Sonntag, 4. Juli 2010

Der Leuchtturm

Heute soll es regnen!!!!!!!
Jucheeeeeeee *tänzel*
Ich mein, so ein ordentlicher Waschgang für Luft und Erde wär doch mal wieder was feines. ;-)

Aber ich wollt was ganz anderes schreiben.
Warum ich Leuchttürme so liebe:

Warum der Leuchtturm?


Für mich hat der Leuchtturm seit Januar diesen Jahres

eine sehr große beruhigende Wirkung.

Ich war zu der Zeit in einer psychotherapeutischen Tagesklinik.

Man riet mir eher einen stationären Aufenthalt, aber da ich aufgrund meiner Angststörung dies nicht mehr bewältige und ich in der Nähe einer Großstadt wohne, in der diese Therapieform angeboten wird, nutzte ich diese auch.


Seit meinem ersten Urlaub am Meer mit 16 Jahren, finde ich diese Weite und Klarheit sehr reinigend für mich. (Ich wuchs in den Bergen auf).

Ein anderer Urlaub an der Nordsee ganz in der Nähe eines Leuchtturmes bleibt mir wunderbar in Erinnerung.


Nun gab es in dieser Klinik auch Kunsttherapie.

Einmal als feste Form mit Thema und Besprechung und einmal als freies Atelier, in der zwar eine Therapeutin anwesend ist, aber man eben gänzlich frei sich kreativ entfalten kann.


Irgendwann packte es mich und ich spürte: Heute „muss“ ich ins freie Atelier.

Davor malte ich „nur“. Verschiedene Formen und viele Farben.

Doch an jenem Tag zeichnete ich das erste mal.

Allein für die reine Skizzierung brauchte ich über 2 Stunden.

Das will bei mir als ungeduldige Person was heißen!

Es war ein Leuchtturm.

Auf einem Hügel, mit dunklen, stürmischen Wolken im Hintergrund.


Insgesamt zeichnete ich an diesem Bild über 6 Stunden.

So richtig mit Perspektive und Tiefe, was davor noch nie der Fall war.

Ich zeichnete, als ob ich noch nie etwas anderes getan hätte!


Es war wundervoll!


Dann wurde ich krank.

Und musste über 3 Wochen zuhause bleiben.

Und mein Leuchtturm-Bild lag in der Klinik.

Ich litt.

Ich hatte solche Angst, dass meinem Bild etwas passieren könnte!

Ich spielte mit dem Gedanken es abzuholen, aber das hohe Fieber ließ die 1,5-stündige Fahrt nicht zu.


Der Leuchtturm steht für mich für:

  • Orientierung (die ich nie hatte und auch heute noch mühsam suche)

  • für Licht in der Dunkelheit (immer gut!)

  • für Schutz im Sturm der rauen Seee (oder des rauen Lebens)

  • für Wärme, wenn es draußen oder auch in mir wieder eisig kalt wird

  • und als Zeichen für meinem Weg, als Symbol für diese hilfreiche Zeit in dieser Klinik!


Das Leuchtturm-Bild hängt bei mir wohlbehalten und gerahmt (natürlich passten alle Patienten und Therapeuten während meiner Abwesenheit auf meine Sachen auf!) in meiner Küche. Und ich seh es mir locker bis zu 10x am Tag an, wenn ich dran vorbei gehe.

Es hat etwas heilsames für mich....


Kommentare:

  1. Du Liebe,

    es ist immer gut, sich an etwas "klammern" zu können, ja, das gibt Halt...

    Ich kann dich gut verstehen...

    dir noch einen feinen Sonntag,

    herzlichst, Rachel

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  2. Auch ich liebe Leuchttürme, schon seit ich Kind war. Habe sogar eine Samnmlung, obwohl ich mir nie erklären konnte, warum. Dank Deines Textes kann ich es. Danke!

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  3. @ Rachel: Jau Halt is es wohl..sehr passend :)

    @Juliane: Ui das is ja klasse ;) Ich hab heute auch schon überlegt, ob ich das sammeln anfang ;) mal sehn, wenn ich was hübsches find, is es meins.

    @Daniel: Danke, das is lieb ;)
    Leider kam bis jetzt noch kein Regen...muss ich wohl doch den Regentanz aufführen *seufz* :)
    Dafür war ich im (gefühlten) Backofen radeln...hat ja auch was *schweiß von der stirn wisch*

    Schönen Abend Euch allen!!!!!!

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  4. Ich hab auch oft Angst vor der Angst... Mal schauen ob Leuchttürme mir auch ein wenig helfen...

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  5. Liebe xpentesilea
    das wünsche ich Dir auch! ;)

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