Samstag, 25. September 2010

Seelenverstimmung

Gestern abend grollte es ständig am Himmel, das heran nahende Gewitter sah und hörte man.
Ich lag im Bett und las und dachte mir so:
Meine Seele grummelt heute auch so vor sich hin und ich weiß nicht recht warum.
Ich war unruhig, mies gelaunt und wär am liebsten vor mir selbst geflüchtet.
Mich "weg-machen" mit Süßkram, Alkohol oder ewigem schauen und suchen im Internet.

Nix gibst, rief ich mich selbst zur Ordnung.
Früher oder später kommt sowieso alles hoch.
Wozu also der schädliche Umweg?

Irgendwann entlud sich endgültig der Himmel,
mit einem tropischen Regensturm, mit klar abgegrenzten Blitz und lautem Donnerschlägen,
es heulte und pfiff ums Haus,
mir schien, als ob sich die Natur durch diesen Tobsuchtsanfall reinigt.
Schreit, heult, um sich schlägt, sich die Haare rauft und Tassen zerschlägt.

Nicht so bei mir, keine Erlösung.
Keine Entladung der Gefühle.
Alles staut sich weiter.

Ich bat das Universum vor 2 Tagen mir bei einer Entscheidung zu helfen,
Vielleicht ist das die Antwort.

Ich stehe auf dem Balkon, trinke meine 2. Tasse Kaffe, rauche,
sehe den grauen Himmel, der immer noch ganz viel weint.
Ein Meer von Tränen.
Langsam spüre ich auch in mir Schmerzen und Traurigkeit,
aber immer noch in homöopathischen Dosen, nicht der volle Antibiotikahammer

Ich gebe mir Zeit,
schalte beide Telefone auf stumm,
stecke alle *ich müßte heute noch* weg
und begebe mich auf die Suche,

auf den Weg wieder zu mir hin, anstatt von mir weg.

Kommentare:

  1. Klingt nicht so gut.
    Deine Blogschwester Schmedderling denkt an Dich !

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  2. Das is aber lieb von Dir!
    Danke :)
    Ich verfrachte mich wieder ins Bett mit Buch und Kaffe.
    Ciao ;)

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