Freitag, 6. August 2010

Frei-Regen-Tag

Der Regensturm wütet draußen,
umso ruhiger werde ich...in mir...
ich schlafe...ich döse...höre keine Musik, kein Radio, das Telefon ist auf *stumm* geschalten...

ich atme...ich rauche...
es war wie ein Zwang..es ist passiert...ich schimpfe deswegen nicht mehr mit mir...ich muss mich nicht abwerten...so wie mich früher andere behandelt haben, so will ich mit mir selbst nicht mehr umgehen...
andere kämpfen mit ihrem Körpergewicht...ich mit meiner Nikotinsucht...
und ich gebe noch lange nicht auf....

heute habe ich keinen Termin,
außer einem Date mit mir selbst...
in mich hören, mir selbst lauschen...
mich fühlen und wahrnehmen...
Gedanken aufschreibend und malend...
für manche Sachen sind Worte so unzureichend....
und deswegen gab uns der liebe Gott die Kunst....

ich lese Endlich frei von Josef Giger-Bütler:
Die Kraft reicht nicht mehr zum Sichaufraffen und um sich in gewohnten Gleisen zu bewegen.
Der Kopf will vielfach noch, lehnt sich auf, aber der Körper reagiert nicht mehr....wenn die Überforderung zu nachhaltig und die physische und psychische Belastung zu groß wird, dann greift irgendwann einmal die Erholung nicht mehr...
die Müdigkeit ist immer existenziell und lebensbedrohlich. Sie ist so sehr verknüpft mit dem Gefühl vom Abgrund, vom Ende und irgendwann einmal so klar mit der Einsicht verbunden "jetzt kann ich nicht mehr, jetzt geht nichts mehr"....


Dieses Depressionsbuch spricht mir so sehr aus der Seele, es beruhigt mich in vollem Umfang und erinnert mich immer wieder, wie der Ausstieg zu schaffen ist.

Dazwischen lese ich: Fluchtstücke:
http://www.amazon.de/Fluchtst%C3%BCcke-Anne-Michaels/dp/3833300426/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1281085324&sr=8-1
wunderbar geschrieben, poetisch, blumig ohne kitschig zu werden
und das bei einem harten eisigen Thema: Ein Judenkind verliert im 2.Weltkrieg (im Sinne der "Säuberung") seine Familie, lebt im Wald und wird von einem alleinstehenden, leicht verschrobenen Geologen aufgenommen.

Diese Beziehung zwischen den beiden! Die Landschaftsbeschreibung. Die Gefühle und Gedanken von diesem Jungen....
fabelhaft!

Ich hol mir noch einen Schokokeks,
lasse das Geschirr stehen
und genieße mein Allein-sein, meine Ruhe, meinen wachsenden Frieden in mir....

Wünsche Euch allen ein erfülltes Wochenende!

1 Kommentar:

  1. Ich wünsche Dir auch ein friedliches Wochenende.
    Hab ja selbst Terror: Kindergeburtstag mit sieben Gästen... ;o)))

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