Freitag, 8. Oktober 2010

Everybody's Depp Teil 2

Manchmal kann ich auch richtig doppelkantig werden.

Bei meiner letzten Arbeitsstelle hatte ich eine Chefin, die war etwas unzuverlässig.

Es fing an, dass das Gehalt nicht voll ausgezahlt wurde, im nächsten Monat kam das Gehalt erst nach einigen Anrufen und Aufforderungen von meiner Seite, dann musste ich fürs Benzin Geld vorstrecken (kann ja mal vorkommen, aber bitte nicht jede Woche!), dann kam wieder nur die Hälfte des Gehalts, dann fehlten die Lohnzettel, dann war das Auto halb Schrott.

Ich sagte ihr ziemlich klipp und klar, dass ich so nicht arbeiten kann.

Dann wurde ich ärgerlich.

Dann riß mir der Geduldsfaden und ich sagte ihr, dass ich so weder arbeiten kann noch WILL!

Ich habs lange im guten versucht, aber diese Frau verstand nur eine Sprache: Klartext.

Als wieder einmal weit und breit weder Lohn noch Benzingeld in Sicht war wurde mir das ganze zu blöd.

Ich rief sie an: „Also weißte, wenn ich ordentlich und pünktlich meine Arbeit mache, will ich auch ordentlich und pünktlich bezahlt werden, wenn bis in 2 Tagen das Geld nicht da ist, arbeite ich am Freitag nicht!“ (gut kann man jetzt Erpressung nennen oder Konsequenz)

Sie kreischte: Das kannst du nicht machen!“

Und wie ich konnte!

Ich weihte die Firmeninhaberin in die ganze Sache ein (ok, hätt ich auch mal eher machen können).

Sie sah das neutral, meinte das sei ok, sie wisse bescheid, dann warten wir mal ab.

Natürlich war kein Geld da.

Und ich blieb zuhause.

Streik in Eigenregie.

Verarschen lass ich mich nicht.

Sonntagabend (ich war den ganzen Tag in den Bergen wandern, ich lass mir doch von der Kuh nicht meine Lebensfreude nehmen) hörte ich meinen Anrufbeantworter ab und lauschte meiner fristlosen Kündigung,

wegen Arbeitsverweigerung (ein sehr hübsches Wort wie ich finde)

Mir war' s nur recht, immerhin hatte ich meine Selbstachtung bewahrt.

Die Firmeninhaberin meinte: Ok, das is nun ein bißchen blöd gelaufen, aber sie sah meine Arbeitsweise und sowie etwas frei ist, stellt SIE mich höchstpersönlich ein.

Was dann 3 Wochen später der Fall war.

Ihr glaubt ja gar nicht, wie meine frühere Chefin getobt hat. *kicher*

Und alle Kollegen standen hinter mir.


Was lernen wir daraus? Es kommt nicht unbedingt der weiter, der nett und unterwürfig ist.

Speichellecker, Scheinheilige, Ja-Sager, Arschkriecher gibt’s doch echt schon genug!

Kommentare:

  1. da hast du völlig recht.
    man sollte nicht alles mit sich machen lassen.
    ....und das mit der selbstachtung......
    die sollte man nie verlieren.

    lg.
    dieter

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