Sonntag, 11. Juli 2010

Rauchfrei leben

Als allererstes eine Frage:
Sind hier ehemalige Raucher?

Ich wäre gern Nichtraucher....ehrlich.
Seit 16 Jahren rauche ich, mal mehr mal weniger.
In den letzten Jahren störte es mich immer mehr und meine unzähligen Versuche, endlich das rauchen sein zu lassen, begannen.

Als ich in meine erste eigene Wohnung zog, schwörte ich mir, in dieser nicht zu rauchen. Da ich es schon immer unangenehm fand. Zuhause, später als ich bei meinem Freund wohnte und in der WG, überall wurde gequalmt.
Nach einem Tag in der neuen hübschen Wohnung ließ ich meinen Vorsatz fallen und qualmte in diesem Miniappartment, in dem ich auch schlief---widerlich!

2x schaffte ich es länger nicht zu rauchen, nämlich jeweils 8 Wochen.
Das scheint ein besonderer Zeitraum zu sein...2 Monate.
Diese insgesamt 16 Wochen waren zwar hart, aber auch klasse:
Die freie Atmung! Der gute Schlaf! Der freie Kopf! Der gute Geschmack im Mund! Der feine Geruchssinn der sich wieder bildete! Die gute Kondition! Das gesparte Geld! Die warmen Hände und Füße! Der bessere Geschmackssinn! Super!!!! :-)

Jedenfalls nach der 2. längeren rauchfreien Pause, als ich wieder weiter paffte, war mir klar:
Ab sofort nie wieder in der Bude!
Keine schlechte Luft mehr, keine verrauchten Klamotten, keine gelben Wände.
Dieses mal schaffte ich es. 8 Jahre nach meinem 1. Entschluß die Wohnung rauchfrei zu halten.
Naja lieber spät als nie :-)
Bis heute rauche ich nur auf dem Balkon. Und finde das gar nicht schlimm. Im Gegenteil!

Mit 13 Jahren hielt ich noch ein schauerliches Referat in der Schule über die Schädlichkeit des Rauchens.
Meine Mutter und mein Stiefvater sind starke Kettenraucher, einfach gräßlich.
Ein Jahr später stand ich selber mit einer Freundin im Gebüsch und paffte heimlich die ersten Kippen.

Wissenschaftler sagen: Vom Nikotin loszukommen, ist genauso hart wie vom Heroin die Hände zu lassen.
Nunja ich nahm noch nie illegale Drogen, aber dass es hart ist, das weiß ich.
Nur am Willen allein liegt es nicht.

Es ist eine schwere Sucht und ganz und gar nix harmloses.

Ich begrüße auch das neue Gesetz hier in Bayern.
Als ich mal längere Zeit in Spanien war, musste ich damit auch klar kommen. Dort ist es schon lange verboten in öffentlichen Gebäuden zu rauchen, auch in jeder Gastronomie. Und es gibt da viele Cafes, Bars, Restaurants usw.

Red Smoke from Rolf Lang on Vimeo.



Die Verdeutlichung der Aussage finde ich gut umgesetzt in dem Video.
Jedoch finde ich das Mittel *Alkohol* dazu nicht geeignet.
Als Kind von Alkoholikern kann ich sagen: Die Auswirkungen sind ebenso schädlich, wenn auch nicht auf den ersten Blick erkennbar. Aber sehr tiefgreifend.

Ich wünsche mir ein rauchfreies Leben.

Kommentare:

  1. Ja ich hab vor ca 4 Monaten also genau an meinem 22. Geburtstag nach 6 Jahren aufgehört zu rauchen.
    Von heut auf morgen!!!

    Aber dieses Jahr war für mich sowieso ein Jahr der großen Veränderungen. Ich ess seit Januar oder kein Fleisch/Fisch/etc. mehr und auch nur noch kaum Milchprodukte...ich habe angefangen zu Meditieren, und beschäftige mich seit Anfang diesen Jahres viel mit Spiritualität..und da war dann halt ein Grund da...warum ich mit dem Rauchen aufhören will....ich wünsche dir, das du auch solch eine Hebelwirkung...(denn nix anderes braucht man meiner Erfahrung nach dazu)..findest um das Rauchen aufgeben zu können....ich hab mal einen Tipp für dich der mir auch sehr geholfen hat: Siehe das Rauchen nicht länger als eine Sucht an...denn sonst ist es tatsächlich eine Sucht...sondern betrachte es vielmehr als Gewohnheit...Gewohnheiten sind leichter abzulegen als Süchte!!! Ganz liebe Grüße Daniel

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  2. Bin jetzt 13 Jahre rauchfrei - am 1. November.

    Aufgehört hab ich in einer Stresszeit - November und Dezember war bei uns immer die Hölle los - und anfangs war es dann so, dass die Raucher ihre Pause machten und da ich ja nicht mehr rauchte, könnte ich ja weiterarbeiten.

    Das war der Punkt wo ich sagte: Nein! Immer wenn mir nach einer Zigarette war und ich sonst halt geraucht hätte, hab ich mir eine Tasse Kakao gemacht und diesen getrunken - oder mir etwas anderes "gegönnt".

    Und durch den Stress - irgendwie klappte es. Nach einem Jahr dann hat mir ein Freund eine Zigarette kurz zum Halten in die Hand gegeben, weil er schnell was holen wollte.

    Ich rauchte sie innerhalb von Sekunden - mit extremer Gier. Danach war ich drei Tage krank. Ich glaube das war dann das endgültige "aus". Seitdem gab es nicht mehr ständig das Gefühl des "hätt ich gern" - wichtig war - dass ich keine Zigaretten fand, mir keiner eine gab (auch auf Bitten hin nicht) und dass ich das Geld extra sammelte (und jemand hatte der da mit drauf achtete) - wenn ich also Zigaretten hätte kaufen wollen, wäre das schwierig gewesen, weil das Geld dafür zusätzlich ja in der Kasse sein musste - es wurde also doppelt so teuer sozusagen - irgendwann ging das auch nicht mehr.

    Ich drück dir die Daumen.

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  3. Ui danke für Eure Erzählungen!
    @ Daniel ..hm aber Gewohnheit kann ich eher verharmlosen ala: Ach is halt ne blöde Gewohnheit, machen ja viele, is nich so schlimm.
    Und schwupp hab ich schon wieder so nen Sargnagel zwischen den Lippen...

    @ Ilana tja die Krankheit sprach ja Bände...
    Super dass auch Du es geschafft hast!

    Ich denke es gibt nicht DEN Weg, jeder muss ihn finden.
    Und ich denke ich verankere in mir mehr den Satz: Ich nehme mir nix weg, ich gebe mir viel mehr!
    Und durchs rauchen wird nix besser: kein Streß, keine Schulden, keine Einsamkeit.
    Alles Illusion, also wech damit.
    Nja noch nich ganz :)
    Aber bald gehts los.

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