Montag, 6. September 2010

Gedankenallerlei

Heute werde ich nach meiner eigenen Wahrheit suchen und zulassen, dass andere sich auf ihre Suche begeben. Ich werde meinen Auffassungen und denen der anderen Beachtung schenken. Wir alle befinden uns auf der Reise zu unseren eigenen Entdeckungen – die heute für uns richtig sind.

(aus dem Buch: Kraft zum Loslassen von Melody Beattie)

Auf 5 Säulen steht das Leben:
Familie, Liebe, Wohnung, Beruf, Freunde.

Ich dachte erst noch: Ja und wo ist man selbst? Seine Seele, sein Geist, sein Körper?
Ne irgendwie ist das nicht das Leben, sondern damit lebt man es ja. Sozusagen das Mittel zum Zweck.

Ich kenne einige körperlich behinderte Menschen, sei es dass sie dies seit Geburt sind oder erst später wurden, durch z.B. einem Unfall.
Und ich habe gemerkt: Je mehr stabile Säulen es im Leben gibt, desto besser kamen diese Menschen mit ihrer Behinderung zurecht.

Ich glaube auch, dass Krankheiten (egal ob seelische oder körperliche) dann entstehen, wenn eine oder mehrere Säulen bröckelig werden oder ganz zusammen brechen.

Wenn ich auf mein bisheriges Leben schaue, kann ich das jedenfalls absolut bestätigen.
Inzwischen sind leider die fehlenden Säulen schon chronisch geworden...ich habs mir damit eingerichtet, dass es nur ein paar Steinchen davon gibt...und das ist nicht gut.

Allerdings bin ich auf dem Weg...um diesen Zustand zu verbessern

Kommentare:

  1. Mein Haus steht deinem Modell nach nur noch auf 2,5 Säulen. Das war mal anders, aber besser ging es mir da nicht!

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  2. Liebe Regenfrau,

    der Weg zur Veränderung führt wohl durch die volle Akzeptanz dessen, was aktuell ist. Das kann sehr schmerzhaft sein, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

    Du schreibst "Schwimme oft gegen den Strom, denn nur Tote schwimmen mit ihm". Ich verstehe, wie Du das meinst. Opposition, Gegenhalten gegen die "Massengesellschaft", Aufbegehren gegen übernommene Wertvorstellungen etc. ist sicher ein notwendiger Schritt auf dem Weg in die Freiheit.

    Als ich letzten Sommer auf Visionssuche in Schweden war, erhielt ich aber keine klare Ansage, wohin ich jetzt gehen soll, gegen welche der empfundenen Fesseln ich angehen soll, sondern stattdessen die Botschaft, ich solle mich mehr "dem Fluß des Lebens überlassen". Es gibt anscheinend einen Punkt im Leben, an dem es wichtig ist, mit dem Kämpfen aufzuhören. Denn, was da kämpft, ist das Ego. Davon gilt es loszulassen.

    Versuche es doch mal mit Hingabe, nimm doch mal alles an, so wie es vom Leben kommt, sage JA zum Leben, auch wenn es wehtut, und beobachte, ob sich dadurch etwas in Dir verändert.

    - War so eine spontane Eingebung von mir, ich weiß nicht, ob Du was damit anfangen kannst.

    Herzliche Grüße,
    Louise

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  3. Das liebe Louise, das klingt wunderschön.
    Mir is das nicht unbekannt, aber derzeit noch schwerer umzusetzten, als sonst. Manchmal gehts leichter, manchmal nich...thats life.
    Das mit Schweden klingt noch viel viel schöner..ich liebe dies Land!! :-)
    Ich denk es wird mal wieder Zeit, in mich zu gehen und zu lauschen...das is schwer und ich lenke mich doch viel lieber ab..mal sehn ;)

    Liebe Tilli,
    es kommt matürlich nicht nur drauf an, diese Säulen zu haben, sondern sich damit auch wohl zu fühlen.
    Wenn ich ne Wohnung hab, in der ich mich nicht wohl fühle oder ein Haus, das mir zuviele Kosten verursacht, taugt die Säule nix.
    Genauso mit Familie. Bei meiner finde ich keinen Halt, keine Geborgenheit, wenig Liebe...also bringt mir dies auch wenig....
    Natur ist für mich noch eine wichtige Säule, die trägt auch ;)

    Schönen Tag!

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