
Arsch!

Ich wußte es: Manche Dinge sollte man einfach allein machen, oder mit den Menschen, die dafür auch geeignet sind (siehe Urlaub).

Trotzdem irgendwie ein netter Tag. Und jaaaa: "nett" is wirklich die Schwester von "scheiße".

Gut' Nacht!

Montag, 29. November 2010

Yesterday

Gestern saß ich also in der Bahn. Die Nacht davor war ruhig, ich bin völlig entspannt, das ist seltsam, denn ich bin auf dem Weg in meine alte Heimat und werde nach über einem Jahr meinen Vater mal wieder sehn.

Die Bahn steht und steht, wir sollen umsteigen auf die U-Bahn. Ein Umweg. Der dauert...

Zig Leute drängeln und eine steigt mir auf den Fuß, sagt brav „Entschuldigung!“ und ich:“AU!“ ich grinse, sie sieht mich irritiert an, grinst auch. Moment mal: Ich steh voll unter Zeitdruck, hab zig fremde Menschen an mir und um mich kleben und scherze auch noch mit einer unbekannten Frau? Hallo? Ich bin entspannt? Und überhaupt, wo ist meine soziale Phobie und meine Ängste und der Perfektionismus? Die können mich doch nicht einfach so allein lassen!!!

Ich bin baff!

Und als ich mit wildem Herzklopfen vom laufen und völlig aus der Puste oben am richtigen Gleis stehe, sehe ich auch nur noch die Rücklichter: Zug verpaßt. Bravo. Ich weiß, dass dieser Zug nur jede Stunde fährt. Fuck! Meine Augen wandern wie von allein nach links auf die nächste Anzeigentafel und da steht, dass ein Zug in genau 10 Minuten abfährt, der genau da hinfährt, wo ich hin will. Schon wieder ist das seltsam.

Als ich dann die Straße hinunter spaziere, habe ich schon gemischte Gefühle, immerhin hatten wir bis vor kurzem uns noch bös gestritten, ich hatte richtig Angst vor ihm und wollte mir schon eine neue Telefonnummer zulegen.

Doch als er da so stand, in seinem Garten, mir zuwinkend, kann ich nicht anders: Ich musste ganz dolle lächeln, ich freute mich ehrlich!

Ein völlig netter, entspannter Tag! Ich konnte sogar sein 1.Adventsmenü total gelassen genießen (Anm.: ich kann seit 2 Jahren im Beisein von anderen kaum einen Bissen zu mir nehmen!)

Anscheinend sind die Weihnachtsengelchen schon fleißig...

...anders kann ich es mir nicht erklären (doch kann ich natürlich schon, aber das klingt einfach besser :-))

Sonntag, 28. November 2010

Exjob Teil2

Also was ich in jener Zeit in dem Job alles erlebte, würd in ein Buch passen.

Aber irgendwie muss ja alles anfangen, also machte ich den Führerschein.

Erst wollte ich gar keinen, weil mir das viel zu streßig war, aber dann machte mir ein Freund ein Auto schmackhaft und es war um mich geschehn.

Dann gings los: In der ersten Fahrstunde musste mich mein (sehr netter) Fahrlehrer ständig ermahnen, die Hände ordentlich ans Lenkrad zu nehmen und nicht so lässig mit nur einer Hand oder gar nur 2 Fingern!!! Da war mir schon klar:In einem früheren Leben war ich schon mal Fahrerin.

Weil ich also so enorm cool den Golf steuerte, jagte mich der Lehrer in der 2.Stunde in ein echt fieses Parkhaus. Da brach mir das erste Mal der Schweiß aus. Aber, als ich mir dachte: „pff is ja nich mein Auto“ gings wunderbar, ohne Kratzer :-)

Die Folgestunden verbrachte ich auf 4 Rädern im wüsten Schneetreiben, ohne auch nur zu ahnen wo die Markierungen sind...da war dann die Anweisung: „Bieg mal da vorne links ab!“ eine reine Gefühlssache, so pi mal Auge.

Die Karre schob sich nur so durch zentimeterhohen Schneematsch, dass mir wieder der Schweiß ausbrach.

Einparken funzte, bergan fahren erst beim 5.Mal und zum tanken durfte ich nie. Dafür bekam ich mal nen ordentlichen Rüffler von dem sonst ach so netten, geduldigen Fahrlehrer (ich kanns verstehn, bei dem Job braucht man aber auch Nerven wie Drahtseile), wieder mal sollte ich links abbiegen. Das war blöd, weil enorm viel Verkehr war und ich keine Lücke fand. Bis mich einer vor ließ...und ich das nicht sah und der andere dann doch weiter fuhr:“Ja zefix, wenn du nicht schaust, dann kommste nie auf die Straße!“ Diesmal brach ich in Tränen aus.

Nach wenigen Stunden durfte ich dann los, zur praktischen Prüfung. Juche! Den Prüfer nahm ich gar nicht wahr und fuhr los...und fuhr...und fuhr...während die 2 Herren munter schnatterten. Hallo? Hier ist Prüfung! Nicht Spazierfahrt!

Man ließ mich (Achtung!) vorwärts, schräg einparken...tztztz...kinderleicht, summte ich so vor mich hin, als es von hinten kam: „und die nächste rechts!“ ich wollt mit Schwung da rum und mein Fahrlehrer zuckte schon sein Bein...jaaaaaa ich weiß, da kommen paar Fußgänger, nu mach mal kein Streß hier...

Mein Übermut hätt mich dann doch fast die Prüfung wiederholen lassen. Ich sauste auf der Landstraße Strich 100 und hörte ein: „Die nächste Abfahrt wieder abfahren!“ Menno, da hat man grad mal ne angenehme Geschwindigkeit und dann das...

Ich vergaß alles...zu bremsen, zu schalten, zu gucken....und die Kurve wurd immer enger und enger...mistmistmist wir fliegen aus der Kurve, dacht ich noch und flooooog schon über einen freien Bahnübergang. Mönsch Leute, das hat gerummst!

Aber: Es war noch nicht vorbei, er ließ mich nicht anhalten und aussteigen...aber ich musste weitere 30 Minuten fahren. Boah danach war ich aber alle....

...dafür bekam ich den Schein auch gleich...ich glaub der Typ hatte nen guten Tag, anders kanns ich mir nicht erklären......

Samstag, 27. November 2010

Manchmal fühl ich mich wie eine Porzellantasse...

.gut gefüllt (also seelisch, nicht körperlich und ganz selten alkoholisch) und zerbrechlich.

Es ist morgens und ich steh im Bad, putze mir die Beißerchen und lausche dem Radio.

Dort ist gerade „Sternstunde“, in der, werden kranken Kindern Wünsche erfüllt.

Der Moderator ruft eine Familie an, nach 3x klingeln geht Mama dran und reicht nach kurzem Geplauder den Hörer an Sohnemann S. (8J.) weiter.

Der wünscht sich nichts sehnlicher als einmal zu fliegen. Allein seine Stimme und schlauen Antworten läßt mir die Bürste im schäumenden Mund verharren und ich lausche gebannt.

Noch ein (etwas älterer) Mann wird dazu geschalten:

Er sei seit langem schon Pilot und hätte eine kleine Maschine, in der würde er den jungen Mann gern mitnehmen, als Copilot und dann fliegen sie rund um seine Heimat und ein bissl weiter.

Ein entzückendes, ehrlich gefreutes AUUJAAAAA hört man juchzen

und mich...schluchzen.

Der Tag vergeht, er vergeht gut, ich bin zufrieden mit mir, meinem Leben und Tagwerk und fläze auf der Couch. Lausche wieder dem Radio und einer interessanten Geschichte.

Danach noch kurz die Werbung und Verkehrsnachrichten und als ich die ersten Klänge höre...vergrabe ich mein tränennasses Gesicht in den Kissen:



Anscheinend habe ich gerade eine äußerst sentimentale Phase...na denn...*taschentuch-hol*

Aber nun: Ein schönes Wochenende! Und damit das auch so wird, sollte man sich erstmal ordentlich durch kraulen lassen *seufz*

Freitag, 26. November 2010

Exjob

Wie ja schon mal erwähnt, liebte ich meinen Fahrjob. Heiß und innig!

Das wußte natürlich auch meine Chefin und wollte mir was gutes tun:

Ich könne eine Zusatztour von ihr übernehmen, immer donnerstags, ein Stammkunde vom Flughafen in sein Hotel. Drei Fliegen mit einer Klatsche: Mehr Geld, mehr Fun und ein hübscher, netter, junger, reicher Mann. „Da könnt doch was laufen!“ murmelte meine Chefin. Große Lust hatte ich aber keine, ich hasse es, nach einem Termin noch 4 Std. Zeit rumzubringen, um dann nochmal zu starten.

Gegenargument meiner Chefin:“ Fahr einmal, schau ihn dir an und dann sehn wir weiter.“ Damit sie mich in Ruhe ließ, ließ ich mich drauf ein.

Es war ein Fehler.

Der Mann hatte einen... tja...äh merkwürdigen Namen: Sprach man ihn in englisch aus und übersetzte das auf deutsch, kam: Versager/Verlierer dabei raus. „So und damit du den Kerl findest, schreibste den Namen ganz groß auf ein Blatt und wartest in der Ankunftshalle auf ihn, das machen alle Hotels so.“

Na klar......

Ich bin aber kein Hotel und werde mich mit Sicherheit nicht mit einem riesen Schild auf dem Verlierer steht, in eine riesen Flughafenhalle stellen! Veralbern kann ich mich selber....Geht’s noch?

Es ging und zum Glück fand mich jener Mann, bevor ich das Schild auch nur aus dem Auto holen konnte. Glück gehabt.

Also fuhren wir, ich war stumm wie man nur stumm sein kann, weil ich so aufgeregt war und überhaupt und achja der Auspuff war hin und röhrte ziemlich laut, was mir megapeinlich war. Der Mann gab sich wirklich Mühe und mir war nicht mehr zu helfen.

Vor dem Zielobjekt, stieg ich also aus, öffnete den Kofferraum und reicher-junger-netter Mann überreicht mir 3 Zeitschriften „ach hab ich ihnen mitgebracht, dachte mir vielleicht gefällts ihnen!“ Ich mümmelte nur was von: „Ich les keine Frauenzeitschriften!“

Oh Herr, lass Hirn vom Himmel fallen.

Also, mit noch schlechterer Laune wieder zurück gen Heimat. Auf der Autobahn rief ich meine Chefin an und teilte ihr mit:“ Auftrag erledigt, Kunde wohlbehalten am Zielobjekt!“

Sie plärrt:“ Was schoooooon? Seid ihr nich noch was trinken gegangen???“

NEIN!

Völlig geknickt zuhause angekommen, guckte ich mal bei Mr.Google wo ich den Herrn denn eigentlich abgeliefert habe.

oh..... Oh!! OOHHH!!! Wie soll ich sagen...hmmm..also: In ein Etablissement in dem Frauen definitiv nix zu suchen haben. Höchstens als Putzfrau.

Ich würd sagen: Volltreffer! Habs ja gleich gesagt. Auch da sah meine Chefin endlich ein, dass es keinen Sinn mehr hat, den zu fahren. Dies tat sie ab sofort dann wieder selber.

Donnerstag, 25. November 2010

Letztens in der Bücherei...

...meines Vertrauens:

In der Dorfbücherei, die ich mehrmals im Monat aufsuche, gibt es natürlich auch Mitarbeiter.

Mit einer pflege ich eine oberflächliche, durchaus nette Bekanntschaft und die saß letztens am Tresen, als ich durch die Tür schritt. Sie blätterte gerade in einem Katalog und sah mich nicht, ich begrüßte sie mit den Worten:

"Hallo, ich bin Regenfrau und lesesüchtig!" (Anlehnung an die Anonymen Alkoholiker die sich immer so vorstellen: Hallo, ich bin XY und Alkoholiker..)

Hinter jener Bekannten war Mitarbeiterin Nr.2. Typ Hausdrachen. Die ist mit Vorsicht zu genießen, etwas biestig, aber manchmal lacht sie sogar! Diese drehte sich mit finsterer Miene um und meinte, dass das nun aber nicht lustig sei.

Ich grinste kurz jene Bekannte an, sie mich auch (wir dachten beide wohl dasselbe:war ja klar, dass die mit ihren Haaren auf den Zähnen sowas sagen musste).

Dann verlagerte ich mein Gewicht aufs andere Bein, sah dem Hausdrachen in die Augen und erwiderte: „Wissen Sie, ich bin das Kind von Alkoholikern und ja ich stimme Ihnen zu,

lustig ist das nicht!“

Schweigen.

Ich wickelte mein Vorhaben ab und ignorierte den Hausdrachen. Der auch auf einmal nicht mehr zu sehen war...komisch....

Ps: was mir zeigt, dass ich dazu schon einen gewissen Abstand gewonnen habe, ich bin mehr als ein neurotisches, erwachsenes Kind von Alkis!

PPss: Hallo? Ich will auch Schnee!! Sofort! Das gibts doch nich, da hock ich im tiefsten Bayern und kein einzigstes Flöckchen traut sich her! Unverschämtheit! Da steckt bestimmt der Hausdrache dahinter *fg*

Mittwoch, 24. November 2010

Liebes Christkind,

ich wünsche mir gar nichts zu Weihnachten, ich hab ein neues Handy, genug Musik und Bücher um mich herum, schöne Klamotten, reichlich zu Essen, bisschen Technikkram... also an Dingen hab ich echt genug.

Trotzdem hab ich einen Wunsch. Ich wünsche mir, dass es nächstes Jahr möglich wird, mal wieder ans Meer zu fahren und in die Berge zu einer Hütte. Ja..weißt Du noch..damals, als ich in meinem Urlaub mit ner Freundin beides machen konnte? Herrlich!

Erst fuhren wir auf eine Hütte, das war ein Spaß, ok ich konnts mir nicht verkneifen so einem Nordlicht alle möglichen Schauergeschichten über die bayrischen Berge und deren Tierwelt zu erzählen und riesen große Spinnen im Schlafsaal zu erfinden.

Ja genau, die Retourkutsche kam 2 Tage später: Wir sitzen vorm Hotel und warten auf das Abendessen. Bis meine Freundin zu mir rüber sieht, kreischend aufspringt und johlt: „Ihh du hast ne riiiiesen Spinne im Haar!!!“ Ich, noch kreischender aufgesprungen, hysterisch rumhüpfend und voller Panik, wild mein Haar schüttelnd, kommt seelenruhig der Küchenchef zur Tür, trocknet sich die Hände genüßlich am Handtuch ab und fragt:“ Wo is Elefant?“

Ich war blamiert...

Und später hat sie mich aufgezogen, weil ich nie kreisende Sateliten am Himmel fand, als wir in der lauen Nacht im Liegestuhl eben jene suchten. Wahrscheinlich kreiselte irgendwas in ihrem Hirn, Nichtbayern soll ja das Weißbier nicht so behagen...

Und paar Nerven hätteste mir auch noch mitgeben können. Später, als wir die italienischen Serpentinen hinunter rasten und sie bergab vom 3. in den 4 Gang HOChschaltete. Mensch mensch mensch...die Bremsen seh ich heut noch glühen, dass sie dann auch noch das Fenster bei laufender Klimaanalge öffnete, ließ mich ehrlich an ihrem Verstand zweifeln.

Und warum bitte schön schwärmen alle so von dem Gardasee? (ja und es war nicht ganz das Meer) Also ich fand den jetzt nicht wirklich sagenhaft. Ein See halt. Da kenn ich nettere Gegenden und die wollt ich auch erkunden, aber neee, Frollein Freundin hatte Angst das Hotel allein nicht mehr zu finden, in einem Dorf mit 2 Straßen! Du meine Güte. Und natürlich durfte auch ihre Joggingrunde nicht fehlen, um 6 Uhr morgens, juckt mich ja nicht, geister ja selber manchmal zu solch unchristlichen Morgenzeiten durch die Gegend, aber natürlich vergaß sie den Schlüssel und musste mich aus den warmen Federn klopfen.

Da war mir klar: Den nächsten Urlaub verbring ich allein oder mit nem Mann.

Kein Mann kann so nerven.

So jetzt bin ich abgeschweift...also Urlaub am Meer mit anschließendem Hüttenbesuch oder andersrum wär echt ne Schau. Und wenn es geht, aber nur wenn es wirklich keine Umstände macht, mit einem Menschen der nicht gar so weltfremd durch's Leben latscht, etwas logisch denkt, Orientierungssinn hat ...ach, einfach sein Hirn benutzt.

Danke liebes Christkind *knicks* das wärs auch schon.

Dürfte doch machbar sein...oder??

(wie man sieht, hab ich mich entschieden: Dieses Jahr find ich Weihnachten toll! Gebacken wird am Freitag und ich hab schon stundelang völlig selbstvergessen Karten gebastelt und mir vorgenommen: Dieses Jahr wird meine Bude das reinste Lichter - und Glitzermeer. Jawoll! Fehlt nur noch ein Adventskalender: Macht jemand so einen Blog-Türchen-Dings? Ich wär der 1.Fan!)

Dienstag, 23. November 2010

Versagerangst

Menschen mit einer Angststörung sind meistens Perfektionisten.
Ich nehm mich da nicht aus.

Ich war 2 Jahre Fahrerin für ein Schultaxi, mein Traumjob!
Ich hatte die längste Tour, war beliebt bei Kids, Eltern und Kollegen, kam nie zu spät, hatte keine Probleme im größten Schneesturm, fuhr auch im Krankheitsfall fremde Touren, hatte zig verschiedene Autos, keinen Unfall und wurde nur 2x geblitzt.

Und war nicht mit mir zufrieden.
Noch mehr-noch besser.
Bis gar nix mehr ging und ich wirklich ein Looser wurde.
Wovor ich also am meisten Angst hatte, trat ein.
Entspannung? Fehlanzeige.

Um dieser unbegründeten Angst zu begegnen und ihr Paroli zu bieten, meldete ich mich im Seniorenzentrum als Fahrerin, 1x im Monat - ehrenamtlich.
Und schob seit gestern Panik hoch 5.
Der Druck stieg..was wenn...und überhaupt.
Aber ich ließ mich nicht klein kriegen und fuhr heute wieder.

Der Tank war leer und ich stand an der Zapfsäule und bekam den scheiß Deckel nicht auf.
War ja klar.
Also in die Tankstelle gelatscht und gefragt, ob mir wer helfen könne.
Frau (schreit): "Boooris! Kannste ma der Dame helfen, die kriegt den Deckel nicht auf!"
*wusch* 5 Herrenköpfe die an der Kasse stehn, drehn sich zu mir im.
Ich lächle leicht debil.
Denke mir dann aber: "Ach wißt ihr Herrschaften, ich mach das nur für euch, damit ihr brav weiter denkt, dass Frauen keine Ahnung von Autos haben. Und überhaupt ich absolviere gerade ein Anti-Scham-Training, nur damit ihr es wißt, und solche Dinge wie hier, gehören da nun mal dazu..."
Und lächle etwas selbstbewußter.

Meine Angst nahm ich natürlich mit, die saß klein und zerknittert auf der Rückbank, stumm und leidend.
Hinter mir saß aber das Vertrauen: groß, ruhig, präsent, lächelnd.

Was soll ich sagen?
Es war eine tolle Fahrt mit einer wunderbaren 80-jährigen Frau, die so intensiv gelebt hat und so positiv in die Welt guckt, dass ich mir davon glatt ne Scheibe abschneide.

Achso, da is noch jemand...meine innere Schimpfkanone, was glaubt ihr was die getobt hat: Laß doch den Scheiß, warum soviel Streß--für nix? Bleib daheim, kriegst ja nich mal Geld....
Ich hab die Kanone gestopft: Weißte was, ich mach das für mich, als Angsttraining, weil ich gerne Auto fahre, weil ich auch gebraucht werden will, weil ich etwas mehr Sinn in meinem Leben haben möchte und weil ich mich hier in der Gemeinde wohl fühle und gerne dazu beitragen möchte, dass es so bleibt.

Früher hätt ich mich auf die Kugel gesetzt und wär von der Kanone ins Aus geschossen werden...
heute steigt nur eine dünne Rauchsäule empor....meine verrauchte Angst...
:-)

Montag, 22. November 2010

Wie der Blog mein Leben veränderte...

ne schmarrn, so hochdramatisch ist es nicht,
aber folgendes:

Von Schmedderling klaute ich mir eine Idee:
http://schmedderling.blogspot.com/2010/11/keksparty.html
nächsten Freitag kommt ne Freundin vorbei...Mehlschlacht und so..ick freu mir :-)

Sania erinnerte mich (natürlich unbeabsichtigt) an mein altes verstaubtes Hobby
http://gartendeszaubers.blogspot.com/2010/11/trommeln.html
keine 100 Meter von mir entfernt findet jeden 2.Sonntag eine Trommelgruppe statt, warum zum Geier geh ich nicht hin????
Ich werd es wieder tun...

Und Deepseadiver kam mir mit dem Kreislauf zuvor,
http://mitch-p.blogspot.com/2010/11/das-leben-ist-ein-kreislauf.html
ich wollte doch letztens schon ein Foto hier zeigen.
Nun, hiermit tue ich das:


So nun aber rein ins Offleben und rüber zum Mädelsabend... :-)
*wink*

Sonntag, 21. November 2010

Das Glück des Lebens....

.... durch die Befriedigung der Grundbedürfnisse:

Körperlich: Essen, Trinken, Wärme, Schlaf, Ruhe, Sicherheit, Bewegung

Seelisch/geistig:

Geliebt werden, lieben, verstanden werden, Vertrauen erfahren, Respekt erleben, Optimismus spüren, Gewaltfreiheit (emotional,körperlich), Mitsprache haben, Gefühle erleben (dürfen),Gemeinschaft – Gruppenerleben (dazugehören)Bedürfnis nach Anerkennung, Verständnis, Respekt, Lernen, Kontaktbedürfnis,Bedürfnis nach Selbstverwirklichung,Persönlichkeitsentfaltung...

Was aber wenn man das meiste davon nicht hatte?

Sondern nur dazu auf der Welt war, die narzisstischen Bedürfnisse der Eltern zu erfüllen?

http://www.vaeternotruf.de/narzisstischer-missbrauch.htm


das ist natürlich schmerzhaft und schlimm. Doch das vergangene kann ich nicht ändern, nur das Heute. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass ich entweder genauso hart mit mir selbst umgehe oder mich gnadenlos vernachlässige. Ich spinne also den Faden meiner Eltern weiter und darin liegt meine Verantwortung...heute.

Die goldene Mitte finden, zwischen Disziplin und loslassen. Manchmal ein Drahtseilakt. Aber wenn es mir gelingt, geht es mir wunderbar!
Harte Arbeit zwischen Askese und guter Selbstfürsorge.
Manchmal sind es so kleine Dinge wie:
Mich wärmer anziehen/zudecken/Wärmekissen wenn mich friert,
essen, wenn ich Hunger habe, ausruhen, wenn es mir zuviel wird.
Da habe ich den "Lohn" sofort.


Bei anderen Dingen ist die Mühe erst später zu sehen (aber immerhin!)
wenn ich mit Kleinstbeträgen meinen Schuldenberg abtrage und gestern erfahren habe, dass wieder ein Konto nun auf 0 steht (Juchuuu!)
und mir in dieser Zeit aber trotzdem auch mal was schönes für mich gönne.

Ich werde immer trittfester in meinem Leben,
die Selbst-Beelterung und das nachreifen wirken.
Meine Eltern haben einiges vermasselt, aus welchen Gründen auch immer,
aber heute kann ich mein Leben so leben, wie es mir gut tut und "die Alten" sein lassen wie sie waren und sind.

Auch das tut gut, das mal für heute, für einen kleinen Moment zu spüren:
Diesen Frieden.

Samstag, 20. November 2010

Die wundersame Welt...

der Opal Whiteley: Tagebuch eines sehenden Herzens:

" Mama wunderte sich, wo der dritte Kohlkopf geblieben war. Ich nicht. Ich weiss es nämlich. Er ist unten am Bach und planscht mit den Zehen im Wasser. Ich hab ihn heute morgen ausgegraben und dorthin gebracht. Und heute abend pflanze ich ihn im Garten wieder ein. Dann hat er einen schönen Tag gehabt und hat fein mit den Zehen im Bach geplanscht. Das ist so ein schönes Gefühl."

" Wo früher mal Wald war, da wachst heute Korn. Wenn die Schnitter das Korn abmähen, dann mähen sie auch die Kornblumen mit ab, die da wachsen auf dem Feld, und dann lauf ich hinterher und heb sie auf. Und ein paar davon nehm ich mit nach Haus und mach eine Girlande daraus.
Wenn die Girlande fertig ist, schling ich sie William Shakespeare um den Hals. Der hat einen Sinn für solche Sachen. Und wenn wir dann zusammen den Gartenweg entlangspatzieren, tu ich ihn darüber infrommieren, nach wem er benannt ist. Und er versteht mich. Er ist ein ganz besonders schönes graues Pferd, und er hat so eine sanfte, nette Art."

Dieses Buch hat mich sehr berührt!

Erstmals wurde ihr Tagebuch (das sie ab ihrem 6.Lebensjahr schrieb) 1920 veröffentlicht und sofort ein Bestseller.Mit ihren 19 Jahren begeisterte sie ihre Professoren mit ihren naturgeschichtlichen und geologischen Kenntnissen, bis irgend etwas in ihr kippte und ihr Leben einen so tragischen Verlauf nahm.

Einst ein Wunderkind, später als arme Irre verschrien und mit der Diagnose Schizophrenie 40 Jahre lang in einer psychatrischen Anstalt eingesperrt und mit Elektroschocks behandelt.

Mit 95 Jahren starb sie...

Genie und Wahnsinn liegen nun mal nah beieinander...

Freitag, 19. November 2010

**Du und ich**

Ich stieg zu dir ins Auto,

es war ein schwarzer großer Van

die Scheiben dunkel getönt.

Ich kannte dich nicht.


Wir fuhren auf die Autobahn

und fuhren

und fuhren

mit der Fähre setzten wir über.


Hin und wieder sprachen wir etwas

über uns

aber nicht viel.

Wir lauschten der Musik

Kruder und Dorfmeister

wir tranken Bier und rauchten.


Es wurde dunkel und wir gingen in ein Hotel.

Ich kannte dich nicht.


Am Morgen hattest du etwas zu erledigen

ich wollte spazieren gehen

ging durch leere Gassen

vorbei an alten Häusern

stand am Meer

auf einmal

einfach so

an einem Montagmorgen.


Leerer Strand

auf einem Felsbrocken nahm ich Platz

und fotografierte

Stunden später fuhren wir wieder zurück.

Du und ich

hielten an und tranken Kaffe.


Die Gegend wie ausgestorben

vor uns die Sonne

ich spürte deinen Atem an meinem Hals

und sogleich deine tastenden Finger

wir küssten uns wie ausgehungerte

wir liebten uns.


Stumm fuhren wir nach Hause

ein leises 'ciao'

du kanntest mich nicht.


Wär ich heute...

ein Land, wär ich Russland. So weit wie die Taiga.
ein Wetter, wär ich Nebel, mit vereinzelter Auflockerung. Still, teils heiter.
ein Verkehrsschild, wär ich ein Durchfahrtsverbot für Auto und Motorräder.
ein Essen, wär ich Gemüse vom Chinesen. Süß-sauer.
eine Kleidung, wär ich ein Poncho. Verhüllt.
eine Farbe, wär ich dunkelblau.
eine Pflanze, wär ich eine Orchidee. Sehr empfindlich.
ein Tier, wär ich ein Maulwurf. Zwar sehend, aber mich vergrabend.

Donnerstag, 18. November 2010

Knock-out

Manchmal habe ich so Tage, die verschlaf ich.
Wenn ich wach bin, gibts kurz was zu essen, was zu trinken, eine rauchen und weiter gehts ins Land der Träume.

Seit gestern ist das wieder so,
ich schlief 12 Stunden in der Nacht und weitere 3-5 Stunden am Tag.
Ich hab nicht mal die Kraft zum reden.
Wenn ich hinaus muss, bekomme ich nach 100m Schweißausbrüche.

Ich hab mich eine Woche dagegen gewehrt (ich weiß auch nicht warum)
nun ergebe ich mich..ich kapituliere..mein Körper wird schon wissen warum oder meine Seele oder mein lieber Schutzengel...

Also lasse ich dem Leben seinen Lauf...und tue nach was meinem Körper nun mal ist....ich vertraue, dass sich in mir das schon richten wird....
Vielleicht ist das der Anfang des Winterschlafes???
Ach..zuviele Gedanken....
ich muss wieder...

*chhrrzzchrzzzchrzz*

Mittwoch, 17. November 2010

Weih-nach-ten

Bei mir is das jedes Jahr anders, ob ich grad Weihnachten mag oder nicht.
Je nach Laune und Umfeld.

Vor 2 Jahren hatte ich richtig Lust, außergewöhnlich das Fest der Liebe zu begehen. Überlegte was mir gefallen würde, fragte meinen damaligen Schatz was er davon hält und seine leuchtenden Augen sprachen Bände.
Also wurde sein Jeep vollgepackt, sein Hund mit dazu und ab gings auf die tief eingeschneite Alm mitten in Österreich. Ein Traum!
Kaum Strom, kein fließend Wasser, Plumpsklo bei -17Grad draußen, viel knackendes Feuer, noch mehr Stille, viel lachen, leckeres Essen und absolut kein S-T-R-E-S-S!!!!!!

Letztes Jahr hatte ich in mir und um mich herum soviel Action, dass ich in den Feiertagen nur eins wollte:
Keinen sehen, keinen hören, kein Schmierentheater. Nur ich, ein Wein, Höhrbuch und fast diesselbe Stille wie auf der Alm.
Und festgestellt: Weihnachten allein ist gar nicht so schlimm wie befürchtet. Wahrscheinlich, weil ich es auch so wollte. Unfreiwillig allein daheim fühlt sich wahrscheinlich nich so dolle an...

Und heuer?
Weder das eine noch das andere gelüstet mich.
Ich fühl mich eher genervt von dem ganzen Trubel um mich herum, der ja schon auf Hochtouren läuft. Hmmmmmmmmm...
Mal sehen was kommt.

Und bei Euch so?

Dienstag, 16. November 2010

Im Süden nix neues

Ich lese derzeit Kafka am Strand.
Also natürlich lese ich nicht am Strand Kafka, sondern das Buch heißt "Kafka am Strand".
Puh soviel Logik am frühen Morgen ;)

Und sonst so?
Ach ich bin heute lustlos und eher betrübt. Draußen stürmt der Regen im Nebel und zum Glück muss ich nicht hinaus.
Mein Magen übt mal wieder den Aufstand und das nervt.
Behördenkram und Wäscheberge liefern sich ein Rennen, wer wohl länger übersteht...
Üble Träume wirken nach
und Lebensfragen bedrängen mich...

Nu denn, werf ich mich mal ins Tagwerk ;)

Montag, 15. November 2010

Fotos

So könnte man natürlich auch die Straßen "bauen" ;-)

Hübsche Schaukel..nein die schwingt nicht gerade, die IST so fest gebaut. Mir scheint der Künstler war nicht besonders kinderlieb...


Also, wenn mein Name schon "die engelhafte" bedeutet *strahl*, musste nun ein echter Engel in meiner Bude einziehen...
Ich liebe Bücher!!! Derzeit verschlinge ich alles von Haruki Murakami. Die Ich-Erzählform gefällt mir recht gut und viele Gedanken der Figuren kommen mir ebenso sehr bekannt vor, womit ich mich natürlich gut in die Geschichte denken/fühlen kann...
Darf ich vorstellen: Die 3 Damen von der Tank....ah nein, vom Nachbardorf. Brav standen sie Model...süße Viecher :-)

Sonntag, 14. November 2010

Ich, Esel


Ich glaub mir is nicht mehr zu helfen...

also das mit den Männern und so.

Warum? Nun lest selbst:

Ich telefoniere mit einem netten, jungen Mann. Wir kennen uns seit ein paar Wochen und haben auch heftig geflirtet.

An diesem Tag war ich anscheinend nicht so sehr in Flirtlaune.

Man muss dazu sagen, dass er gute 500km entfernt wohnt.

Er: ...ja und im nächsten Frühjahr, wär ich ja ganz in deiner Nähe

(eine kleine Stimme empört sich in mir: Waaas? Erst dann!?!?)

Aber aus mir kam nur ein unsäglich gelangweiltes: oookayyyy

Geht’s noch schlimmer?

JA!

Des weiteren gab es ein kleines Spiel zwischen uns, beziehungsweise von ihm.

Er gab mir eine äußerst kreative Aufgabe. Ich fand das auch interessant das er auf so eine Idee kam und im kreativen Bereich tummel ich mich gerne.

Nun wollte er mal wissen, was mir dazu so einfiel.

Tja..also..ähm...um bei der Wahrheit zu bleiben: ich hatte es vergessen.

Bingo!

Aus!

Rote Karte!

Somit glaube ich auch: Das Ding hat sich erledigt.

Was gar nicht mal das schlechteste ist (eigentlich bin ich kein Optimist)...

denn: Ich hab grad echt genug mit mir selber zu tun. Ich mach mich endlich auf die Socken zu mir selbst. Ich baue nun nach schlappen 30 Jahren eine gute Beziehung zu mir selbst auf. Und ich sage Euch: Da geht’s rund! Tut aber auch gut.

Wie war das? Wenn ich mich selbst liebe, ist es egal wen ich heirate?

Schön, also besteht ja doch noch Hoffnung.



Samstag, 13. November 2010

Ruf! Mich! An!

Ich mag sie überhaupt nicht: Anrufbeantworter!
Somit rede ich nur das allernötigste drauf und das in einer Geschwindigkeit, als ginge es um Leben oder Tod.
Ich mein, der Name ist ja schon mal total falsch: Der beantwortet nämlich gar nix. Der schweigt!

Es gibt aber tatsächlich Menschen, die das anders handhaben.
Die regelmäßig meine pro Anrufer begrenzte Sprechzeit von 2 Minuten sprengen...
und dann gnadenlos abgewürgt werden. Pech.

Und dann die Sache mit dem Text, irgendwie immer das gleiche:

Hallo, dies ist der Anschluß von Martina Muster (eigentlich weiß man ja wen man anruft) leider bin ich im Moment nicht zuhause (oder zu faul von der Couch aufzustehn oder ich will im Moment einfach keine menschlichen Töne hören) bitte sprecht doch nach dem Piepton (das weiß ja inzwischen auch schon jedes Kind wie das funktioniert, das wär das Gleiche wenn ich jedesmal erst die Gebrauchsanweisung für die Kaffemaschine lesen müßte)...

Alles in allem also: langweilig!
Ich bin also für neue kreative Ideen!
z.B.:
Hi, ihr wißt ja wie das geht *piiiep* (ich mein in der heutigen Zeit, hat doch keiner mehr Zeit, also warum nicht auch hier: kurz und knapp)

Bitte singen sie ihre Nachricht nach dem Piep! (könnt sehr lustig werden)

Bitte hinterlassen Sie mir eine Nachricht, erzählt in Märchenform! (ok da müsste ich die Sprechzeit auf 5 min. verlängern)

Bitte nennen Sie NICHT ihren Namen und Telefonnummer und verstellen Sie ihre Stimme bis zur Unkenntlichkeit! (hat den Vorteil, dass man somit eine nervige Person nicht zurück rufen kann und wenn die nachfragt, warum man sich nicht mehr meldet, lautet die Antwort: Ach DUUU warst das, mönsch ich hab dich gar nich erkannt!)

Fröhliches plappern also, wenn es wieder heißt:
Hallo hier ist der Anrufbeantworter von......

Freitag, 12. November 2010

Kündigung

Liebe Depression,

seit gut 20 Jahren begleitest du mich nun schon, so lange hat es kaum einer mit mir ausgehalten (manchmal nicht mal ich mit mir selbst).

Ich schätze deine Hartnäckigkeit, ganz treu hast du mir immer wieder schöne Momente und Vorhaben vermasselt.
Langsam bin ich nun doch der Meinung, dass du dir eine neue Heimat suchen solltest, immer an einem Fleck ist doch auch langweilig.


Ich jedenfalls wär sehr angetan, wenn mich meine anderen Freunde die Liebe und Lebenslust auch mal wieder besuchen würden, aber die kommen nicht wenn du auch da bist, die mögen dich nicht.
Tut mir leid, dass ich das so hart sagen muss, aber es ist die Wahrheit.
Und ich bin langsam auch ziemlich angenervt von dir.
Vielleicht suchst du dir einen hübschen Baum oder ein nettes Schiff in der Südsee als neue Behausung?

Was? Achso, im Baum ist es dir zu windig und in der Südsee zu sonnig, ja verstehe, aber es war ja auch nur ein Vorschlag, dir fällt bestimmt was ein!

Ich jedenfalls übernehme nun wieder das Steuerrad auf meinem Lebensschiff und dir muss ich die fristlose Kündigung erteilen, du weißt schon, wegen Eigenbedarf und so.

Ich hab's echt im Guten versucht, aber du wolltest ja nicht, dann eben anders.
Jetzt fang doch nicht gleich zu heulen an, diese Mitleidstour zieht bei mir nicht mehr.

Ob du mich mal besuchen darfst? Du also ehrlich, das wär mir nicht recht, man muss auch erkennen, dass für manches die Zeit vorbei ist.
Also denn, machs gut, schlaf ein bissl und zieh dir die Decke übern Kopf, das wird schon wieder!

Einige Monate später:
Brief von M. Depression an Seele Regenfrau
... unbekannt verzogen

*************************************************************************************

Mein Hirn is ein ganz ein schlaues Teil, schreibt im Traum den vorherigen Traum auf und bearbeitet/analysiert den so, dass ich dann im Wachzustand gar nix mehr machen muss, denn es is ja alles geklärt.

Und Humor hat es auch (mein Gehirn) läßt mich sowas ulkiges träumen, dass ich noch kichernd davon aufwache ;))

Donnerstag, 11. November 2010

Innere Anspannung

Ich habe gelernt immer wieder auf meine innere Anspannung zu achten und gegeben falls zu regulieren. (das mag bei anderen von ganz allein passieren, aber ich kann mich sehr gut innerlich ausschalten und spüre das dann nicht!)

0 ist der Tiefschlaf und 100 die Panikattacke bzw. Selbstschädigung (je nach dem ob ich mich gerade unterlegen oder überlegen fühle).
Einige Zeit hab ich das auch schriftlich dokumentiert, um es ernster zu nehmen und eine Übersicht zu bekommen. Und musste erkennen, dass ich sehr oft hochtourig laufe, was meine übermäßige Erschöpfung erklärt. Ich verbrauche mich schneller.

Derzeit bin ich wieder mal bei ca. 80. Was mich streßt.
Ich laufe wie ein aufgezogenes Spielzeug durch die Gegend, bin hibbelig und nervös und kann mich überhaupt nicht konzentrieren. Es ist anstrengend.
Das blöde ist, ich habe dann noch mehr Lust auf Kaffee und Zigaretten, was mich ja noch mehr pusht.

Am hilfreichsten wäre: Ausdauersport, so wie ich es den ganzen Sommer über tun konnte.
Jetzt bei Kälte und Nässe ist das nicht der Hit. Schwimmen ist mir da zu sanft.
Aber ein ganz langer Spaziergang kann manchmal auch helfen. Wenn ich nicht zu müde bin.

Und natürlich auch zu schauen: Warum habe ich so einen inneren Streß?
Das weiß ich diesmal (immmerhin) ...wie so oft: Eine alte Geschichte.
Eine traumatische Situation, in der ich nicht weglaufen konnte und diese Energie ist noch in meinem Körper gespeichert und irgendetwas in mir will dann eben JETZT weglaufen, weil es sich so gefährlich anfühlt.

Also werde ich mich bemühen, mich nicht weiter zu stressen, sondern runter zu fahren durch Imaginationen, gute Selbstfürsorge und beruhigende Selbstbeelterung...

Dienstag, 9. November 2010

Allerlei

1. In meiner Statistik unter den Suchbegriffen fand ich: "Peitsch mich wund"
Ääääähhhhhh ja..also...hmm...*Unterkiefer wieder hochklapp* tztztz und pfui und ne also wirklich....

2. Hin und wieder einfach sämtliche To-do-Listen wegzuwerfen ist unglaublich befreiend, vorausgesetzt man schafft es auch den Kopf leer zu bekommen (verdammt ich kann mir alles so gut merken *hmpf*)

3. Letztens in der Bahn:
Neben mir sitzen zwei Gören im pubertären Alter.
Sie:" Boah und dann musste ich bei dem schönen Wetter noch lernen!"
Ich denk mir: Tja Mädels, willkommen im Leben, das wird nicht besser, außer ihr macht Nachtdienst, werdet Selbstständige oder arbeitslos.
Vielleicht hab ich ja laut gedacht, denn kurz darauf meint die eine wieder:
"Naja wir sind ja auch nicht mehr in der Grundschule!"
Bingo, gratuliere zur Wahrheitserkennung :)

4. Ich steh am Balkon und schau verträumt auf die Straßen. Eine junge Frau kommt vorbei, mit ihrem Hund. Ein schneeweißes Kalb mit schwarzem Maul (ein Kangal), das unangeleint vor ihr her trabt.
Oh denk ich mir noch, hoffentlich hört der gut und außerdem ist das schlicht verboten, in der Stadt so ein riesen Vieh unangeleint stromern zu lassen.
Aus den Augenwinkeln seh ich, dass sich was bewegt:
eine Nachbarskatze bringt sich in Sicherheit und fetzt über die Straße. Hund-Kalb im besten Galopp natürlich hinterher.
Bravo.
Junge Frau flötet sanft und scheinbar unbeeindruckt hinterher: "Aber nicht auf die Straße!"
Ahja...
Äh Sie, junge Frau *amÄrmelzupf* das ist ein HUND und kein Kind.
Hund war dann nicht mehr gesehn.....

5. es sollte Mode werden, die ersten beiden Knöpfe der Jeans offen stehen zu lassen und keinen langen Pulli/Bluse/Weste drüber zu tragen. Dann müßte ich mir jetzt auch nicht dauernd neue Hosen kaufen...
andererseits bin ich ja durchaus froh, dass ich wieder mein Normalgewicht erreiche, 58kg bei 183cm war ein bisschen mager...

6. wenn ich von Hartz-4-Beziehern höre, dass sie sich an den Rand der Gesellschaft gedrückt und ausgeschlossen fühlen, zucke ich innerlich nur mit den Schultern...
Letztens wurde mir klar warum: Unsere Familie war schon immer etwas abseits, also ist mir diese Stellung schon bekannt.
Wir hatten eine Minimietwohnung, während alle um uns herum in großen Häusern oder Bauernhöfen wohnten.
Bei uns blieb der Vater zuhause und Mutter ging arbeiten, schmiss den Haushalt und soff die Männer in den Kneipen untern Tisch.
Wir waren die einzigste Familie die auseinander brach...
usw.
Bei den Gescheiterten und Verrückten fühlte ich mich also schon immer wohler..nach dem Motto: Ist der Ruf mal ruiniert, lebts sichs gänzlich ungeniert.

und 7.
draußen is es grau und kalt und IHHH, deswegen nehm ich mir heut die Freiheit und besuch nochmal mein Bett.

Happy Day! :-)

Montag, 8. November 2010

Die Macht der Gedanken

Was wäre, wenn wir mit unseren Gedanken mehr erreichen können, als wir derzeit wissen?

Was, wenn wir mit unseren Gedanken mehr machen können, als Sudoku lösen und Atombomben bauen?

Was, wenn wir wirklich mit unseren Gedanken unsere Welt um uns herum schaffen würden?

Was, wenn wir uns dessen auch bewußt wären?

Das was wir denken auch real wird?

Es sind diese halb unbewußten Gedanken, die die man nicht wirklich erkennt, die wahr werden, habe ich festgestellt.

z.B. habe ich als Kind wahrgenommen (nicht gewünscht!) dass ich mal gerne eine eigene Wohnung hätte, in der eine Treppe ist. Nun habe ich diese: eine kleine 1,5 Zimmer-Bude mit 14 Treppenstufen (hinauf zur Galerie).

Oder ein Bekannter hatte einen Rohrbruch und sein Keller stand unter Wasser. Wieder dachte ich halb unbewußt, dass ich das nicht will (ich fokussierte meine Energie auf das Wasser) und prompt riß das Rohr unter meiner Dusche und all das Wasser verteilte sich unter meinem Parkettboden (!) und zog die Wände hoch.

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Taten?!

Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin und ein kleines Schlagloch sehe und nur drauf starre und mir wünsche NICHT da durch zu fahren, fahre ich genau da durch, denn: Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Wenn wir also all die Katastrophen in den Medien hören und sehen, ziehen wir nicht genau das an?!

Was sind deine Überzeugungen/Ansichten in deinem tiefsten Inneren?

Die, die man sich kaum traut anzuschauen, geschweige denn auszusprechen, weil sie so unrein, bös, rassistisch, lebensfeindlich, egoistisch ect. sind?

Warum mache ich mein Abitur nicht nach?

Warum verdiene ich nicht selber mein Geld?

Warum habe ich keinen achtsamen, lieben Mann?

Warum tue ich nicht das was mir Freude bringt?

Weil ich im tiefsten Inneren der Überzeugung bin, dass ich es nicht wert sei? Weil ich meine, dass ich nicht klug genug bin? Weil ich meine es nicht verdient zu haben?

Vielleicht....


Schaue dich an,

sei ehrlich zu dir selbst

höre unvoreingenommen zu

und dann schaue dein Leben an.

Findest du Übereinstimmungen...?!?!

Sonntag, 7. November 2010

In den letzten 24 Stunden:

Gehört:
(gepflegte Sonntagsmusik *g*-ab 1 min wirds richtig gut)


Gelesen:
(und für sehr gut befunden)

Gehirnverwerfung (paul und ich)

Wie viel gehirnverwerfung war dein leben bislang?
Oder reibt dich der allabendliche gang durch die allee deiner gedanken immer noch auf?
Warum hast du auf dein ende verzichtet?
Ist dir ein stöckchen liebe in die quere gekommen?
Ich mochte den geruch deiner nervigen sätze, nein, eigentlich mochte ich ihn überhaupt nicht.
Ich tat immer nur so. ich tat mir immer alles an. Die räuberhöhle mein körper nach dem ersten lau-fen/gehen/schwitzen.
Es giebt nichts fremderes als mich.
Sonnenklar.
Fühle mich wie ein text auf gedrucktem papier. Immer wieder zum nachlesen.

Karla beschwert sich, dass paul andauernd holundersträucher und pfirsichbäume anpflanzt.
Er will halt was hinterlassen. Seine ketten haben ihn geschickt erdrückt. Immer so viel luft gelassen wie nötig, um morgens aufzustehen, um sich zu überwinden, um sich nie wieder zu finden eines tages.
Schleichend. Wie die anheimelnde stille meiner grenzenlosigkeit/sucht/selbstverlassenheit.

Paul und ich. Wir sind auf dem gleichen brett. Wie damals schon, als er noch hohe mauern mauerte. Sich verfugte. Den atem nahm. Dieses fraglose tun eines tages. dieses vorübergehen am holundern deiner kleinen kopfschneise: am vorgehabthaben des augenblicks.
Dein leben ist ein schlapphut.

(hier gefunden: http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::299649&hxmain_category=::pjsub::opinio::/kunst_kultur/sprache)

Für wahr befunden:
"Manchmal bin ich gar nicht meiner Meinung!" Woody Allen

Getan:
Sexy Neunachbarmann gegoogelt. Raus kam:
1. Ein Feuerwehrmann
2. Ein Gynäkologe
3. Ein Journalist
ER war nicht dabei

Gefühlt:
Sehnsucht
- nach Mann, Abenteuer und Freiheit, nach einem Poispiel am Strand, wie hier:


- nach einem Leben als Reiseschriftstellerin, angefixt von der neuen 4-Seasons-Zeitschrift, in der ich den Satz las: Für die Rastlosen unter Euch, die Fliehenden und Suchenden...
und mit wunderschönen Fotos und Berichten von verschiedenen Menschen, Kulturen, Lebensweisen

Genossen:
Die Sonntagsstille am frühen Morgen bei einem Spaziergang

Samstag, 6. November 2010

Mahlzeit!

Mich fasziniert das Thema Rohkost immer wieder. Ich glaube wirklich, dass das die ursprünglichste , geeigneste Nahrung für den Menschen ist....oder besser: mal war. Denn in den vielen Tausenden von Jahren seit wir unser Essen kochen, hat sich auch unser Körper umgestellt (z.B. verkleinerter Kiefer).

Ausgereifte Rohköstler betonen immer wieder, wie wichtig es ist, die gesamte Palette der Lebensmittel roh zu essen, also auch Eier und Fleisch „würg“.

Ein interessanter kurzer Bericht findet sich hier:

http://www.dradio.de/dlr/sendungen/mahlzeit/325607/

Wer mal bissl stöbern und lesen will, siehe hier:

http://einfach-leben.freeky.at/read.php?13,16382

http://www.rohkostwiki.de/


Man muss es natürlich nicht so übertreiben und kann z.B. nur auf Fleisch verzichten.

Ich habs probiert, vor Jahren und ich hielt gute 10 Monate durch, dann war die Lust auf eine Spaghetti Bolognese zu groß und ich gab nach.

Allerdings ist seitdem bei mir Fleisch eher Beilage als Hauptkomponente und Wurst gibt es kaum.

Mir läuft halt in der Obst-Gemüseabteilung eher das Wasser im Mund zusammen, als bei der Fleischtheke.

Aber ich versuche so gut als möglich denaturierte Lebensmittel zu vermeiden.

z.B.

Kein fertiger Fruchtjoghurt

Keine Mikrowelle

Kaum Päckchensoßen, Fast-Food, Fertiggerichte

Auch die Esskultur will beachtet werden:

In ruhiger Atmosphäre essen, lange und gut kauen, sich wirklich auf das Essen konzentrieren und nicht nebenbei lesen, schreiben ect...

Man kanns aber auch übertreiben und sich nur von Licht ernähren, solls ja auch geben (möönsch wie billig das wär und arbeitssparend!!!!!)

http://licht-derfilm.de/




Guten Appetit ;)

Freitag, 5. November 2010

Ich, Scheidungskind

Für die Eltern bedeutet eine Scheidung, dass eine Welt untergeht.
Für die Kinder, dass die (ganze) Welt untergeht.

Für die Erwachsenen gehören Scheidungen schon zum Alltag, überall hört und liest man, dass sich Paare trennen. Jede 2.Ehe geht zu Bruch. Es wird normal, so normal wie Arbeitslosigkeit, Schulden, Autounfälle und Krankheiten.
Man stumpft ab.

Für die Kinder gilt das nicht. Sie spielen in ihrer heilen Welt und auf einmal geht alles um sie herum in die Brüche. Sie verstehen es nicht, sie wissen nicht wohin mit ihren befremdlichen Gefühlen, alles gerät in Schieflage.

Dass ich sehr litt, war nicht zu übersehen und meine Mutter tröstet mich immer mit dem Satz: "Wenn du mal älter bist, wirst du das verstehen."
Ich hätte aber in dem Moment Schutz und Halt und ein bisschen Sicherheit gebraucht!

Nun bin ich älter, ja ich kann sie verstehen, dass sie ein besseres Leben haben wollte. Vom Verstand. Vom Gefühl her leide ich immer noch, als wäre ich in dem damaligen Alter stehen geblieben. Die Wunde ist wieder aufgerissen und ich werde mich dem nun zuwenden.

Für alle verletzten, verlassenen Kinder:




Donnerstag, 4. November 2010

Service ?!?!

Wenn mir ein Verkäufer frisch geputzt nach einer Schulung „wie bekomme ich den Schrott den ich verkaufe am schnellsten unters Volk“ strahlend entgegen eilt, mobilisiert mein Körper sämtliche Energien um möglichst erfolgreich die Flucht zu überstehn, die sodann erfolgt.

Andererseits kann es mich genauso aufregen, wenn ich bei jemand anrufe, von dem ich etwas will, und der seine Antworten dermaßen in seinen Bart sickern lässt, dass ich sie mühsam da wieder heraus klauben kann.

Ich kanns verstehen, dass ein Fahrradmechaniker lieber allein vor sich hinwerkelt, deswegen hat er wahrscheinlich diesen Beruf ergriffen, um sich so wenig wie möglich mit Menschen abgeben zu müssen.

Wenn aber so einer Schnarchnase auch noch der Betrieb gehört, dann sollte er das verkaufen jemand anderem überlassen. Seiner Frau schon mal nicht, die ist auch nicht besser.

Ich würd ja jetzt liebend gern in ein anderes Geschäft gehen, was es aber im Umkreis von 10km nicht gibt...

...und das weiß Mr. Misanthrop wahrscheinlich auch.

Mittwoch, 3. November 2010

**Nachbarn**

Tja es gibt sie, diese Menschen, die über, unter oder neben einem wohnen.

Ehrlich gesagt, habe ich diese Spezies der Menschheit die letzten Jahre schlicht übersehen. Ich habe sie arrogant ignoriert, kannte sie nur vom flüchtigen sehen, aber bestimmt nicht deren Namen.

In meiner Kindheit bekam ich die Zwistigkeiten meiner Eltern und unserer Nachbarn laut stark mit. Mein Vater hört das Gras wachsen und erst recht die Musikanlage der Leute unter uns.

Meine Mutter wiederum fand alle männlichen Bewohner zum flirten geeignet, was meinen Vater selbstverfreilich auf die Palme brachte.

Inzwischen hab ich auch so meine Mühe mit den Lebewesen um mich herum. Allerdings habe ich das Glück, dass über mir keiner mehr wohnt, das würd ich nicht aushalten.

Die meisten sind mit zu laut (das hab ich wohl dem Herrn Pa zu verdanken). Ich weiß, dass irgendwo im Haus auch das Rentnerpaar, ein Säufer, ein jüngeres Pärchen, eine Familie, eine alleinerziehende Mutter und Chinesen wohnen. Die Namen kenne ich nur von den Briefkästen (immerhin!) zuordnen kann ich sie immer noch nicht.

Das macht auch nix.

Nun zog ein neues Pärchen ein. Und seit Wochen wird da gebohrt, gehämmert und gesägt. Was mich nicht mal sonderlich juckt. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich den männlichen Teil des Paares äußerst flirtgeeignet finde ( das hab ich dann wohl von Muttern).

Heute also aus der Tür gestolpert und fast über dem seine neuesten Kartons geflogen, pfriemelte meine Post (und immer noch die Tageszeitung) aus meinem Briefkasten, drehte mich um, und:

steht Herr Neunachbarmann schelmisch grinsend vor mir.

Da ich aber weder im flirten noch im Smalltalk betreiben gut bin, mümmelte ich ein *Hallo*, zog meinen Kopf ein und huschte an ihm vorbei. (so war Muttern aber nich drauf!!).

Ich könnt mir in den Arsch beißen, mir die Haare raufen und mir immer wieder vorstellen, wie einfach es doch gewesen wäre, zu sagen: Ah der neue Nachbar...usw.

Hilft alles nix. Vorbei is vorbei und wehe ich begegne ihm das nächste mal und seine Trulla is mit dabei!

Dienstag, 2. November 2010

Eine Wahrheit

Wenn ein Baum entgipfelt wird, treibt er gern in Wurzelnähe neue Sprossen hervor,
und so kehrt auch oft eine Seele, die in der Blüte krank wurde und verdarb, in die frühlinghafte Zeit der Anfänge und ahnungsvollen Kindheit zurück, als könnte sie dort neue Hoffnungen entdecken und den abgebrochenen Lebensfaden aufs neue anknüpfen.
Die Wurzelsprossen schießen saftig und eilig auf, aber es ist ein Scheinleben und es wird nie wieder ein rechter Baum daraus.

Hermann Hesse - Unterm Rad

Montag, 1. November 2010

Klostertage einer Schnecke

So, wieder bei mir angekommen.
Dazu brauchte es nun über 2 Tage fast ohne Zerstreuung, nicht mal das Radio lief.

Nur ein wenig Bewegung, viel Schlaf, viel Innenschau, leckeres Essen, Tel war aus und innere Gespräche (vor allem mit dem jugendlichen Teil in mir).
Dabei wurde mir bewußt, wie schwer es mir fällt mich zu spüren.
Achtsam aufkommende Wünsche, Gedanken, Gefühle zu spüren, zuzulassen und nicht sofort unterdrücken und wegschieben.

Heute darf das alles sein und es ist neu.

Und anstrengend, weil ich zu gern ins alte Fahrwasser rutsche.
Somit braucht es auch viel Konzentration und Langsamkeit.

Mein Grundpegel in Sachen Streß ist immer sehr hoch und wenn dann noch eine Kleinigkeit dazu kommt, ist es aus.
Also heißt es: Entspannen, entspannen, entspannen!

Manchmal fällt es mir schwer mich so in Ruhe zu lassen, ich peitsche mich dann weiter, weil ich meine, das bringt mir mehr.
Bis mir wieder die Tankstelle einfällt:
Kein Autofahrer sieht es als Unnützigkeit an, zur Tankstelle zu fahren.

Der Lohn kam prompt:
Ein wunderschöner nächtlicher Traum, der mir gezeigt hat, dass ich auf dem richtigen Weg bin
und diese wunderbare ruhige innere Mitte.