Mittwoch, 29. September 2010

Steriles Leben

Heute in einem Haus gewesen, bei dem ich deren Bewohner am liebsten gefragt hätte:
"Sagt mal, habt ihr das alles nur zum anschauen da?"
Es war kalt, unpersönlich und absolut sauber.
Fehlte nur noch der Fotograf, der das alles ablichtet für ein Wohnmagazin.

Mann und Frau reisen (zu 90% getrennt) ständig in der Welt umher,
Arbeit nennen sie das. Und verdienen viel Kohle.
Die Kinder sind anderweitig untergebracht und kommen nur hin und wieder vorbei.

Wozu brauchen die dann einen Partner, den sie eh nie sehn?
Nennt sich sowas noch Familie?
Wozu schaufeln die das ganze Geld, wenn sie es kaum genießen können?
Dient das Haus nur als Prestigeobjekt?

Sind sie glücklich?
Als ich mich ins Bad verdrücke, bekomme ich die Antworten:
Schlaf,-Beruhigungs,- und Aufputschmittel zur Genüge, was man halt grad braucht.

Nein, so ein Leben möchte ich nicht.

Kommentare:

  1. Haste wenigstens ein paar von den Pillen mitgehen lassen? Kann man immer brauchen.

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  2. @ Tilli das dachte ich mir auch......

    Liebe Frau Juliane...tztztz sowas macht man doch nicht.. ;)
    Ne im Ernst: Ich war selber mal haarscharf davor son Zeug zu schlucken, um den Wahnsinn des Alltags irgendwie zu überstehn. Nun liegen sie hier rum als Notfallmedikation. Und das reicht.

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  3. Bei mir hängen überall Familienfotos und Spinnenweben.

    Juhuu, ich lebe !

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  4. ach nee, das wäre für mich nix. habe zwar immer mal schwierigkeiten, die gewünschte ordnung zu halten, aber ehrlich; ich will keine puppenstube ich wohne und lebe.

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