Dienstag, 31. August 2010

Sei so, wie ich Dich haben will!!!

"Sei so, wie ich dich haben will" war die Botschaft an mich von meinen Eltern.
Meine Aufgabe war es, die Bedürfnisse meiner Eltern zu befriedigen. Dies ist Mißbrauch und passiert tagtäglich in vielen "ganz normalen" Familien. Jedoch ist es nicht so offensichtlich und nicht so schockierend, als dass es auf die Titelseite der BLÖD kommen würde.

Fatal ist es allemal. Die Auswirkungen ziehen sich weit bis ins Erwachsenenalter.
Ich habe einen ausgeprägten Abhängigkeits-Autonomiekonflikt.
Meine Eltern wollten meinen Willen brechen, um ihn so formen zu können, wie es ihnen passt.
Ansonsten gabs Liebesentzug und Vernachlässigung auf allen Ebenen.
Ich ließ mir aber meinen Willen nicht brechen, sondern er wurde nur stärker,
was ebenso mit Verachtung bestraft wurde und immer noch wird!

Zu meiner Mutter habe ich schon lange keinen Kontakt mehr.
Mein Vater will mich an der kurzen Leine halten und bejaht und fördert nur das, was ihm in den Kram passt. Das ist anstrengend mich immer wieder abzugrenzen!

Wenn ich heute also merke, jemand will mich unterdrücken, manipulieren oder lässt eine Handlung nur so zu, wie er sich das denkt und haben will: nehm ich reißaus. GANZ schnell!
Unwissende schimpfen mich da schon mal mit: Na du musst dich auch mal unterordnen können, dich fügen, es kann nicht immer nach deiner Nase gehen...
haben sie einerseits recht, andererseits KANN ich es (noch) nicht anders.
Denn: Ich spüre die pure Vernichtungsangst als ginge es um meine Existenz, als ob ich noch das kleine Kind wäre, das von den Eltern abhängig ist. Ich komme so in Panik, dass ich nur noch mit Flucht reagieren kann, was damals ja nicht möglich war, um mein (seelisches) Überleben zu retten.

Wenn man mir meine Selbstbestimmung läßt, sozusagen an der langen Leine, kann ich wunderbare Ergebnisse bringen. Da macht es mir auch nichts aus, wenn man mir erklärt, dass es leichter wäre, den Hammer so und nicht anders zu halten (als Beispiel). Da halte ich mich freiwillig und gerne an Vorschriften und Regeln und gebe mein Bestes.
Diese Problematik sah ich bei vielen Anarchisten, Aussteigern, Hippieleuten. Und verstehe sie bestens :-)

Meine Mutter wirft mir heute vor, ICH hätte SIE im Stich gelassen. Was ihren kranken Narzissmus sehr deutlich zeigt.
Es ging nie um mich, um meine Eigenständigkeit, um meine Wünsche und Bedürfnisse.
Wie sollte ich da eine Identität entwickeln können?
Wie heraus finden, was ich mag und machen will?

Ich erspüre blind sämtliche Bedürfnisse anderer, ich fange mir deren Gefühle sofort und exakt ein und früher erfüllte ich die auch sofort und ohne Aufforderung. Perfekt für andere (die das natürlich weidlich ausnutzten)...schädlich für mich.
Es wird auch "vorauseilender Gehorsam" genannt,

denn das war früher für mein Überleben das wichtigste, was ich tun konnte.

Sehr schön beschrieben wird das auch hier:
http://www.vaeternotruf.de/narzisstischer-missbrauch.htm

Heute versuche ich, mich an mir selbst zu orientieren:
was denke und fühle ich? Was will ich?

Das ist sehr schwer, wenn man das nie durfte
und dafür steht für mich der Leuchtturm, mein innerer, der mir Hilfe ist, bei meiner Orientierung auf dem wilden Meer namens Leben...

Montag, 30. August 2010

Freiwilligendienst

In meiner Zeit im Ausland, lebte ich wie im Schlaraffenland: Genug Geld, ich musste noch nicht mal den ganzen Haushalt machen, Freizeit zur Genüge, Meer und Berge in naher Umgebung, keinerlei Verpflichtungen usw...
War das wirklich das Paradies?
In der ersten Woche: JA!
In der zweiten auch noch.
Dann fühlte ich immer mehr die Langeweile, die Sinnlosigkeit, das tote um mich herum.
Nach weiteren wenigen Wochen hatte ich von diesem Lotterleben dermaßen die Schnauze voll, dass ich mir selber wieder etwas suchte.

(deswegen glaube ich auch, dass das bedingungslose Grundeinkommen funktionieren würde. Vielleicht würde erstmal Chaos ausbrechen, aber dann glaube ich ordnet es sich von fast alleine. Jeder möchte gerne etwas schaffen, etwas sinnvolles tun, eingebunden werden...natürlich gibt es immer die ganz die faulen, die wirklich gar nix machen, werden schon für irgendwas gut sein *g*.
Und Arbeit wär dann ja im größeren Sinne: Kinder großziehen, Garten pflegen, all die ehrenamtlichen Sachen usw. aber das ist ein eigenes großes Thema).

Ich suchte und fand damals etwas für mich:
Den Freiwilligendienst auf einem Bergbauernhof hoch in den Tiroler Alpen.
Für mich eine der schönsten Zeiten, die ich je hatte.
Ich fing meinen Dienst voller Freude an, denn ich hatte mich ohne Druck von außen und Androhung von Sanktionen dafür entschieden.
Ich beendete meinen Dienst mit ebensolcher Freude und auch ganz reich: Reich an vielen schönen Erlebnissen, Erkenntnissen und Erfahrungen! Geld gabs keins, "nur" Kost und Logi.
Und eben auch Familienanschluß, lachen, Spaß, Schweiß, leckeres Gemüse frisch aus dem Garten, frische Milch ausm Stall, tiefer Schlaf und und und.

Für mich war es eher Abenteuer. Für die Familie mit 4 Kindern war es der harte Kampf um das pure Überleben. Das bekam ich sehr deutlich mit und heb meinen Hut vor deren Leistung!

Ich spürte die Ratlosigkeit: Wieviel Spaghetti kocht man für 15 Leute? (es war großer Heutag und die Helfer wollten versorgt werden?

Ich spürte den Schock, als eine Kuh ausbrach und den steilen Hang hinunter schlitterte (mit allen 4 Beinen nach oben!!! göttlich ;-))

Ich spürte die Anstrengung, wenn man 4 Kühe auf die Alm zu treiben hat, die ausbüchsen, sich mit anderen Herden bekämpfen oder vor Schreck ausschlagen.

Ich spürte die Schmerzen in Armen und Beinen, nach einem harten Tag draußen, es musste alles erledigt sein, bevor das Gewitter los ging, sonst wäre die ganze Ernte im Eimer gewesen!

Ich spürte eine ungeheure Befriedigung nach harter körperlicher Arbeit!
Ich genoß den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft, jeder half jedem, einige packten einfach mit an, man teilte sich große Geräte usw.

Und ich spürte ganz viel Dankbarkeit und Wertschätzung von der Familie!
(von welchem Chef bekommt man das heute? Da muss eher der Arbeitnehmer dankbar sein, dass er arbeiten darf und nicht umgedreht. Schade, denn das ist eine gute Motivation!)

Pfeifend, glücklich, gut gelaunt, mit Schwielen an den Händen, Schürfwunden an den Beinen und dunkel gebräunter Haut kehrte ich nach einer Weile wieder in meine Heimat zurück...

...und sah in sehr große, sehr erstaunte Augen:
Meine ganze Familie, meine Freunde und Bekannten hätten nie gedacht, dass ich das durch halte.

Nun, da kannten sie mich aber schlecht.

Sonntag, 29. August 2010

Geld oder Leben ?!

Das Wort Habgier/Habsucht hört man hierzulande nur noch selten. Früher war dies nicht gern gesehen und heute wird es gar gefördert: Immer mehr musst du haben, um endlich endlich glücklich zu werden, den passenden Partner zu finden und überhaupt!!!


Ich hab beides erlebt.

Als ich ein Kind war, waren wir sehr arm, im Winter konnte ich an der Fensterscheibe Eiskristalle bestaunen, wir schleppten das Öl kannenweise aus dem Keller, um vormittags erst die Küche und nachmittags das Wohnzimmer damit zu heizen.

Neue Kleidung gab es nie, nur Second-Hand von Nachbarn oder vom Flohmarkt. Urlaubsfahrten gab es auch nie und es fehlte mir auch nicht, weil mir die Natur vor der Haustür und die vielen Nachbarskinder Abwechslung und Beschäftigung genug gab.

Die Badewanne wurde nur am Samstag voll gelassen, denn das Wasser musste erst gute 2-3 Stunden mit Feuer in einem Boiler erhitzt werden!

Limonade, Knabberzeug und Semmeln kannte ich nur von anderen Kindern oder bei besonderen Gelegenheiten hin und wieder mal.

Sicher, für meine Eltern war es oft genug hart und mühsam.


Später war mehr Geld im Haus und wir zogen um, da gab es Zentralheizung, fließend warmes Wasser, das Essen war hochwertiger, wir fuhren nach Italien und Ungarn, die Hauptstraße führte genau an unserer Haustür vorbei, es gab neue teure Kleidung...

alle waren froh und glücklich darüber...

und mir ging es immer schlechter. Ich wurde einsam, dank eines eigenen Zimmers und nun voll arbeitenden Eltern. Mir fehlte die Natur, das Holzfeuer im Bad, die vielen bekannten Menschen um uns herum.


Aber es hieß: So ist das heute nunmal.

Also beugte ich mich dem und verdiente auch viel Geld,

ich kaufte mir immer mehr Sachen, ging nur noch außerhalb essen und war genauso unglücklich wie damals.

Durch die vielen Dinge um mich herum, zerstreute ich mich immer mehr und verlor mich schließlich ganz. Ich dachte auch, dass ich wirklich all den Firlefanz von künstlichen Nägeln, Haarfärberei, 30 Schuhen, Zeitschriften, Auto, TV, ständig neue Kleidung zum Überleben brauchen würde!


Inzwischen schrabbe ich wieder knapp am Existenzminimum vorbei, nicht ganz freiwillig.

Es zentriert mich mehr, wenn ich mir genau überlegen muss, was ich mir kaufe. Das wird unterteilt in „ganz wichtig“ und „wäre auch ganz schön“. Wünsche werden aufgeschrieben und beobachtet, ob ich das in einem Monat immer noch haben will.

Ich wurde wieder kreativer: Woher neue Kleidung, Musik, Bücher, Essen,Reisen für wenig Geld?

Ich schätze meine Besitztümer wieder mehr und erfreue mich viel länger daran, als wenn ich es schnell mal irgendwo gekauft hätte.

Geschenke von anderen werden viel kostbarer!

Ich gehe viel achtsamer mit Extrageld (das ich mir durch kleine Jobs hinzuverdiene oder geschenkt bekomme) um.

Ich wurde disziplinierter mit Ausgaben und meiner Kraft!

Materiell fühle ich mich nicht arm! Ich friere nicht, ich leide keinen Hunger, alle meine Sinne funktionieren wunderbar, ich habe sauberes Wasser, ein dichtes Dach über meinem Kopf, ich kann lesen, schreiben, rechnen, Auto fahren, einige liebe Freunde und Bekannte bereichern mein Leben …

dazu braucht es kein neues Handy, Diamanten, Markenkleidung usw. Um damit meinem Nachbarn zu beeindrucken, der mir eh am Arsch vorbei geht?

Mitnichten!

Natürlich gibt es auch dunkle Momente voller Verzweiflung und Scham!

Heute überlege ich mir dreimal, für was ich meine Arbeitskraft und meine Gesundheit verkaufen will.

Armut kann sehr schlimm sein, ganz klar, aber die Bescheidenheit ist mir seelisch und körperlich erträglicher.

Zum weiterlesen:

http://www.der-traveller.de/html/genuegsamkeit.html

Samstag, 28. August 2010

SEIN

Ich glaube, der Sinn unseres Daseins ist,
dass wir die Freude erleben , unsere Erde genießen und ein erfüllendes Miteinander leben sollen.

Sei spielerisch, hüpfe, singe, tanze, pfeife
SEI einfach
Schaue mehr auf das wundervolle um Dich herum,
als auf Deine Probleme.
Schenke dem Schönen und Deinen Stärken mehr Beachtung!
Sei EINFACH!

Wünsche doch der Kassiererin schon am Mittwoch ein schönes Wochenende!

Sei locker...
Entspanne Dich...

Zieh Dir zwei verschiedene Socken an (vielleicht auch so, dass es andere nicht sehen, allein wenn Du es weißt und dran denkst, lächelst Du)
aber selbst wenn es andere sehen, glaub mir, sie haben auch ihren Spaß dran (ich spreche aus Erfahrung!)

Schäme Dich weniger!

Puste ganz viele Luftballons auf und laß sie in Deiner Wohnung mitleben!
Verteile Luftschlangen in Deinem Wohnzimmer, auch wenn kein Karneval ist.

Nimm`s leicht!
Lächle ;-)

Tue jemand anderem etwas gutes, ohne dass derjenige es merkt.
z.B. schaufel doch im Winter das Auto neben Dir gleich mit frei,
oder: klemm einen Zettel mit: „ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!“ in einen fremden Briefkasten oder hinter einen Scheibenwischer.
Sei kreativ!

Verschenke mehr, sei großzügig!

Zünde Kerzen auf Friedhöfen und in Kirchen an, wir brauchen mehr (zwischenmenschliches) Licht und Wärme in dieser Welt!
Albert Schweitzer sagte einmal:“Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir es nicht wagen, uns so herzlich zu geben, wie wir sind!“

Sei mutig!
Lache!

Wirf öfter unerledigte To-do-Listen weg! Befreit ungemein ;-)

Lache noch mehr!

Freitag, 27. August 2010

Manchmal...

...hilft eine veränderte Sichtweise erheblich das Leben besser genießen zu können.

Zum Beispiel war ich gestern nachmittag nochmal kurz unterwegs,
ich verließ das Haus und begegnete dem Hausmeister mit seinem monströs lautem Rasentrimmer.
Er stellt das Ding ab, grinst mich an und meint:" So, Schluß mit dem Lärm!"
Ich erleichtert aufatmend:" Puh Gott sei Dank, das nervt schon immer sehr..."
Er:" Ja mich nervt das auch!"

Ach sieh mal einer an, diesen Gedanken hatte ich noch gar nicht,
dass es für ihn auch eine Belastung sein könnte!
Ich war da schon sehr feindselig.
Dann fiel mir ein: Hej ich hab die Möglichkeit mich dem Lärm zu entziehen, ich kann gehen.
Er nicht. Außer er wechselt seinen Job.
Somit ist er noch viel mieser dran an als ich!!!

Das ganze hat auch viel mit Opferdenken zu tun.
Und ich war lange darin gefangen. Ja gefangen, ich konnte dies nicht mit reinem Willen verlassen!
Ich guckte immer nur auf das schlechte was mir widerfahren ist.
Auf das was ich NICHT kann.
Auf die bösen Menschen, die nicht nett mit mir umgingen.
usw.
Dieses Opferdenken machte mich hilflos, ohnmächtig, handlungsunfähig.
Ich wurde immer kleiner, immer stummer, immer grauer.

Bis eine Wende kam.
In mein Leben traten Menschen, die auf das Gute schauten und auf das was ich kann,
außerdem vertrauten sie mir, bestärkten mich und halfen mir so, Stück für Stück aus diesem Opferloch heraus zu klettern.
Sie zeigten mir ehrlich und offen ihr Entsetzen und Fassungslosigkeit, wenn sie mitbekamen wie ich mit mir selbst umging! das gab mir schon sehr zu denken.

Diese Menschen zeigten mir ihre Sichtweise, die meiner genau gegenüberstand.
z.B. wurde mir früher eingeimpft, dass ich zu schnell aufgeben würde, zu schnell etwas abbrechen würde.
Nun gibt es aber auch die andere Sichtweise:
Na du hast erkannt, dass dir dies nicht gefällt, nicht gut tut..ect. und hast Konsequenzen gezogen! Das ist doch toll und mutig.
Oder ich werte mich mal wieder gnadenlos ab, dann bekomm ich schon auch zu hören:
Aber schau, du hast x und y geschafft.
Da hast du das super gelöst.
Da warst du sehr erwachsen...
usw.

Bei solchen Gesprächen kann es schon vorkommen, dass ich gleichzeitig heule und lache...

Seitdem formt sich immer mehr in mir das:
Ich bin auch wer!
und:
Ich kann auch was!

Und die übernommenen destruktiven Einstellungen und Verhaltensweisen von früher,
werden immer kleiner und unter *nicht nützlich* entsorgt.
Die alten "Täterstimmen" verlieren ihre Kraft
und ich gewinne immer mehr Stärke und Sicherheit -- in mir.

Das Leben ist schön!

Donnerstag, 26. August 2010

Im Wald

Erstmal ein herzliches Willkommen an meine neuen Mitleser! ;-)

Ich war heut Gretel und gut, dass Hänsel nicht dabei war.
Dann hätt ich womöglich noch mit dem reden müssen oder mit ihm rumzanken wo wir nun hinfahren.
Und ich wollt doch nur schweigen und Stille
und bekam es :-)
Und ich genoß es!

Ich merke, ich muss nicht mehr so sehr polarisieren.
Ich finde meine Wohnumgebung recht laut und das streßt mich enorm, aber ein Umzug wär derzeit noch stressiger.
Also schaue ich: Wo finde ich meine Ruhepunkte.
Ich wurde in den letzten Monaten wieder handlungsfähiger und das find ich einfach wunderbar!

Ca.6 km entfernt gibt es so einen großen Ruhepunkt:
9000 Hektar Wald ohne von einer Siedlung unterbrochen zu werden. Ein Traum!
Ein schöner Mischwald, mit viel Unterholz und Moos. Ganz ursprünglich gehalten.
Wie ein darüber gelegtes Gitter durchziehen die Schotterwege den Wald, also man kann sich schwer verlaufen, vorrausgesetzt man merkt sich die passierten Kreuzungen.

So fand ich sogar ein hübsches Bänkchen, beschienen von einem kleinen durchgedrungenen Sonnenstrahl,
Zitronenfalter umflatterten mich, riesige Waldameisen eroberten meine Schuhe, Fliegen, Vögel, Eichhörnchen und Spinnen durfte ich bei ihrem Tagwerk beobachten und mir wurde klar:
Ich bin nun in deren Lebensraum, die Waldbewohner sind in der Überzahl, ich hab mich nun ordentlich zu verhalten (eh klar). Aber ich wurde schon leicht demütig.

Mich störte kein
*klackklack* (Nordic-Walker)
*knirschknirsch* (Jogger)
*blabla* (lautstark redende Menschen)
*brruumm* (Auto)
nur hoch über mir, flog ein Flugzeug dessen Motorenlärm man gerne ausschalten würde.

Ich war allein und genoß die würzige Luft von Brennesseln, Blüten, frisch geschlagenem Holz, Harz und was weiß ich noch allem. LECKER!!!
Ich war so euphorisch, dass ich mich dann doch etwas verfranste und nicht mehr recht wußte, in welche Richtung ich nun muss. Verfluchte mich mal kurz, dass ich die Karte nicht mit genommen habe,
aber: ich hab eine gute Intuition und eine gute Orientierungsfähigkeit, das werd ich schon schaffen. Natürlich hab ich es geschafft, ich kam genau da raus, wo ich auch wollte. ;-)

Zwischendurch die umgepflügten Wegesränder bestaunt, die Wildschweine sind hier sehr aktiv.

Da fiel mir eine kleine Begebenheit ein:
Vor Jahren war ich mit dem Auto unterwegs. Ich machte eine Pause an einem Waldesrand,
vor mir das Wildgatter im Boden eingelassen.

Während ich also mein Käsebrot verdrückte und meinen schmerzenden Rücken durchdrückte
sah ich etwas im Augenwinkel. Ich sah genauer hin und Hunger und Schmerz waren sofort vergessen:

Ein dicker schwarzer Brummer namens Eber mit riesen Keilern schnüffelte keine 5 Meter neben mir am Boden herum. Zwar hinter dem Gatter, aber man weiß ja nie.
Meine Augen weiteten sich auf das dreifache.
Von hinten kam seelenruhig ein Radfahrer und fuhr ebenso seelenruhig an diesem Tier vorbei, als wärs ne Katze.
Ich dachte ich träum.
Ganz langsam (nur ja nich hektisch werden) verzog ich mich Richtung Tür. Öffnete diese, ließ mich langsam hinter das Lenkrad gleiten und starrte weiter auf dieses Wild.
Man ej, wenn der mich jetzt angreift und das Auto demoliert! Im Geiste sah ich schon wie ich meiner Chefin versuche zu erklären, warum das Auto so verbeult und verkratzt ist:

Ein geiler Eber griff mich an!!
Ja...is klar...glaubt mir ja keine Sau!
Ich machte mich vom Acker...wie gesagt..man weiß ja nie...

Heute ließ sich kein größeres Wildtier blicken,
aber ich kletterte auf eine riesen Aussichtskanzel, legte die Füße hoch und lauschte dem flüsternden Wind und spürte die warme Luft auf meiner Haut...
den Frieden...um mich herum und in mir drin...

3 Stunden später wieder zuhause
und sehe gerade noch wie unsere super korrekter Hausmeister mit seinem ewig lauten Rasenmähertraktor um die Ecke saust.
Zum Glück hab ich die 3 Stunden in Ruhe verbracht!

Lieber Wald, bald komm ich wieder :-)

Mittwoch, 25. August 2010

P*A*U*S*E

Ok,

wenn man Wasser ins Spülbecken einläßt,
nen Schuß Spülmittel dazu
und dann nach und nach
ganz langsam
Stück für Stück Salatblätter da drin wäscht...

brauchts dringend ne Pause!!!

Deswegen werde ich mich heute in Ruhe lassen.
In der Hoffnung, dass ich wieder ge-lassen-er werde.
Wenn ich heute etwas nicht erledige,
wird sich die Welt morgen trotzdem weiter drehn.

Nimm das Leben nicht zu ernst...

Heute gehe ich in aller Ruhe, eine Sache nach der anderen an.

Im Zweifelsfall erledige ich das zuerst, was wichtig ist.

(aus dem Buch: Kraft zum Loslassen von Melody Beattie)

Dienstag, 24. August 2010

Vergesse nie Deine Träume!

Vor drei Jahren drückte mir eine Frau das Buch Der träumende Delphin in die Hand.
Damals las ich es, fand es ganz nett und vergaß es wieder.
Nun las ich das Buch nochmal (und es ist eins der netten kleinen Büchlein, die man immer wieder lesen kann).
Der kleine Delphin sieht nicht ein, dass es nur Fische fangen (also arbeiten) und schlafen soll.
Es muss doch mehr im Leben geben.
Also macht er sich auf die Suche nach der perfekten Welle.
Die weise Stimme des Meeres hilft ihm dabei:

Es kommt eine Zeit im Leben,
da bleibt einem nichts anderes übrig,
als seinen eigenen Weg zu gehen.
Eine Zeit, in der man die eigenen Träume verwirkliche muss.
Eine Zeit, in der man endlich für die eigenen Überzeugungen eintreten muss.

Gerade in der größten Verzweiflung
hast du die Chance,
dein wahres Selbst zu finden.
Genauso wie Träume lebendig werden,
wenn du am wenigsten damit rechnest,
wird es mit den Antworten auf jene Fragen sein,
die du nicht lösen kannst.
Folge deinem Instinkt wie einen Pfad der Weisheit
und laß Hoffnung deine Ängste vertreiben.





Passend dazu noch eine Geschichte gehört:
Ein Mann spielt hervorragend ein Instrument.
Er könnte locker in einem großen Orchester mitspielen, auf großen Bühnen viel Geld verdienen.
Doch er hört auf sich und spielt weiter als Straßenmusiker,
seine Freiheit, der unmittelbare Kontakt zum Publikum und seine Selbstbestimmung ist ihm wesentlich lieber...
als alles Geld der Welt.

Solche Menschen, die ihren Überzeugungen treu bleiben
finde ich ganz wunderbar! ;)

Montag, 23. August 2010

Lohnarbeit

Irgendwie ist das schon seltsam:

Oft genug höre ich die Jammerei über die verhasste Arbeit.
Wahrscheinlich traut sich keiner zu sagen:"Juchu freu ich mich morgen wieder auf meine Arbeit!"
Da wird man ja gleich schief angeschaut und als Streber eingestuft und abgehakt.

Hat man keine Arbeit, wird genau so gejammert.
Wahrscheinlich traut sich keiner zu sagen:" Boah endlich bin ich die Maloche los!"
Da wird man ja gleich schief angeschaut und als fauler Sack eingestuft und abgehakt.

Na was denn nun?

Es geht aber auch anders:
Mein Vater kann zu mir ehrlich sagen, dass er nach dem Urlaub/Krankheitsstand wieder froh ist, in die Arbeit zu gehn. Mit Kollegen ratschen, was zu tun zu haben, Struktur im Tag usw.

Und es gibt auch dieses hier:
http:
//www.diegluecklichenarbeitslosen.de/dieseite/seite/glueck.htm


Dann hab ich letztens einen Menschen kennengelernt, der seinen Job vor mir und vor sich selber runter spielte, nach dem Motto:"Naja nurn Job, nix weltbewegendes!"

Und genau in diese Falle tappte ich auch mal!
Es musste ein richtiger Job sein, gesellschaftlich hoch angesehn, meine Intelligenz und Kompetenz bestmöglich zeigen usw..blaaa
Es gab eine Zeit, da war ich sauglücklich als Teilzeitkraft an einer Tankstelle zu kassieren.
Und was lass ich mir einreden? "Na das kann man ja auch nicht ewig machen!"
"Nein," meinte daraufhin ein Freund, ewig nicht, aber so die nächsten 40 Jahre!" ;-)
Er hatte die richtige Einstellung, ich nicht und kündigte.

Ich bin in diese Falle unserer Zeit getappt: Höher, weiter, besser!
Was hat es mir gebracht? Zusammenbrüche noch und nöcher!

Immer wieder großes Thema derzeit:
Meinen Weg finden!
Ich will mich nicht mehr über einen Beruf profilieren und bestätigen!
Es gibt immerhin noch mehr Bereiche im Leben, wo dies möglich ist.
Ich komme sehr gut mit wenig Geld klar und trauere der 40Std. Arbeitswoche keinerlei nach.
Ich versandel nicht, weil mir Mr. Boss nicht meinen Tagesablauf vorschreibt, das kann ich schon selber, bin ja groß genug ;)

Ganz langsam, soweit es mir gut geht, werde ich wieder stundenweise anfangen mein eigenes Geld zu verdienen, wo und was wird sich zeigen.
Eins habe ich mir vorgenommen: Nicht mehr in die alte Falle zu tappen, nur damit ich protzen kann: Ej ich arbeite als Superwoman bei Firma Himmelblau.
ICH muss mit meiner Arbeit und mit meinem Leben zufrieden sein und wenn das etwas unkonventionell sein wird, dann werd ich mich von Blödquasslern da nicht mehr einschüchtern lassen.
Alles nur Schall und Rauch.

Ich entlasse hiermit das goldene Kalb der Lohnarbeit!

Sonntag, 22. August 2010

Das Lebens-Gleichgewicht

Eine Radiosendung gehört,
über eine Frau die vor 2 Jahren bei einem Unfall ihren Mann und ihre beiden Kinder verlor und daran nicht zerbrach.

Mein Thermometer zeigte 34 Grad auf dem Balkon und ich saß schlotternd vor Gänsehaut da.

Diese Frau ist unglaublich!
Ihre Ansichten, ihre Gedanken, ihre Einstellungen und ihre Arbeit als Klinikclown
zeugen von so einer Sanftmut, einer Zartheit, einer Langsamkeit und Stille in ihrem Leben, dass man es nach so einem schweren Schicksalsschlag kaum zu glauben wagt.

Und eins hat sie mir wieder verdeutlicht:

Jeder besitzt eine Waage mit zwei Schalen.
Die eine wird gefüllt mit all den Problemen, Schmerzen, Trauer, Wut...
in der anderen, ist Platz für lachen, Freude, buntes...

um die erste müssen wir uns nicht kümmern, die füllt sich regelmäßig von ganz allein,
aber bei der anderen Schale sind wir gefragt, darum müssen wir uns kümmern, damit sie nie leer wird.

Mögest auch Du Dich heute um die zweite Schale kümmern und sie reich füllen! :-)

Samstag, 21. August 2010

Allerlei, die dritte

Hallo, ich bin Regenfrau und Buchstabensüchtig.

Da stürm ich gestern die Bücherei und meine Lieblingsbibliothekarin lächelt mich freundlich an und meint:“Du wir haben heut zu!“ (Sie ließ die Tür für ne Kollegin offen).

Verdammte Hacke...ein Wochenende ohne Buch????

Nunja, dann soll es so sein ….


Danach ins Fitneßcenter gegangen, obwohl ich diese Studios nicht sonderlich mag.

Aber ich wollte es mir mal ansehen, weil ich was für den Winter suche zum austoben.

Ich find diese Aerobic-Drill-Instructor mit 3...2....1...und NOCHMAAAAAAAL so dämlich, dass ich sie schon wieder gut finde...verstehe wer mag ;)

Und da es ein reines Frauen-Fitneßstudio ist, kommt mir das doppelt gut gelegen, denn

alles was mit Körper zu tun hat ist derzeit bei mir so heikel, dass ich da Männer nicht mal in Hörweite ertrage.

Wer begrüßt mich für das Infogespräch?

Ein Mann.

No way.

Gut, das wars dann.


Dafür kam nun meine Therapieknete!

Tolle Erfindung!

Ab und zu ist bei mir die innerliche Anspannung so groß, dass ich dann was zum spielen für die Finger brauche. Igelball ect. War nie so ganz stimmig für mich.

Nun die Knete also:

Pappt nicht an den Fingern, trocknet nicht aus und gibt es in unterschiedlichen Stärken, von ganz weich bis extra hart.

Von www.afmedtech.de


Ach und ich hab Sehnsucht nach dem Inselmann....


Nun ein kleines Rätsel an Euch:

Das Haus in dem ich wohne,

hat zwei Stockwerke,

ich aber

schlaf im dritten.


Wie ist das möglich?

Freitag, 20. August 2010

Kitsch, Romantik oder doch die Hormone?

Ich hielt mich nie für sonderlich romantisch.
Und jeglichen Kitsch wies ich weit von mir.
Gelesen hab ich nur höchst intellektuelles und bloß keine Herz-Schmerz-Billigromane!!!

Im Kino saß ich staubtrocken da und sah mir "Titanic" an, während neben und um mich herum die Mädls nur so im Tränenmeer versanken,
wie vor uns JAAACCKK!!! im eiskalten Gewässer.

Irgendwann hat sich das wohl verändert.
Letztes Jahr erwischte ich mich dabei, wie ich staunend vor total schöner glitzernder Weihnachtsbeleuchtung stand und das super toll fand!
Dann heulte ich wie ein Schloßhund im Kino bei "Wie im Himmel".

Tja und gestern...
gestern kam mir so ne Trivialliteratur in die Hände,
ich las die 272 Seiten in fast einem Rutsch durch,
so ergriffen und gefesselt war ich,

und die letzten 50 Seiten,
sah ich kaum mehr die Buchstaben, vor lauter Wasser in den Augen,
um mich herum wuchsen die zerknüllten Tempos,
ich sank noch tiefer in meine Couch,
die Decke wanderte noch höher Richtung Kinn,
bis ich mich gnadenlos ergeben mußte und laut losheulte...
und fand mich richtig süß dabei.

So sehr hat mich diese Geschichte berührt :-)
Wer auch das Buch der großen Gefühle lesen will:
Lichter hinter dem Fluß
von K.C. Mc Kinnon

PS: Heut wetz ich in die Bücherei und guck ob von der Autorin noch mehr Bücher da sind.
Aber ppssst nicht weiter sagen ;-))

Donnerstag, 19. August 2010

Globetrotter

Ich bin kein Hotelurlauber.
Meine wenigen Nächte im Hotel beschränkten sich auf 1-4 Tage am Stück.
Ich mag keine fremden Leute schon am Frühstückstisch.
Und ich hasse es, wenn fremde Leute meine Bettwäsche anfassen, am besten noch mit den Händen mit denen sie davor noch das Bad in anderen Zimmern putzten. Mich gruselts da immer.
Ich mag nicht das Gestriegelte und die Steifheit von Hotels.

Ich zieh gern durch die Lande.
Ich mag lieber Aktivurlaub.
Zu Fuß und mit dem Bus erlebt man mit den Einheimischen viele interessante Begegnungen!
Das find ich spannender, als den allmorgendlichen Kampf um die Liegestühle am Pool.
Und ich brauch auch keine Kindergarten-Animation!

Ich würd gern mal wieder on tour gehen.
Mit Rucksack.
Mir fehlt aber derzeit der Mut dazu, das Geld und der passende Reisebegleiter.
Also schwelge ich in Erinnerungen, als ich vor 4 Jahren los zog, um eine neue Welt zu entdecken:
2 Wochen Frankreich
6 Wochen Spanien
1 Woche Österreich
alles hintereinander
alle paar Tage den Standort gewechselt
in einigen Projekten gegen Kost und Logi mitgeholfen
im Wohnwagen oder in der Ferienwohnung gehaust
das Leben fand draußen statt
bei Tieren, in der Natur, bei den Menschen
auf Straßen, in Städten und in kleinsten Dörfern
viel erlebt
anstrengend und schön!
Unvergesslich!

Oder die vielen Hüttentage in den Alpen,
mit einfacher Kost
Wasser aus der hauseigenen Quelle
lesen bei Kerzenschein
neben dem prasselnden Kaminfeuer dem Schneesturm zusehn
Plumpsklo ohne Heizung
Duft von frisch gehacktem Holz
Kühe als Nachbarn

näher an den Elementen dran,
da kann kein 5-Sterne-Hotel mithalten!

Wenn mich wieder die Sehnsucht packt,
greife ich zu Zeitschriften
und lese und erlebe in meiner Phantasie das "Draußen zuhause" sein mit.

Hier gibts tolle Reisebereichte:
http://www.4-seasons.de/magazin/
und hier:
http://www.norrmagazin.de/
(Skandinavien mein Traum!)
oder hier:
www.perrad.ch

Und ich weiß, irgendwann erfüllt sich meine größte Sehnsucht:
Mit dem Wohnwagen durch Dänemark und Schweden...
durch Wälder wandern
auf dem See paddeln
am Feuer sitzen
Tiere beobachten
Stille genießen
das einfache, ursprüngliche Leben genießen
ohne all dem KrimsKrams, der uns sooft in der industriellen Welt die Sinne und die Seele verstopft.

(Und bald hab ich hier in meiner Nähe endlich auch eine Globetrotter-Filiale, ich freu mich wie blöd da mal bummeln zu gehn!!
http://www.globetrotter.de/index.php

Mittwoch, 18. August 2010

Körperbild

Ob ich will oder nicht:
Ich falle auf.

Als Frau mit meinen 1,83m Körpergröße bei nur 63kg, tanze ich außerhalb der "Gesellschaftsnorm".
Es gab Zeiten, da kam ich damit überhaupt nicht klar, vor allem weil mir von außen signalisiert wurde: Du bist nicht ok.

Zum einen natürlich Schulkameraden, die mir Giraffe und Bohnenstange hinterher riefen.
Auf Klassenfotos durfte ich nie neben meiner besten Freundin stehn, sondern hinten bei den Jungs, die genauso groß waren wie ich. Das störte mich doppelt, weil ich damals ratzekurze Haare hatte und man mich eh dauernd für einen Jungen hielt.

Später waren es auch Erwachsene die da etwas abwertend was faselten von "du mit deinen langen Haxen"..."iß doch mal mehr!" ... "na bei Dir holt sich ja auch jeder Mann blaue Flecken"..." ach bei deinem Fliegengewicht musst du dich aber bei Sturm gut festhalten"...."und wie ist die Luft da oben so? "
und giftige Blicke voller Neid gesellen sich natürlich auch dazu.

Schwiegereltern - die es ja nur gut meinen--grrr-- laden einem trotz deutlichem NEIN nochmal den Teller voll, mit dem Kommentar: "Das verträgst du schon, dass mal was auf die Rippen kommt!"
Oder ganz heftig: Mich mit solch blöden Kommentaren behelligen UND mich kneifen. Teils auch von halb fremden Menschen.

Manchmal macht es mich auch schon total wütend, wenn ich ungeniert angestarrt werde, was nicht zu selten passiert!

Unglaublich, ich weise ja auch nicht übergwichtige Leute auf ihr Gewicht hin oder dass jemand ne schiefe Nase hat oder eine Brille trägt oder seine Haare verliert.

Manchmal hab ich das Gefühl, den meisten Menschen fehlt es gehörig an Anstand!
Oft musste ich mich vehement verteidigen, dass ich nicht magersüchtig bin. Inzwischen mache ich das nicht mehr, die Leute denken eh, was die wollen, wozu da noch mehr Kraft vergeuden.

Heutzutage wird doch eh schon viel zu viel auf diese Körperlichkeiten hingewiesen und dass man das so und so richten und verbessern kann.
Wer ist schon vollkommen zufrieden mit seinem Körper?

Es gibt Menschen, die da noch viel mehr darunter leiden:


Mir gefiel diese Doku sehr!
Gerade bei den Szenen mit dem Mann, saß ich nur nickend da. Was er sagt und denkt und fühlt verstehe ich bestens. Doch zum Glück ist es bei mir, nicht so schlimm!

Ich stehe immer mehr zu mir.
Nur noch selten gibt es diese Phasen, wo ich am liebsten unsichtbar wäre und in der Masse verschwinden möchte. Wenn diese Momente zu oft auftauchen, muntere ich mich hier wieder auf:
http://www.langes-forum.de/index.php

Aber es gibt ja auch die positive Seiten:
- ich behalt den Überblick *g*
- ich werde oft für älter/kompetenter gehalten, als ich bin, man traut mir mehr zu
- es gab eine Zeit, in der ich mich sehr gern zeigte und mit dem modeln viel Geld verdient habe und riesen Spaß dabei hatte!
- ich musste noch nie ne Diät machen und ich besitze gar keine Waage.(muss ja auch nicht jedes Problem mitmachen...hab schon genug andere)
- ich kann mit einem großen Schritt Pfützen überqueren
...

Auch immer wieder sehr erheiternd:
Ich steh von einer Bank/einem Stuhl auf. Mein Gegenüber/ Nachbar sieht mich von oben bis unten an, sein Blick bleibt unten kleben mit dem irritiertem Gesichtsausdruck „wie..KEINE Stöckelschuhe?“ langsamer Blick nach oben ..feststellender Gesichtsausdruck:“die ist WIRKLICH so gross!“

Ja und wie ist das mit der Liebe?
Ich hatte gleich große Partner, aber auch welche die etwas kleiner waren als ich.
Das sollte kein Entscheidungskriterium sein.
Jedoch wünsche ich mir langsam schon mal jemand, der größer ist als ich :-))

Es ist schön groß zu sein!!!
Und wenn mir wieder jemand so blöd kommt, dann denk ich mir einfach, dass der entweder neidisch ist oder sich bedroht fühlt oder einfach mal dumm daher labern muss. *schulterzuck*

Dienstag, 17. August 2010

Die goldene Mitte

Für mich ist die "goldene Mitte" in sämtlichen Lebensbereichen, manchmal soweit entfernt wie die Wüste Gobi.
Ich schwanke oft und viel zwischen zwei Extremen. Sehr anstrengend!

Als Zeichen, dass ich das nicht mehr so schnell vergesse, kaufte ich mir mal ein Pendel. (Bis ich dem Verkäufer damals klar machte, dass ich es NICHT zum Pendeln ect. brauche..dauerte etwas.)
Seitdem hängt mein "Andenken" bei mir im Fenster.
Jedoch bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass es weniger mit dem Willen zu tun hat.
Sondern, dass ES einfach passiert.

Manchmal kann ich noch ganz gut gegensteuern, wenn es zu heftig wird.
Heute gelingt mir das kaum:
Gestern nachmittag in einem Zustand absoluter Erschöpfung, ich konnt mich kaum aufrecht halten, ich war nur Matsch. Überlegte schon nicht zum Mädlsabend zu gehn, ging dann aber doch, einfach weil ich es sehr genieße dort zu sein. (In der Tat war es wieder ein absolut toller Abend, mit sehr tiefen Themen und auch brüllendem Gelächter!)

Heute das totale Gegenteil:
Hippelig und unruhig bis zum Anschlag. Wohin mit meiner Energie?
Draußen fegt ein heftiger Regensturm über die Lande, also mit abreagieren per Rad ist da nix.
In der Wohnung mich austoben? Neee is auch nich das wahre.
Das blöde in so einem Zustand: Ich hab eine unsägliche Gier nach Zigaretten und Kaffe, was mich natürlich noch mehr pusht!
Ein Teufelskreis.

Ich weiß, dass diese Überanspannung auch viel mit dem Thema Wut zu tun hat.
Ich fühle mich wie ein brodelnder Vulkan, ohne Möglichkeit auszubrechen (ohne dass ich mir oder anderen schade).
In mir steckt noch die Wut über die blöde Therapeutin. Wohin damit?
Ich bräuchte einen großen Raum, an der Wand eine Matte oder so einen Sandsack und dann mit nem Baseballschläger drauf haun. Das wär was!
Oder Holz hacken!
Mich so richtig körperlich abreagieren.

Ich weiß auch, dass diese "Übererregung" und das völlige erschöpft-sein mit dem früheren traumatischen Streß zusammen hängt.
Mein Nervensystem ist aus dem Gleichgewicht.
Nach einem Streßereignis (früher wars das Mammut das aufeinmal vor einem stand und dann galt nur noch: Kampf oder Flucht, heute kanns das plötzliche Auftauchen eines Autos vor einem, auf der Autobahn sein, während man selber mit 180km/h unterwegs ist) klingt bei einem gesunden Menschen dieser Schock relativ schnell ab.
Wenn aber keine Möglichkeit der Erholung/Sicherheit gegeben wurde, bleibt der Streßlevel konstant, es wird dauernd und zuviel Kortisol ausgeschüttet und man bleibt in Anspannung.

Bei der posttraumatischen Belastungsstörung wird dieser Aktivierung sehr leicht ausgelöst, durch Trigger (ein Geräusch, Geruch, bestimmter Blick, gefühlter Kontrollverlust, zuviel Enge usw...).
Dies nur ganz kurz erklärt, es gibt dazu reichlich Literatur, z.B.Der Körper erinnert sich
Vom Verstand her weiß ich das, aber wie damit umgehen?????
Das Verständnis für mich fehlt mir dazu und da kann ich mich schon mal erwischen, wie ich mir fast befehlend sage: Nu entspann dich doch mal!
Haha, klar, könnte ich das so auf Knopfdruck, ich würds liebend gern machen!

Vielleicht finde ich heut noch eine Lösung oder Antwort drauf....

Montag, 16. August 2010

Heute

Heute in der Tagesmeditation gelesen:

Heute erlaube ich mir,
Fehler zu machen.


Au backe, das is eins meiner größten Lernfelder...
Tiiief einatmen...
ausatmen...
puh...
schwer...

Aber ich probiers!
Am Freitag mit dem zuwenig Geld hats ja auch funktioniert und keiner hat mir den Kopf abgerissen.
Ich merke aber auch, es braucht noch viel mehr solch gute Erfahrungen mit Fehlern.

Wünsche Euch allen einen guten Wochenstart!

Sonntag, 15. August 2010

Hochsensibilität

Etwa 15-20% der Menschen besitzen diese Hochsensibilität.
Egal aus welcher Schicht, aus welchem Land, Mann oder Frau, jung oder alt...

Vermutlich ist sie schon angeboren.
Und auch bei den höheren Säugetieren vorhanden.
Diese Menschen kommen schneller aus ihrem Wohlfühlbereich und schneller in den unangenehmen Streßzustand.
z.B. empfinden die meisten Menschen eine Massage als angenehm.
Nach einer gewissen Zeit jedoch, kann es nerven, es kann unangenehm werden, ja bis zur Unerträglichkeit (3Std. Massage wirkt dann eher wie eine Folter). Diesen Zustand erreichen Hochsensible schneller als andere Menschen.

Als hochsensible Person nehme ich mehr Reize von innen und außen wahr.
Deswegen bin ich häufiger und schneller überstimuliert oder einfach überreizt.
Andere können das oft nicht verstehen und sagen dann schon mal flappsig:
„Ach da war doch gar nichts, nimm Dir nicht alles so zu Herzen, sei nicht so emfpindlich...“

und natürlich vor allem:“Stell dich nicht so an!“

Diese Aufforderung hat die tiefsten Wunden in mir gerissen.
Ich stelle mich nicht so an, ich bin halt so, ich fühle mehr und tiefer als so manch andere.
Das ist nicht besser oder schlechter sondern nur anders!

Jemand der auf Nüsse allergisch ist, dem sagt man ja auch nicht: „Nu krieg da mal nicht so rote Pickelchen...hab dich halt nicht so.“
Derjenige kann das auch nicht einfach so abstellen.
Er kann aber gut auf sich achten, indem er wenig oder nichts isst, wo Nüsse drin sind.

Als Kind war ich manchmal völlig überfordert: Den ganzen Vormittag in der Schule, ich musste dauernd aufmerksam sein, das Geschrei der Kinder aushalten, dann die Busfahrt nach Hause mit vielen visuellen Eindrücken, vielleicht war das Wetter noch heiß und ich war sehr hungrig und dann ist sehr schnell meine Belastungsgrenze erreicht.

Mein Vater tat damals genau das richtige: Er steckte mich ins Bett.
Und zwar nicht böse gemeint oder als Strafe, sondern weil ich meine Reizüberflutung am besten durch viel Schlaf minimiere.

Und ich brauche heute noch viel Schlaf, was oft mit den gesellschaftlichen Begebenheiten kollidiert.
Spätabends noch unterwegs sein, viele Leute, Lärm, das alles läßt mich noch mehr angespannter und gereizter werden, auf der anderen Seite steht der Wunsch nach Kontakt, nach Festen, nach einem Kinofilm und allein diese Widersprüchlichkeit ist schon wieder eine Stimuli und das kann dann schnell das Faß zum überlaufen bringen.

Inzwischen habe ich es gelernt, rechtzeitig meine Mitmenschen zu warnen, wenn es mir zuviel wird und sie mich einfach in Ruhe lassen sollen.

Was mich sehr anstrengt sind kleine Menschengruppen im Gespräch:
geht’s um das Thema Gesundheit, höre ich zu, reflektiere, überlege was ich dazu sagen könnte und wann (ich achte auf eine Gesprächslücke) doch ehe dieser Vorgang abgeschlossen ist, wird schon zum nächsten Thema gehüpft, nun geht’s um Politik, ich höre wieder zu...reflektiere...aber schon geht’s zum nächsten Thema. Das frustriert und deswegen bin ich da gerne still.
In 2er Gruppen mit Zeit für tiefere Gespräche, da blühe ich auf und beteilige mich aktiv.

Langsam lerne ich mich so annehmen, wie ich nun mal bin.
Dass ich viele Pausen im Lauf des Tages brauche.
Und auch, dass ich oft schon um 21 Uhr im Bett liege, weil ich einfach nicht mehr kann.

Ich hülle mich aber nicht in Watte, weil ich nichts aushalte, ich bilde mein Selbstmanagement besser aus, was ich tun kann, damit ich meine Grenzen sanft erweitere.
z.B. viel Wasser trinken, mich drauf vorbereiten wenn es ein längerer Tag mit ungewöhnlichen/neuen Orten/Abläufen wird, rechtzeitig mich zurück ziehen: Nicht erst wenn ich nicht mehr kann, sondern schon, wenn es unangenehm für mich wird.

Anerkennen,
dass ich eine Art Kleinkindkörper habe. Der Schmerzen, Druck, Hitze, Kälte, Lärm, schlechte Luft sehr schlecht aushält und der den Aufschub der Bedürfniserfüllung kaum erträgt (jetzt und sofort-wenn`s brennt)
Dass ich es liebe,wenige Gegenstände um mich herum sind (weniger visuelle Reize)
dass mir manchmal schon das reden zu anstrengend ist
dass es bei mir eine gaaanz kleine Mitte zwischen Langeweile und Überforderung gibt
dass ich Kopfschmerzen bekomme, wenn ich länger mit dem Handy telefoniere
dass mir ganz kleine Dosen von Medikamenten schon reichen
dass auch viele positive, schöne Sachen zur Überstimulierung führen können
dass es mich sehr nervös macht, wenn ich im beisein von anderen mich mit Objekten beschäftige oder etwas tun soll, in etwas worin ich eher schlecht bin.

Dass Hochsensibilität keine Krankheit ist, sondern einen Sinn in dieser Welt hat. Viele Künstler, Schriftsteller, Bibliothekare, Bildhauer, Forscher und Erfinder sind eher sensibel und introvertiert.


Es muss sie auch geben...diese stillen und leisen....

PS: Gestern mir was gutes gegönnt: Meinem Wunsch nachgegangen (früher schob ich das einfach weg, überhörte mich)
a) zu radeln
b) zu fotografieren
und c) Tiere besuchen.
So streichelte ich eine Horde Esel, redete mit ihnen und rupfte ihnen frisches Gras. Dafür standen sie mir 1a Model als ich meine Kamera zückte *grins-freu*.

Samstag, 14. August 2010

Allerlei die zweite:

CHIC:
Gestern einen modebewußten Mann gesehn,
der hatte sein Shirt in der absolut gleichen Farbe wie sein Schirm...hübsch ;)

DROLLIG:
Außerdem 2 Männer beobachtet (beide Mitte 40), die gekleidet in Bügelfalthosen und hübschen Hemden im Parkhaus mit ihren ferngesteuerten Autos spielten.
Danach fuhren sie in ihren noblen schwarzen Limousinen davon.
Achja das Kind im Manne :-)

PEINLICH:
Gestern auf einmal ohne Geld dagestanden. Schon Jahre nicht mehr passiert.
Vor lauter einkaufen war auf einmal der Geldbeutel leer und ich konnte der Dame in ihrem Stand nicht den vollen Betrag zahlen.
Sie fand das gar nicht so schlimm, meinte: "Das paßt schon, dann haben wir halt ein bißchen gehandelt!"
Gut, ich kauf öfter bei ihr ein und das war wirklich lieb von ihr.
Zuhause dann gemerkt, dass mir das keine Ruhe läßt und das Wochenende steht bevor und da will ich auch innerlich Ruhe haben.
Also nochmal losgezogen und ihr den Rest gebracht. Wir lachten und plauderten darauf hin nochmal total nett.
Früher undenkbar, da wär ich vor lauter Scham mindestens 5 Tage nicht mehr aus dem Haus gegangen.
Heute seh ich das gelassener: Pff passiert halt mal...Sache erledigt.

Freitag, 13. August 2010

Allerlei

COSMIC:
90% der Leute, denen ich was von Cosmic erzähle, schauen mich ungläubig an: Was ins das???
Ach Mensch, das ist DIE absolute Gute-Laune-Musik, ich krieg da oft Gänsehaut und wenn das bei mir zuhause mal läuft, spring ich rum wie ein Flummi und fühl mich einfach nur glücklich!

2007 fragte ich mich: Wie will ich Weihnachten feiern?
Und nicht immer die festen Bahnen des Mainstreams mitlaufen.
Es wure schnell klar: Cosmicparty! Mitten im Winter so eine Karibikmusik!
Es war das tollste, wunderbarste, lustigste, außergewöhnlichste, beste Weihnachtsfest, das ich je hatte!!! Ich tanzte bis 4 Uhr morgens :-)))))
(es war kein Besäufnis der Leute, die keine Freunde/Familiy ect. haben und zur Not in die Disco gehn--wie befürchtet--)

Hier ein kleiner Vorgeschmack:


Erkenntnis Nr.1:
FlipFlop in beige sind doof. Sehen nach wenigem tragen uralt, schmutzig und gammlig aus. Nunja.

Erkenntnis Nr.2:
Ich mag keine bauchfreien Tops mehr. Fühle mich darin unwohl. Naja bin ja auch keine 18 mehr :-)
Also alle aussortiert.

Erkenntnis Nr.3 UND Akzeptanz:
Dass ich nach einem Tag mit 3 Std. Arbeit und 2 längeren Telefongesprächen und kurzem Einkauf, erstmal einen Tag Erholung brauche. Ok, derzeit kann ich es mir auch so frei einteilen, dass ich nicht total schlapp mache.

FREUDE:
Mir 2 Oberteile gekauft und ein hübsches Halstuch.
Beim einscannen der Ware erschien auf dem Display: Bluse 4,99€
Ungläubig schaut mich die Kassierin an und ich sie: Auf dem Aushängeschild stand 15,99.
Kassiererin lacht mich an: "Oh na das is wohl reduziert".
Bitte gern doch :-) *hüpf*

TRAUM:
Immer wieder träum ich von Krokodilen.
Und da ist für mich klar, DAS will mir was sagen. Denn unter Alltagsverarbeitung kann ich es nicht abhaken *g*.
Immer war es so, dass es mich aus dem Hinterhalt angriff oder einfach erschreckte.
Diesmal lag es tot im Gebüsch.
Ein Fortschritt!
Denn das Krokodil steht auch für das Unterbewußtsein und das einem das im Lauf des Tages quer schießen kann.
Genau damit hab ich mich aber gestern auseinander gesetzt, bei der Vorbereitung auf das Therapiegespräch am Montag (was nicht lustig wird, weil ich da echt was klären muss und davor hatte ich angst) nun hab ich aber alles gut für mich geregelt und kann nicht mehr aus dem Hinterhalt von meinen Gefühlen überfallen, überschwemmt und angegriffen werden!
Genial! ;)

FREUDE Nr.2:
Dauerregen!!!!! *lach*
Da werd ich noch fluchs einkaufen und es mir dann in meiner Höhle gemütlich machen,
mit Salzlampe, Kerzen, Tee, Literatur, lecker kochen, vielleicht telefonieren und noch einige Mails beantworten.
Heißgeliebte Gammelzeit ;)

Donnerstag, 12. August 2010

Ziele

Ich tu mich ja schwer mit meinen Lebenszielen.

Von mir festgesetzte Ziele gab es so gut wie noch nie in meinem Leben.
(nachdem mein erstes richtiges Ziel:der Wunsch auf die Realschule zu wechseln, von meiner Mutter eiskalt abgeblockt wurde, gewann ich die Überzeugung: andere wissen besser was für mich gut ist).

Ich ließ mich treiben, schwamm mal hier hin mal dort hin.
Sagte immer: irgendwann will ich das mal sehn, das mal machen, das mal kaufen.
Es kommt aber keiner vorbei, der mich am Handgelenk packt und sagt: So liebe Regenfrau, nun machen wir mal nen Plan wie du das Ziel erreichen kannst.
Nene da musste ich schon selber ran:

Faßte ich dann doch mal irgendwelche Ziele oder Vorhaben ins Auge, waren diese viel zu groß, unrealistisch oder sonstwie unerreichbar.

Aber so schnell geb ich nicht auf.

Diesmal nahm ich winzig kleine, völlig unbedeutende Sachen, die ich erreichen wollte.
Zum Beispiel: In einer Sommersaison mit dem Fahrrad 500 km zu schaffen.
Tja was soll ich sagen...da es eher ein „Hobbyziel“ war und nicht ein „wie will ich für den Rest meines Lebens leben?“ ging es wunderbar leicht, zwanglos und voller Spaß.
Inzwischen habe ich schon über 700 km auf meinem Radltacho und gewann dadurch natürlich einiges an Selbstvertrauen „ich schaffe etwas“ und Selbstwertgefühl „das haste klasse gemacht, ich bin stolz auf mich“.

Und so lerne ich nun immer mehr mir Pläne zu machen, Teilziele einbauen und dann in kleinen Schritten das umsetzen.
Mein Leben wird für mich klarer! Das fühlt sich sehr gut an ;-)

Fazit: Mit einem Ziel vor Augen, lebt es sich besser, weil die Energie in zielgerichtete Bahnen gelenkt wird und sich nicht mehr so verstreuen kann!

Mittwoch, 11. August 2010

Träume

Manchmal weiß ich meine Träume nicht mehr, dann denke ich mir: Auch ok, dann soll es so sein.

Manchmal weiß ich meine Träume noch am Morgen, ordne sie aber unter „Alltagssituationen“ ein, also Sachen die ich sah, hörte, erlebte und sie im Traum bearbeitete.
Denen schenke ich kaum Beachtung.

Manchmal weiß ich meine Träume und sie beschäftigen mich sehr, ich fühle noch den ganzen Tag diesen Traum und weiß: Meine Seele will mir damit etwas sagen.
Die werden auch aufgeschrieben und meine freie Assoziation dazu auch.
Manchmal verstehe ich den „Wink mit dem Zaunpfahl“, manchmal bin ich einfach ratlos und verwirrt, weil ich nicht dahinter komme, warum und wieso und was...

Manchmal kann ich das sogenannte „luzide träumen“, sprich: Mir ist im Traum bewußt, dass ich jetzt träume. Sehr praktisch bei Alpträumen. So habe ich es schon öfters geschafft mir im Traum zu sagen: Du träumst jetzt, im Traum ist alles möglich: Also atmete ich unter Wasser, flog von einem Berg herunter, nachdem der Wanderweg immer enger und schmäler wurde und machte mich in Schreckenssituationen einfach unsichtbar oder weckte mich selber auf.
Ganz toll, ehrlich!
Am einfachsten kann man das einüben, indem man sich mehrmals täglich ganz bewußt sagt (oder denkt): JETZT bin ich wach.

Letztens träumte ich etwas, was mir sehr nach hing und was mich auch sehr berührte:
Es gab einen Stapel an recht kleinen Käfigen. In einen wollte ich eine schwarze Katze einsperren, das ließ sie natürlich nicht zu und wenn sie mal fast drin wäre, entwischt sie mir immer wieder....
Ich sehe das als einen Teil von mir: Welchen davon will ich einsperren? In feste Bahnen zwängen? Was will ich nicht (wahrhaben?)...was es genau ist, weiß ich noch nicht.

Was sich auch immer wiederholt ist folgender Traum:

Hauptperson: Mein absoluter Schulschwarm aus vergangenen Zeiten (der real natürlich damals nie was von mir wissen wollte) der nun absolut zu mir steht, mir hilft, mich ganz sanft ansieht und mich wirklich liebt. Also nicht diese Schwärmerei oder aus Einsamkeitsgefühlen geleitete „Liebe“ oder aus narzisstischen Bedürfnissen einer oder beider Personen...sondern wahre Liebe...so wie ich sie wahrscheinlich noch nie erlebt habe. Und dieses Gefühl ist unbeschreiblich...am ehesten trifft es: Wärme und Ruhe...
nach solchen Träumen sind meine hellichten Tage natürlich wunderbar, problemlos und selig grinsend!! :)

Träume sind was tolles :-)

Dienstag, 10. August 2010

Gestern

Also gestern war wirklich Alarmstufe rot angesagt...
schon lange nicht mehr gehabt, dass ich so im Gefühlschaos stecke und mir nicht anders zu helfen weiß, als mich auszuklinken...leider eher ungesund.
das geht so schnell, da kann ich nicht mehr zum Telefonhörer greifen, da hilft keine Musik, kein schreiben, kein Coldpack oder ein sonstiger "Skill",
nur irgend eine selbstzerstörerische Aktion ;-(

Abends hatte ich mich dann soweit wieder berappelt, dass ich es zum Mädelsabend schaffte
und das war richtig richtig gut.
Geplaudert, gelacht, verstanden werden, den Kopf gerade gerückt bekommen (ganz sanft und lieb),
mir die Realität zeigen und Sachen sagen, die ich so gern verdränge, wenns mir scheiße geht.

Erkennend, dass ich das schon alles richtig mache.
Akzeptierend, dass es Ameisenschritte sind. Aber immerhin nach vorwärts!
Genießend, die tolle Abenddämmerung mit der herrlich würzigen Luft!
Bestaunend, das tolle Ambiente, was wir gestern hatten (ganz tolle Deko!)
Durchatmend, wieder die Ruhe in mir spürend.
Der Sturm legte sich wieder...

Vor wenigen Monaten juckte es mich ja schon wieder in den Fingern:
Ich muss umziehen!
Ein altes (Flucht-)Verhalten von mir.
Und dann sagte ich mir selber: Jetzt bleib doch mal auf deinem Arsch hocken und schau was passiert, nur mal so aus Neugierde (diese spielerische Sicht, machte es mir leichter), dann kannst du immer noch umziehen.

Und ganz zaghaft zeigt sich immer mehr:
Es fühlt sich gut an, es ist in Ordnung im Dorf von Leuten "gesehen und erkannt" werden.
Zaghafte Bindungen eingehen...auch mal oberflächliche Bekanntschaften..ein plaudern auf der Straße, ein ungeplantes Treffen im Laden...

Erkennend, dass alles Zeit zum wachsen braucht...

Montag, 9. August 2010

Kein Ort. Nirgends

...total gefrustet von der Therapie gekommen...die gute Frau bleibt auf der Verstandesebene und das hilft mir genau so viel, wie wenn ich mir den Fuß gebrochen habe und der Arm gegipst wird....
dieses *nicht-verstanden werden* bringt mich echt zum.....
lange genug erlebt...
bin ich so schräg und so anders?

Nein, ich vermute eher, dass diese Frau selber zuviel Angst vor Gefühlen...vor der tiefe der Seele hat...die verdient locker ihr Geld, wenn sie da sitzt, zu hört und ab und zu bissl "gscheid" daher redet...diese Frau ist in Gedanken schon ihrer Rente und da gehört sie auch hin..mich wird sie nicht mehr lange sehn...

Doch zum Glück lassen sich immer mal wieder Sachen finden, in denen ich mich wieder erkenne,
die meine Sprache sprechen...
das sind dann wie kleine schillernde Perlen...
zum Beispiel das hier:

von der Seite: http://www.rpi-loccum.de/wettbewerbe/jugend/beitr/leben.html

Sein "Hang zum Absoluten"[1, S.17] zeugt von dem tiefgreifenden Bedürfnis nach einem sicheren Fundament für sein Denken und Handeln.
In seinem Brief an Ulrike offenbart er seine Ungewissheit: "Gern will ich immer tun, was recht ist, aber was soll man tun, wenn man dies nicht weiß?"[2b) S.156].
Als er durch die Konfrontation mit der Kantischen Philosophie erkennen muss, "daß hienieden keine Wahrheit zu finden ist" [2a) S.509], begibt er sich auf die Suche nach einem neuen Ziel, dem sein Geist "froh-beschäftigt, von neuem entgegenschreiten könnte" [2a) S.512], und versucht sich in der Übergangsphase bestmöglich zu betäuben.

"Wenn ich ewig in diesem rätselhaften Zustand bleiben müßte, mit einem innerlich heftigen Trieb zur Tätigkeit, und doch ohne Ziel – (...) dann wäre ich ewig unglücklich...", [2a) S.518]

(...)muss Kleist sich eingestehen. Er glaubt in seinem Lebensplan auf dem Lande, ein neues Ziel gefunden zu haben, nämlich als Bauer und Dichter zu leben. Das Verlangen nach Halt und Ordnung spiegelt sich in den von ihm aufgestellten Lebensplänen, als Richtlinien, Prinzipien seiner Lebensführung wider, die er jedoch sämtlich, in seinem inneren Zwiespalt, seiner Ungewißheit, auch wieder verwirft. Verfolgt man die Stationen seines Lebens, lässt sich eine gewisse Struktur beobachten:

"Lebensplan, Versuch der Verwirklichung, Scheitern, Krise, neuer Lebensplan, neuer Versuch etc. Diese Sequenz mit vier Stationen hat Kleist in seinem Leben mehrfach durchgemacht, bis die letzte mit seinem Tod endete." [3, (Hans Dieter Zimmermann) S.94]

Heinrich von Kleist leidet darunter, die Dinge, die ihn in seinem Innersten bewegen, nicht zur Sprache bringen zu können, in Abhängigkeit von gesellschaftlichen Normen und Zwängen, sich in seinem Drang nach Freiheit und Entfaltung beschnitten zu sehen.

Die Diskrepanz zwischen seinen individuellen Empfindungen einerseits und den gesellschaftlichen Zwängen andererseits, formt die Basis seines Schicksals.

In erster Linie bleibt sein Konflikt jedoch ein innerer: der Widerspruch zwischen Anpassung und Selbstverwirklichung

Sonntag, 8. August 2010

Ernährung

Viele sehen mich und sagen ganz neidisch:
"Ach schön, du kannst essen was du willst und nimmst nicht zu."
Stimmt und stimmt nicht.
Denn es geht nicht nur ums Gewicht, sondern um die allgemeine Gesundheit des Körpers.

Mir gefällt die Ernährungsempfehlung von Dr.Bruker
kurz zusammen gefaßt:
Viel rohes Obst und Gemüse,
kein Zucker und Weißmehl
qualitativ hochwertige Öle und Fette
den größten Teil der Nahrung möglichst unverarbeitet zu sich nehmen.

Ich war noch nie Fan von Fertignahrung, Fast-Food, Dosen, Päckchen..ect.
Du bist, was du ißt. Stimmt nun mal.
Nur ist es für mich oft schwer bei der natürlichen Nahrung zu bleiben, denn man fällt dann doch oft in die Schublade was so angeboten wird...was *man* zu essen hat und natürlich die liebe Werbung.

6 Wochen lang ernährte ich mich in einer Klinik mal nach Dr.Bruker.
3 Dinge fielen mir auf:

1. Total erschreckend wie zuckersüchtig ich bin. Ich stürzte mich auf jeden Nachtisch und wurde jedesmal enttäuscht: Nix mit Zucker. Ahhh es gibt Ketchup...*bergeweise auf meinen Teller löffel*: Nix Zucker...Nach 4 Wochen ging ich ins Dorf und holte mir Süßigkeiten, ich hielt es nicht mehr aus! Außerdem rührte ich Honig (den es gab) in den Kaffe...jaja in der Not frißt der Teufel Fliegen...

2. absolut reine Haut! Das war wunderschön, hab ich doch immer wieder Pustelchen, dunkle Flecken, Pickel..usw

3. kein PMS. Absolut schmerzfreien, schwachen "Monatsbesuch". Kein ziehen, kein drücken, keine üble Laune, kein Putzfimmel....

Ich will wieder mehr drauf achten:
- Morgens den Frischkornbrei (etwas gewöhnungsbedürftig aber recht lecker, vor allem weil im ganzen Getreidekorn-möglichst kein Weizen- sämtliche Nährstoffe sind, die wir brauchen. Und das auch nicht durch langes backen, bei hohen Temperaturen kaputt geht.)
eine Zeit lang kein Brot und kein Gebäck
- Obst-und Gemüse vom Biomarkt (das Geld lohnt sich einfach und es schmeckt noch wirklich nach dem was es sein soll und nicht nach Wasser!)
- wenn Süßigkeiten, dann Schokolade mit hohem Kakaoanteil.
- weniger Kaffe und Säfte, mehr Mineralwasser
- puren Joghurt mit frischen Früchten
- Frischmilch
...

Guten Appetit ;-)

Samstag, 7. August 2010

Unsichtbar krank

Leuten die mich weniger kennen, erzähle ich natürlich nicht alles.

Und so hört sich mein Tagesablauf schon mal traumhaft an:

Dass ich nach dem Frühstück an den See fuhr, danach mein Mittagessen kochte und dann lesend auf dem Balkon den Abend verbrachte.

Da höre ich dann schon mal ein neidisches: Boah DU hast ein Leben!

Bitte sehr, wir können gerne tauschen:

Dann gehst du schon mal mit Panik aus dem Haus. Ohne besonderen Grund, du hast diese riesen Angst einfach.

Du fühlst dich immer etwas unsicher und nervös.

Du siehst die Sonne, schwimmst im Wasser, liegst im Gras und all das berührt dich nicht. Es ist dir schlicht egal.

Der kurze Einkauf wird fast zum Horrortrip, weil dir alles zu eng wird, der Schweiß rinnt dir runter und du betest nur, dass niemand vor dir an der Kasse steht.

Du hast das Gefühl, dass jeder um Dich herum ein tolles Leben führt, nur Du bist der absolute Versager..

Das Essen musst du so einplanen, wie es das wenige Geld zu lässt. Extrawünsche werden nur ganz selten erfüllt.

Du schaust in den Briefkasten und ziehst eine Rechnung heraus, deren Betrag dir schier die Luft abdrückt und du dich ganz verzweifelt fragst, wie du die bitte bezahlen sollst.

Nach dem kochen und essen fällst du wie tot ins Bett, es ist erst 14 Uhr, aber du fühlst dich als hättest du 10 Stunden auf dem Bau Steine geschleppt.

Du liest eigentlich nur, damit dir die Öde und Langeweile nicht so bewußt wird. Das Telefon hat schon lange nicht mehr geklingelt und immer willst du auch nicht die anderen anrufen. Du fragst dich warum das so ist, du bist doch eine hübsche und nette Person.

Und wieso hast du keine Arbeit? Du bist doch noch so jung...

Wenn du abends dein Medikament vergisst, freue dich wie blöd auf die nie enden wollenden Alpträume.

Fühle diese ganze Verzweiflung, die Geldsorgen, die Depression, die Erschöpfung, die Angst und Panik.

Und ich frage nochmal: Wollen wir tauschen?

Freitag, 6. August 2010

Frei-Regen-Tag

Der Regensturm wütet draußen,
umso ruhiger werde ich...in mir...
ich schlafe...ich döse...höre keine Musik, kein Radio, das Telefon ist auf *stumm* geschalten...

ich atme...ich rauche...
es war wie ein Zwang..es ist passiert...ich schimpfe deswegen nicht mehr mit mir...ich muss mich nicht abwerten...so wie mich früher andere behandelt haben, so will ich mit mir selbst nicht mehr umgehen...
andere kämpfen mit ihrem Körpergewicht...ich mit meiner Nikotinsucht...
und ich gebe noch lange nicht auf....

heute habe ich keinen Termin,
außer einem Date mit mir selbst...
in mich hören, mir selbst lauschen...
mich fühlen und wahrnehmen...
Gedanken aufschreibend und malend...
für manche Sachen sind Worte so unzureichend....
und deswegen gab uns der liebe Gott die Kunst....

ich lese Endlich frei von Josef Giger-Bütler:
Die Kraft reicht nicht mehr zum Sichaufraffen und um sich in gewohnten Gleisen zu bewegen.
Der Kopf will vielfach noch, lehnt sich auf, aber der Körper reagiert nicht mehr....wenn die Überforderung zu nachhaltig und die physische und psychische Belastung zu groß wird, dann greift irgendwann einmal die Erholung nicht mehr...
die Müdigkeit ist immer existenziell und lebensbedrohlich. Sie ist so sehr verknüpft mit dem Gefühl vom Abgrund, vom Ende und irgendwann einmal so klar mit der Einsicht verbunden "jetzt kann ich nicht mehr, jetzt geht nichts mehr"....


Dieses Depressionsbuch spricht mir so sehr aus der Seele, es beruhigt mich in vollem Umfang und erinnert mich immer wieder, wie der Ausstieg zu schaffen ist.

Dazwischen lese ich: Fluchtstücke:
http://www.amazon.de/Fluchtst%C3%BCcke-Anne-Michaels/dp/3833300426/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1281085324&sr=8-1
wunderbar geschrieben, poetisch, blumig ohne kitschig zu werden
und das bei einem harten eisigen Thema: Ein Judenkind verliert im 2.Weltkrieg (im Sinne der "Säuberung") seine Familie, lebt im Wald und wird von einem alleinstehenden, leicht verschrobenen Geologen aufgenommen.

Diese Beziehung zwischen den beiden! Die Landschaftsbeschreibung. Die Gefühle und Gedanken von diesem Jungen....
fabelhaft!

Ich hol mir noch einen Schokokeks,
lasse das Geschirr stehen
und genieße mein Allein-sein, meine Ruhe, meinen wachsenden Frieden in mir....

Wünsche Euch allen ein erfülltes Wochenende!

Donnerstag, 5. August 2010

Erkenntnis am Morgen...

Tja da musste ich mir heut schon in aller frühe eingestehen,
dass ich es nicht aushalten kann, wenn es mir

a) gut geht
und
b) es kein Drama in meinem Leben gibt!

Irgendwie hab ich dann das Gefühl, dass ich nicht genüge, zuwenig mache, das Leben verpasse, ich langweilig bin.
Also schaffe ich mir ganz schnell Adrenalinkicks.
Irgendein Flirt, umziehen, neuer Job, Schulden machen...
ich verfalle regelrecht in Aktionismus, finde irgendwelche Projekte, plane Unmengen an Zeugs....

Nur sind inzwischen meine Nerven schon so aufgerieben, dass ich diese Adrenalinschübe kaum mehr ertrage.

Mir wurde auch (mal wieder) klar, dass schnelle Lösungen meistens nicht die besten sind. So in der Art: Wenn ich erst da und da wohne, mit dem und dem Job (das alles natürlich im Hauruckverfahren), dann gehts mir gut.

Ja, ich Träumerle.

Nur für heute werde ich mal fühlen, wie es denn so ist, diese Ruhe um mich herum,
ohne Umzugspläne
ohne Ausbildungspläne,
ohne neue Schulden zu machen,
ohne nen Kerl der 500km weit weg wohnt,
ohne Angstzustände,

dafür mich wachsendem sozialen Netz um mich herum
Entspannung im Körper
das Hier und Jetzt genießend
und das alles gut so ist,
wie es nun ist.

Puuuuuuuuuuuuuhhhhhhhhhhhhhh............

Mittwoch, 4. August 2010

Beziehung zu sich Selbst...




Wenn ich heute allein bin,
mache ich mir bewußt, dass ich in guter Gesellschaft bin.

Wenn ich nicht länger erwarte, dass alle meine Bedürfnisse von anderen erfüllt werden, tun sich mir neue und aufregende Wege auf, die Freundschaft mit mir selbst zu genießen.

Wenn ich doch einmal einsam bin, bekomme ich Trost und Unterstützung von einer Höheren Macht, die mich nie verläßt.

Heute will ich einige Zeit damit verbringen, die innigste menschliche Beziehung, die ich je haben werde, zu erforschen - die Beziehung zu mir selbst.

(aus dem Buch: Mut zur Veränderung, AlAnon für Angehöroge und Freunde von Alkoholikern)

"Was für eine schöne Überraschung ist es, wenn man entdeckt, dass Alleinsein nicht Einsamsein bedeuten muss."! Ellen Burstyn

Dienstag, 3. August 2010

Innere Anteile




Es gibt immer wieder eine Zeit, in der geht es mir gut:
Ich fühl mich authentisch, bin fit und fröhlich, meine Sozialphobie ist so minimal, dass sie quasi nicht mehr vorhanden ist, ernähre mich regelmäßig und gesund, schlafe tief und fest...
und dann plane ich mein Leben...ein normales Leben...mit Job, na erstmal noch einer Ausbildung, male mir aus, wie es ist einen Partner an meiner Seite zu haben, wie ich Freunde treffe und so ohne große Sorgen und Probleme mein Leben lebe...

doch dann knallt mir meine Seele volle Kanne gegen das Schienbein.
Klingt fies, aber im Grunde bin ich dankbar, denn so werde ich auch geschützt...z.B. vor weiterer Selbstverleugnung oder Überforderung.
Dann kommt der andere Teil in mir hoch, in dem es mir sehr schlecht geht:
Keinen Appetit, total müde aber nicht schlafen können, Hoffnungslosigkeit, Trauer, Kopfweh, unruhig, ängstlich...
und keiner kann sich vorstellen, dass ich doch gestern noch die quirlige, anpackende, lustige junge Frau war!
(was mein Umfeld natürlich auch verunsichert und ängstigt)

Wieviel Spaltung im ICH ist normal und ab wann ist es krankhaft?
Jeder hat ja verschiedene Anteile in sich und meist harmonieren die auch miteinander gut.
Ich hab das Gefühl bei mir übernimmt ein Anteil sehr stark die Führung und die anderen können nichts dazu sagen, der führende ist so mächtig, dass z.B. das Erwachsene-Ich nicht einlenken kann:("nein du sagst jetzt dem Polizisten nicht, dass er ein Volltrottel ist...)alles schon gehabt.

Auslöser waren gestern aufwühlende Gespräche und das sehr spät abends.
Nicht gut für mich, denn so scheinbar harmlose Sachen können mich komplett umwerfen.
Streßtoleranz gleich null.

Dann im Bett gelegen und mich gefragt:
Was will ich im Leben?
Und wieder die erschütternde Erkenntnis: Das wechselt so oft und so schnell, dass da keiner mit kommt,
ich am allerwenigsten und das frustriert.
Da ist ein Sack Flöhe hüten oder 10 Kinder zum einschlafen bringen wesentlich einfacher!

Ich weiß, dass ich keine feste Identität habe, dass für mich Werte und Einstellungen wechseln können, wie das Wetter...

denn in der Zeit, als sich so etwas herausbildet, eben in der Jugendzeit,
hatte ich handfeste andere Probleme.
Läßt sich so etwas nachholen?

Ich durfte eine kurze aber intensive Zeit die Ego-State-Therapie machen,
die mir sehr half
und sehr gut tat.
Warum mache ich das nicht mehr? Weil ich auch einen Teil in mir habe, der sich gerne selbst schädigt und nichts gutes für sich ertragen kann.

Montag, 2. August 2010

Heute


Heute will ich meine Geistesgaben nutzen. Ich werde selbstständig denken,

meine eigenen Entscheidungen treffen und meine Meinung achten.

Ich werde offen sein für das, was andere denken, aber ich werde Verantwortung

für mich selbst übernehmen.

Ich bitte um göttliche Eingebung und vertraue darauf, dass ich durch göttliche Weisheit geleitet werde.


(aus dem Buch: Kraft zum Loslassen von Melody Beattie)
In diesem Buch, gibt es zu jedem Tag eine Geschichte und dann einen Leitsatz (oder Spruch). Einige dieser Sprüche gefielen mir und waren oft sehr passend und halfen mir auch sehr, was aber nicht heißt, dass das genau auf den heutigen Tag zutrifft.
Ich habe einfach mal ein paar rausgesucht. Und möchte diese mit Euch teilen...

Ich wünsche Euch einen Tag voller L*I*E*B*E



Sonntag, 1. August 2010

Heute




Heute werde ich die Dinge akzeptieren.

Ich lege mein Bedürfnis ab, mich gegen mich und meine Umgebung zur Wehr zu setzen.

Ich ergebe mich.

Ich will Zufriedenheit und Dankbarkeit zeigen.

Ich mache Fortschritte, indem ich freudig akzeptiere, dort zu sein, wo ich heute bin.

(aus dem Buch: Kraft zum Loslassen von Melody Beattie)