Samstag, 31. Juli 2010

Fotografie

Heute morgen war ich schon 2 Stunden unterwegs.
Mit Rad und Kamera!
Ach tut das gut eine Aufgabe zu haben, die einem auch noch richtig Spaß macht.

Bin auf die Bilder gespannt, denn auf die muss ich noch ein bissl warten:
Ich arbeitete heute völlig altmodisch mit der analogen Minolta...aber das macht für mich Fotografie eben erst aus...das Handwerkzeug dazu.

Solange schau ich eben Fotos von anderen an,
z.B. von Tilo einem lieben Bekannten von mir:
http://view.stern.de/de/profile/tilod


Vor allem seine früheren Bilder (also weiter nach hinten klicken) find ich absolut fantastisch, surreal und höchst kreativ....

Happy Weekend Euch allen!

Freitag, 30. Juli 2010

Die Kunst des richtigen Lebens

Ich war ja ne ganz ne Schlaue …


ich war sozusagen sofort erleuchtet, ohne jahrelangem Studium des Zen!


Ich dachte mir, bevor ich so werde, wie so manche eben nicht werden wollen:


Spießig, mit einer 40-Std.Woche in einem mittelmäßigen Job, alle 14 Tage im Wochenendhaus,

abends vor der Glotze, der einzigste Hit ist ab und zu mal ein neues Handy oder wenn der Fußballverein ausnahmsweise gewinnt bzw. der neue Schmachtfetzen im Kino erscheint, der Partner wird eher geduldet als hingebungsvoll umschwärmt...(nene diese Zeiten sind vorbei) jedenfalls: alles vorhersehbar, abschätzbar und natürlich gut versichert...eben sicher aber auch langweilig....


mache ich es ganz besonders und gehe konsequent meinen eigenen Weg:


Den suchte ich lange, ich war ein Nomade, ein moderner Nomade, immer auf der Suche nach was noch besserem, noch einzigartigerem und absolut außergewöhnlichem!

Ich wollt keinen Führerschein machen und nie ein Handy besitzen,

ich dachte ich bin so cool und brauch nur 2 Stühle, 1 Tisch, 1 Bett, etwas Geschirr, 2 Hosen, 2 Pullis....also: absolut minimalistisch...denn:

Was braucht der Mensch schon groß?


Ich wollt kein Sklave der modernen Zeit werden, nicht den Werbeagenturen auf den Leim gehen, die mir da ins Ohr säuseln, dass ich aber diesen flauschigen Klodeckelüberzug wirklich brauchen würde und überhaupt:

Back to the nature!

Ich hatte nur keinen eigenen Garten, das war schade.

Mir wars wurscht, wenn ich keine Arbeit hatte, denn: Ich war ja reich, reich an Zeit..was is schon Geld....ich brauchte all den Schnickschnack nicht.

Und allein das Wort KARRIERE fand ich schon anrüchig..pfui!

Selbst die Dinge, die das Leben doch etwas angenehmer machen (wie z.B. ein Sofa) gönnte ich mir nicht.

Ach ich war ja so cool....

So cool, dass ich fast an mir selber erfroren wäre...ich brauchte ja niemanden, ich komme schon allein zurecht..stell dir mal vor, ich steh allein im Urwald...da kann mir ja auch keiner mal schnell helfen...

ich war absolut umweltbewußt, ich war sowas von politisch korrekt...zu allen anderen,

nur nicht zu mir selbst.

Ich hatte alles unter Kontrolle, denn nur das war sicher...ich nahm mich selber und den Rest der Menschheit ..ach der ganzen Welt viel zu ernst.


Ich holte mir die abgefahrensten Jobs, die schrägsten Typen und die wahnwitzigsten Klamotten an Land. Nur bitte kein 08/15-Modell... da kam mir gleich das würgen....


In mir echote es immer nur: Was „man“ machen sollte oder eben nicht...

oder, dass man sich so verhalten sollte, dass es auch den Nachbarn gefiel...ich mein: Was sollen denn da sonst die Leute denken?

Ich machte es allen anderen recht, nur mir selbst nicht...

Was und wie ICH leben wollte, das hörte ich nicht.


Meine Bedürfnisse, meine Wünsche, meine Sehnsüchte habe ich gnadenlos nieder getrampelt.

Bis diese dies nicht mehr zuließen.

Sie meldeten sich und zwar nicht so höflich wie man sich das vorstellt: Mal ein Anruf oder ein klingeln an der Tür.

Ohhh nein, sie liefen mir mit Sack und Pack die Türe ein, machten es sich breit, lärmten und tobten sich mal ordentlich aus. Frei nach dem Motto: Hej uns gibt’s auch noch!


Jaja ich hab verstanden. Und höre ihnen nun mal zu.

Nur mal hören, was die so sagen. Das umsetzen steht auf einem ganz anderen Papier!

So weit kommts noch...tztztz....


Was ich da so vernehme läßt mich arg erstaunen:

Ich sehne mich nach mehr Beständigkeit, nach etwas mehr „Normalität“, nach ruhigeren Gewässern...
Ich würd gern in einem Büro arbeiten, wo ich übersichtlich und strukturiert irgendwelche Akten und Dokumente bearbeite.

Es muss ja nicht heißen, dass ich nun komplett ins andere Extrem falle, aber etwas mehr Mitte...ja Mittelmäßigkeit, glaub ich würd mir und meinen Nerven ganz gut tun....

Ich hätte gern einen ganz normalen Urlaub, in einem netten kleinen Hotel, von mir aus in einer Pension und einfach mal ein paar Museen anschauen.

Ich würde mir gern hin und wieder ein Auto mieten (kaufen is zuviel Streß).

Ich würde gern sowas normales sagen, wie: Ui heut hab ich nen Massagetermin und danach mach ich es mir auf meinem SOFA (! das ich inzwischen habe!) mit ein paar Erdbeeren mitten im Dezember gemütlich.

Ich will Freunde einladen.

Ich will über die Banalität des Lebens meckern...und mich insgeheim darüber freuen, denn diese hatte ich solange nicht...ich hatte immer nur Drama, Schillerndes und Aufregendes um mich...


und entweder man geht bei dieser Achterbahn des Lebens drauf....

...oder geht einen anderen Weg.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Ich hätt gern a Sixpack...

Ein Mann fläzt auf meiner Couch.

Könnt ruhig öfter vorkommen, denn dann hätt ich länger den herrlichen Männerduft in meinen Kissen und Decken...

Aber ich fläz mich einfach mal dazu,
immerhin kenn ich den Mann schon sehr lange (genau es war der Macho, mit dem ich vor 10 Jahren zusammen war)
und lehn mich an ihn.
Herrlich...
hab ich schon erwähnt, dass das ruhig öfters vorkommen könnte...?!?!

Ich guck auf seinen Bauch und piekse mit meinem Zeigefinger ein paar mal hinein..."Nanana, wo ist denn das Sixpack hin?" frage ich im spielerischen Tadelton.

Er macht große Augen
guckt auch auf seinen Bauch

und meint völlig ernst:" Das? Das is da drunter!"

Ich fiel dann doch vor lauter lachen von meiner Couch...

das is ja mal ne sehr kreative Antwort...
hätt ich dem Bengel gar nicht zugetraut!

Morgenstund....

...hat Gold im Mund.

Das war heute so, wie früher der 1.Tag nach Weihnachten.
Sobald man wach war, schnell ins Wohnzimmer geflitzt und geguckt, ob das nicht doch alles ein Traum war.
Es war alles noch da
und es war 4:20Uhr....
und ich hatte riesen Bock diese schöne Morgenzeit draußen zu verbringen.

So tat ich dies auch...
überquerte zeitgleich mit einem Hasen die Straße...
wünschte dem Mond einen schönen Tag...
hört der Stille zu, die in der Morgendämmerung für mich fast etwas mystisches hat...
schob mir Falter aus dem Gesicht...
streckte mich, dehnte mich, holte tief Luft..ah wie würzig diese war und oh irgendwo hat jemand im Kamin ein Feuerchen gemacht...lecker wie das duftet!!

Ich schlendere hier hin und dorthin...sehe das selbst die Ampel noch schläft....bemerke den Morgenstern und das einzigste Auto fährt an mir vorbei...
ich begebe mich auch wieder nach Hause,
trinke einen Kaffe und zwinkere meinem Geschenkpaket von gestern zu...
Alles wahr..alles echt.

Ich liebe diese Morgenzeit!!!

Mittwoch, 28. Juli 2010

Gleich 3 Dinge aufeinmal!!!

1.
Wenn man es mit einer chronischen Krankheit zu tun hat, ist es am besten, wenn man sein eigener Arzt und Therapeut wird. Schließlich kennt man sich selber ja am besten...

Mein Seelendoktor glaub ich, weiß auch nicht mehr weiter mit mir.
Kann ja mal passieren. Macht nix, brauch ich zu dem nich mehr hin, denn mein Medikament bekomm ich auch vom Hausarzt und sein *Ironie-an* wahnsinnig toller Vorschlag *Ironie aus* nochmal in die Klinik zu gehn, ließ mich nur herzzerreißend gähnen.

2.
Mein rauchfreies Leben:
An und für sich gehts mir ja wunderbar, so gänzlich ohne Schmacht, das is ja wie im Märchen, einfach wundervoll!

Was mich aber echt richtig nervt, is, dass mein Kreislauf wieder ziemlich schlapp macht. Das kenn ich schon aus meiner Jugendzeit und dann mitm rauchen wars weg. Klar der Puls geht schneller und der Blutdruck steigt auch an, mit jedem Zug Rauch...

Dann fiel mir letztens auch der Zeitfaktor ein:
Nehmen wir die 100 Zigis. Für eine brauch ich ca. 4 mins. 400mins = ca.6,5 Std.
Plus die Zeit für die Zigarettenstopferei.
Was mach ich nun in der Zeit?
Nix,
Luft atmen, mir ist deswegen nicht mehr als sonst langweilig...

Ich glaube mein Hirn hats kapiert. Wär mein Rückfall angenehm gewesen, im Sinne von: Boah tut das jetzt gut *heftig an Kippe nuckel*...wär ich wahrscheinlich wieder für Monate Raucher gewesen.
So wars aber nur eklig: Kopfweh, Übelkeit, kratzender Hals...das komplette Programm.

Ich hab aber noch eins drauf gesetzt (ja ich bin etwas masochistisch veranlagt):
Ich drückte das Ding nich gleich aus...nein nein, ich sagte mir: "So die wird jetzt fertig geraucht, du musst nun rauchen, auch wenns dir nicht passt. Und alle gekauften Kippen ebenso."

Ich zwang mich also und dann kam immer mehr der Gedanke: Boah bald MUSS ich nicht mehr rauchen, dann hab ich den Scheiß hinter mir.

Dieser kleine veränderte Gedanke, glaub ich war meine Rettung.
Seit dem fehlt mir nämlich nix, ich bin einfach froh, dass ich heute nicht mehr rauchen MUSS :-)
Es ist dieses 100% NEIN und nicht die 97% nein, wo man sich denkt: Naja zum Bier, Kaffe gehört eine Kippe und cool is es ja irgendwie schon...nada nix njente gibts, sondern: 100% NEIN!!

Auch angenehm diese tiefere Gelassenheit:
Früher schon hippelig in der Bahn, Wartezimmer, Kasse...."wann kann ich endlich wieder rauchen!"
Gott wie erniedrigend!
Heute ist mir das egal, ich sitze, warte völlig ruhig. Meine Sucht brauch ich nicht mehr ;)

und
3.
heute kam ein Paket an,
ein tolles großes schweres noch dazu
und drin befanden sich lauter tolle Sachen:
2 Kameras mit Zubehör!

Da werd ich bald wieder durch die Gegend streunen
und mal wieder Fotos machen.
Ich freu mich drauf!
Überhaupt hab ich wieder richtig Lust auf kreative Sachen....

Dienstag, 27. Juli 2010

Der Beat in meinen Ohren

Warum man mich ganz selten mit einem mp3-Player sieht:

Musik ist für mich sehr emotional.

Ich muss da mal mit hüpfen, tanzen,

mit summen, singen, schreien

auf alle Fälle nickt mein Kopf meistens mit im Takt,

ich vergesse alles um mich herum

ich würd glatt ohne zu gucken die Straße überqueren,

wildfremden Männern zuwinken

weil ich grad den tollsten Song aller Zeiten höre

ich würd ungebeten meinen Ohrstöpsel meinem Nachbarn geben und ganz aufgeregt rufen:

"Ej hör Dir das mal an!"

Ich würd vor lauter Ergriffenheit nicht mehr wissen, was ich einkaufen wollte,

oder wo ich hingehen wollte

ich würd keine Sirene hören und dann glatt vom Notarztwagen übern Haufen gefahren werden

oder vom hübschen Polizisten


aber vielleicht bräuchte unser Land mal solch Verrücktheiten,

so ein 'aus der Reihe tanzen',

so ein 'juchzen und singen'

und sich einfach freuen

ein Lächeln,

ein pfeifen

ein wippen in den Hüften

ein trommeln mit den Fingern.


Das nächste Mal wenn ihr unter Leute geht

und all die hängenden Mundwinkel

die grauen Klamotten

die Steifigkeit

das Trostlose um Euch herum seht,

dann:

Dann habt den Mut!

Macht es wie die Kinder, freut Euch, singt, lacht

oder tanzt einfach!

Und vor allem:

Vergesst NIE

zu L*E*B*E*N!!!!!!!!!!

http://www.youtube.com/watch?v=oUMwu_gXK7Q&feature=related

Montag, 26. Juli 2010

Wer zu selten genießt,
wird irgendwann ungenießbar!



In diesen Sinne,

wünsche ich Euch allen

einen genußvollen Tag!

Sonntag, 25. Juli 2010

Techno

Selten hat mich eine Nachricht so geschockt,
wie gestern die Toten auf der Loveparade.

Ja ich war so ein Technokid.
Ich bin immer noch ein Technofan, aber ich treibe mich nicht mehr auf Partys rum.
Ich nahm nie Pillen. Die Stimmung, die Lasershows, der Beat im Magen, das Tanzen, die Euphorie um einen herum, waren für mich Drogen genug.

Ich feierte 2x auf der Loveparade,
einmal in Zürich auf der Streetparade,
auf einem illegalen Rave in den alten NVA-Hallen,
einmal auf einer Mini-loveparade hoch oben auf einem Wagen (ein Traum ging in Erfüllung!)
die Mayday in Dortmund musste ich natürlich auch mal sehn,
das Loveboat übern Chiemsee (inkl. Drogenrazzia) war auch ein Highlight,
die sagenhafte Party in den „heiligen Hallen“: alter Flughafen München-Riem,
ebenso unzählige Open-Air-Partys im Hochsommer
und viele andere kleine Partys ließen mich den Alltag vergessen, bereiteten mir viel Spaß und Gänsehaut, viel Muskelkater nach einer durchtanzten Nacht, durchgeschwitzt und glücklich bis die Sonne wieder aufging …

In dieser Zeit war ich 2 Personen in einer:
Unter der Woche die ruhige, stille, schüchterne Frau in einem sozialen Beruf
und am Wochenende die aufgestylte, sexy, extrovertierte, in halb durchsichtige und glitzernde gekleidete, Partyqueen.

Gern denk ich an diese Zeit zurück.
Diese Erinnerung kann mir keiner nehmen.

Und wenn Euch wieder mal ein Auto begegnet mit wummernden Beats, das schon mehr hüpft als fährt, dann denkt dran:
Techno hört sich nur laut gut an...

Deswegen ein Andenken für die Toten
und die besten Genesungswünsche an die vielen Verletzten,
ihr wolltet alle nur ein bißchen Spaß haben
und musstet so teuer dafür bezahlen....

Samstag, 24. Juli 2010

Rauchfrei leben Teil 4

Rauchen hat was mit Gefühl zu tun.

Was denn? Will sich der ein oder andere fragen.
Hmmmmm ganz viel, sag ich mal.

Mit rauchen kann man die Gefühle verdrängen, unterdrücken, wegmachen...
Sowohl die unangenehmen als auch die schönen.
Mit Gefühlen umgehen ist halt so ne Sache und wo bitte schön lernt man das überhaupt?
In der Schule bestimmt nicht.

Jedenfalls, wenn man nicht mehr raucht, kommen diese Gefühle pur daher und man weiß noch nicht wie man damit jetzt auf einmal umgehen soll.
Das ist wohl wie mit einem Menschen, dem man ein Baby in die Hand drückt, der aber noch nie ein Baby im Arm hatte: Der guckt erstmal blöd.
(als mir das mal passierte, schrie das Baby wie verrückt los, ich bin mir sicher, das merkte mein Unbehagen).

Ohne Rauch ist der Nebel um einen herum weg und auch aus dem Geist.
Man sieht klarer, in jeder Hinsicht. Auch das kann einen Schock auslösen. Pfui was man da auf einmal alles sieht!

Für mich war der Rauch auch eine Art Schutz, eine Mauer, die Menschen kommen einem nicht so nahe, man kann sich festhalten am Glimmstengel.

Auch damit gilt es nun umzugehen, mit all dem reinen fühlen.
Und noch mehr (er-)spüren.

Aber es geht mir weiter wunderbar!
es ist als ob es nie Zigaretten in meinem Leben gegeben hat.

Die "Schmacht" ist ja etwas unangenehmes, es ist ein inneres ziehen, ähnlich dem Hungergefühl, ein immenses Verlangen, als ob man hoch verliebt wär und der Partner ist gerade 300km weg, diese SEHN-SUCHT!!! Ja, ich glaube im Hirn werden da dieselben Regionen aktiv.

Doch selbst diese Schmacht, ist wie weggeblasen.
Ich fühl mich frei, frisch, fröhlich, rein!!!!
Einfach super, was bin ich dankbar und bete, dass es so bleibt.

Die vielen Versuche haben sich gelohnt,
denn selbst Edison brauchte an die 1000 Anläufe bis die Glühbirne funktionierte!

Adieu stinkende Kippen ;-))))))

Freitag, 23. Juli 2010

Arschlöcher und andere Lebewesen

Es gibt da einen Mann in meinem Leben,
nennen wir ihn X,
der is so wie (früher) mit den Zigaretten:
Ich weiß er tut mir nicht gut
und ich kann trotzdem nicht die Finger von ihm lassen.

Und das seit 10 Jahren.
Oh mein Gott.

Dieser Typ ist ein Macho.
Aber nur zu 80%.
So dass man oder frau, es nicht gleich merkt.
Die anderen 20% sind äußerst charmant und cool und wahnsinnig sexy.

Vor einiger Zeit lernte ich einen Mann kennen der war nett
und lieb, hilfsbereit, etwas schüchtern, wo man aber merkt: Hej er gibt sein bestes, weil DU seine Traumfrau bist und nicht nur ne tolle Schickse fürs Bett.
Nun sorry, ich würd ja gern, aber ich kann mit so nem Typ echt nix anfangen...is ja irgendwie langweilig.

Vor diesem war ich kurz mit nem Mann zusammen, der hässlich war wie ne Nacktschnecke,
ehrlich ....
war mir aber wurscht, denn er hatte dieses gewisse "etwas"
dieses "etwas" lautet: 80% Macho.

Ich weiß nicht, ob ich jemals irgendwo irgendwem vorsäuseln darf,
dass ich sooooooo einen lieben Ehemann habe....

Also zurück zu X:
Mit dem war ich vor gut 10 Jahren zusammen,
meine große Liebe,
meine längste Beziehung,
als ich ihn meinem sozialen Umfeld vorstellte, kamen Witze über ihn und Warnungen:
So ein Angeber, der hat se doch nich mehr alle, was willste denn von dem????

Ich checkte nix.
Ich war verliebt!
Irgendwann merkte ich, dass ich mich neben ihm, immer wie ne graue Maus fühlte,
er gab mir das Gefühl, als wär ich das blödeste,dümmste, unfähigste Wesen auf der ganzen Welt.
Gut verpackt signalisierte er mir das.
Und ich?
Grinste debil, weil ich mich nicht wehren konnte...wollte..was auch immer.

Liebevoll war das nicht von ihm.
Und herzlich auch nicht und überhaupt, was is er nur für ein Wurm? Der sich groß aufspielen muss, andere erst bei der Bundeswehr und nun bei der Polizei nieder machen muss?
Er, der große Held auf Gottes Erden.

Ich war nicht verliebt.
Ich war hörig.

Bald fragte ich mich, warum Frauen immer wieder zu Männern zurück gehen, die sie krankenhausreif geschlagen haben (hat er mich nie, aber so war die Fragestellung einfacher)?

Warum ging ich immer wieder zu X zurück, obwohl er mich unterdrückte, bloßstellte, erniedrigte und demütigte?

Zur ersten Frage:
Weil die Frauen nix anderes kennen!!!

Zur zweiten Frage:
Weil ich nix anderes kenne...

Anders formuliert:
Man kann mich am besten quälen, wenn man mich gut behandelt.

Morgen kommt X vorbei und ich weiß nicht, ob ich mich schämen, schimpfen oder sonstwas soll.
Sowie er sich meldet, werd ich wie Butter in der heißen Pfanne.

Und wenn er wieder geht, zum 100.Mal feststellen, dass ich still und heimlich immer noch die Hoffnung hege, dass wir eine ordentliche, schöne, liebevolle, faire Beziehung miteinander führen werden.
Weil ich einen klitzekleinen Blick auf seinen weichen inneren Kern erhascht habe und meine, dass ich ihn retten kann.

Da haben sich aber zwei größenwahnsinnige gefunden...................................

Your way

Der Weg

wo führt er hin

wo endet er

wie geht er weiter

du siehst nur die nächsten Stufen,

für den Rest musst du Vertrauen haben, dass es schon weiter geht.

Sollte es mal nicht weiter gehen, drehe um und suche dir einen neuen Weg.

Mal geht es steil bergauf,

mal steil bergab

mal über Wurzel, Stock und Stein,

mal gerade und eben,

mal kurvenreich, mal unübersichtlich.


Menschen begegnen dir,

manche begleiten dich ein Stück

manche gehen an dir vorbei, ohne dich anzusehn

manche lächeln dich freundlich an

manche schreien dir boshaftes hinterher...


Manchmal findest du eine Schutzhütte,

manchmal musst du den Stürmen stand halten, ohne viel Schutz.


Jeder geht seinen ureigenen Weg.

Keiner gleicht dem anderen.

Keiner darf über den anderen urteilen,

alles ist in Ordnung, so wie es ist.


Ich wünsche Dir eine gute Wanderung auf Deinem Lebensweg!


Donnerstag, 22. Juli 2010

Hochsensibel

( jau, gestern definitiv zuviel geraucht, als dass ich das unter den Tisch fallen lassen könnte...ich ehrliche Haut aber auch *g*, also Ticker neu gestartet)

Ehrlich gesagt, vergess ich oft meine Hochsensibilität. Nunja man kann ja auch nicht immer an alles denken.
Aber mein lieber Schutzengel oder wer auch immer über mich wacht (ich glaube an eine höhere Energie) machte mich letztens wieder drauf aufmerksam:
Indem er/sie eine Frau zu mir schickte, die grad in ihr Handy sprach: „Bist du da so empfindlich?“
Das war vor Tagen,
erst heute wurde mir die Misere der letzten Tage klar:

Sehr empfindsam zu sein, ist ein Segen und ein Fluch gleichzeitig.
Alle meine Sinne plus Fühlantennen stehen oft auf Empfang. Ich bekomme oft in zu kurzer Zeit, zu viel mit. (in einer früheren Zeit war das überlebens wichtig).

Ich ertrage weder zuviel Licht (Sonne!!) noch schlechte Luft (ich bin so eine „Fenster-dauernd-aufmach-Frau“).

Hochsensible sind Bluter, wenn ihre Gefühle verletzt werden (Uhlenbruck)

Ich kann nicht mit einer Freundin über den Flohmarkt gehen.
Auf ein Gespräch achten, gucken was da zum Verkauf angeboten wird, schauen, dass ich keinem auf die Füße latsche, tausend Farben, Wortfetzen, Düfte...alles verlangt meine Konzentration.
Das geht natürlich nicht, irgendwas muss ich links liegen lassen und genau das kann ich nicht.

Oder ich treff einen Bekannten in der vollbesetzten Bahn: Mir ist eh schon schwindelig, weil ich lange stehe, eigentlich habe ich keine Lust zu reden, ich muss überlegen was ich sage, weil ja mindestens 20 Ohren mithören (soziale Phobie), mir stehe fremde Menschen zu nahe, was wiederum Streß auslöst, ich muss dem anderen zuhören und drauf achten meine Haltestelle nicht zu verpassen.
Sorry das überfordert mich.
Dadurch erscheine ich wahrscheinlich schon mal kühl, desinteressiert oder gar arrogant, was aber nix mit dem Menschen an sich zu tun hat (ich glaub ich werd das auch öfters mal sagen) um Mißverständnisse auszuschließen.

Meine gut ausgebaute Empathie ließ mich im sozialen Beruf erfolgreich sein und genau das machte mich auch krank. Ich war regelrecht ausgepumpt.
Ich wußte genau was in den Kindern oder Eltern vor ging, auch ohne das die was sagten.
Ich fühlte deren Gefühle so, als ob es meine eigenen wären.
Deswegen konnte ich auch die passendsten Angebote bringen oder Verständnis zeigen.
Innerlich konnte ich mich dafür kaum abgrenzen.

Ich werde sehr schnell berührt von Situationen, Menschen, Naturerlebnisse
und auch sehr schnell davon überschwemmt.
Deswegen sind auch Filme und Großstädte für mich pur anstrengend.

Ich habe kein dickes Fell.
Ich bin dünnhäutig und der innere Druck wird oft mit Tränen abgebaut, also heißt es: ich sei nah am Wasser gebaut.
In unserer ach so coolen Gesellschaft nicht gern gesehn.
Ich hab kein Pokerface und werd nie ne knallharte Buisnessfrau.
Ich kann nicht lügen und bin oft zu gutgläubig.

Nach einem Treffen oder Telefonat mit einem Menschen, brauche ich oft erst wieder eine Pause, um mich zu sortieren.
Was auch zu meinem Einzelgängertum führt, was mich oft verzweifeln lässt.
Denn niemand ist gerne einsam.
Zu viele Aktivitäten hintereinander meide ich.
Noch habe ich die Mitte nicht gefunden, meinen Weg zum Wohlfühlen mit Menschen und wann ich Pause und Alleinsein brauche.

Und deswegen hats mich gestern auch so zerbröselt.
Ich erfuhr, dass ein mir sehr nahe stehender Mensch eine ärztliche Untersuchung aus Angst absagen musste.
Seitdem renne ich mit diesem „Versagergefühl“ durch die Gegend. Fühle mich schlecht und mies.
Ich übernahm dem sein Gefühl !!!
Ich zieh mir aber auch jeden Schuh an...dabei bin ich weder ein Tausenfüßler noch hab ich nen Schuhtick.

Nun wurde mir dies aber bewußt und gleich geht’s mir besser.
Denn es ist nicht mein Gefühl !!!!!!
Ich packe es ein und geb es an die richtige Stelle wieder zurück.

Also werd ich heute gemütlich mal wieder in dem wunderbaren Buch:

Zart besaitet von G.Parlow
stöbern, lesen,
denn das beruhigt und befreit mich immer sehr.
Weil ich mich dort zu 100% wieder erkenne.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Absturz

Wenn man lange etwas nicht mehr hatte und es war was schönes, dann freut man sich umso mehr, wenn man es mal wieder hat.
Wenn es aber etwas unangenehmes ist, ist man umso frustrierter und trauriger, dass man es nun mal wieder hat.

Red ich heut Kauderwelsch?
Vielleicht.

Ich red aber von schwarzen Seelentagen.
Da kam von irgendwoher ein dicker Knüppel und haute mich darnieder.

Ohne Vorwarnung, erstmal ohne bekannten Auslöser wurde ich heute ausgenockt.
Mit Weinkrämpfen (ohne den Grund zu kennen, da fühlt man sich ziemlich schnell Psychatriereif)
mit Kopfweh und noch mehr Trauer und Schmerzen. Mich hats arg gebeutelt.

Termine: Absagen
Einkaufen: nur ganz schnell das, was ich jetzt dringend brauche
Menschen: meidend
Sonniges Sonnenwetter: verflucht

Also Notfallkoffer rauskramen. Ein imaginärer, da sind alle Sachen drin, die mir irgendwie helfen, nicht ganz abzurutschen und womöglich noch Blödsinn anstellen.
Alles ist erlaubt: mit 3 Decken ins Bett flüchten, nachts um 1 draußen spazieren, ganz laut Musik hören, Knetball durchmassieren, Haushalt liegen lassen, Krisen-Notfalltelefon anrufen,...
irgendwas eben, was mir gut tut.

Noch kurz beim Doc vorbei geschaut, das beruhigt manchmal auch wieder, um in der Realität wieder anzukommen.
Früher bekam ich mal die Diagnose: Manisch-depressiv.
Fand das nie stimmig für mich. Ich gab keine 5000 Euronen in einer Std. aus, ich gründete keine 3 Firmen und rief auch nicht nachts um 3 Leute an, um kundzugeben, dass bei mir grad die beste Party stattfindet, ich sprang nicht mit wildfremden Kerlen ins Bett und war auch keine 24 Std. am Stück wach.
Neee

Doc meinte: Ja das gäbe es ja auch in abgeschwächter Form.
Ich:?!?? Also das was alle da draußen haben, mal gute mal schlechte Tage? Das ist krank? Was isn dann normal?
Keine Antwort.
Soso.

Nein, wenns bei mir so steil abwärts geht, hat das einen Grund. Es gab irgendeinen Auslöser. Einen Triggerpunkt.
Das kann eine Situation (mit Freunden, im Laden ect.) sein, ein Kinderschreien, eine Grenzverletzung, ein Geruch, ein Witz, ein Geräusch.
Das ähnelt dann schon manchmal der Arbeit eines Kriminalbeamten: Jedes Detail könnte wichtig sein.
Also schreib ich auf, was so die letzten 2 Tage war. Meist kann ich es ja schon groß einzäunen und komme schnell auf ein Ergebnis.

Dieses Mal war es ein Wort und die gedankliche Vorstellung dazu.
Und als i-Tüpfelchen eine Zusammenkunft mit einem Menschen, die Beziehung ist derzeit ein bissl heikel , unsicher und steif .

Schon is er fertig,
Der Seelensalat, matschig, ungenießbar und nich so klar, wo er hingehört...

Das wird nun etwas an Arbeit brauchen, mich wieder zu sortieren.
Such mir festen Boden,
eine sichere Umgebung,
atmen, entspannen,
mich wieder zusammen fügen,
Ruhe, vielleicht noch Hilfe von außen und dann wird das wieda...

Ich bin auf dem Weg der Hoffnung.

Leider vor lauter Schreck und Schock geraucht.
Widerlich war das. Ätzend.
Erkenntnis: Körperlichen Entzug kann ich gut überstehn.
Der psychische is ne ganz andere Nummer...*seufz*....

Dienstag, 20. Juli 2010

Poetry Slams

Heute dürfen andere erzählen :-)
Ich bin heut faul.

Ärger die Monotonie!



Tja..wenn alles einfach wäre...



Worum es aber gar nicht geht...



Ich bin ein Gewinner...

Montag, 19. Juli 2010

Rauchfrei leben Teil 3

Seltsame Dinge geschehen...

gestern war hier ein kleiner Dorfgeburtstag inkl. Umzug mit Hummsdada-Musik, geschmückten Wägen und allerlei drolligen Ideen.

Da ich derzeit jede Abwechslung herzlich willkommen heiße, stellte ich mich einfach dazu

und schaute
und grinste
und klatschte

und: Hatte Tränen in den Augen!!!!

Ähh...??!!!???
Wieso denn bitte?

Ich weiß es bis heute nicht.
Und kaum war der letzte Wagen an mir vorbei gezogen, schoß ich aus den Reihen wieder nach Hause, weil ich fühlte: Gleich geht ein Sturzbach meine Wangen hinunter.

Heute nacht, war nix mit Schlaf.
Also ganz wenig, so höchstens 4 Stunden und das noch nicht mal am Stück!
Und ? Ich bin super fit!
Könnt grad Bäume ausreißen ;-)

Als ich noch Raucherin war (ach das hört sich nach ewig vergangenem an *grins*) dachte ich mir bei jedem Hustenanfall, also so ca. jede Stunde: „Scheiße das kommt vom rauchen, das ist nicht gut!“
Die Husterei ist natürlich nicht in wenigen Tagen weg, aber ich denke mir nun: „Ja liebe Lunge, reinige dich, es kommt kein neuer Dreck nach, raus mit dem Zeug, tut mir leid, dass ich dich so lange gequält und verschmutzt habe!“
Und so spucke ich fröhlich Bröckchen um mich...
(ok warn kleiner Scherz) ;-)))

Dann schau ich oft auf meine Füße.
Als Raucherin war das ja so:
Immer irgendwie eiskalt aber doch leicht schwitzig. Also mal so richtig eklig.

Seufz.

Jetzt starre ich so meine Flossen an und denke: „Da müßten jederzeit kleine Rauchwölkchen aufsteigen, die dampfen doch schon!“
So warm und trocken und wohlig fühlen die sich auf einem an!
Wahnsinn wie jede (wirklich jede!!!) Zigarette die Durchblutung behindert.

Bei den vielen Tips zum Thema qualmen aufhören und Frischluftatmer bleiben, liest man ja oft, dass man das Geld extra sparen soll und nach z.B. einer Woche sich belohnen soll.
Ja nette Idee. Nur mir bringt das irgendwie nix.

Also leg ich das Geld nicht zur Seite und wenn die Schmacht nach diesem beißend widerlichen Zeugs zu groß wird, dann gönne ich mir gleich was. z.B. mit einer lecker duftenden Creme (jetzt wo ich wieder so gut riechen kann) oder nen Korb voll Bioobst (wie lecker das schmeckt ohne dem Gift auf der Zunge!) oder ein Pustefix zum Seifenblasen machen (jetzt wo ich wieder mehr Luft in den Lungen hab) und belohne mich, dass ich das so gut aushalte und das jede Stunde wertvoll ist, in der ich nicht geraucht habe.

Mir wurde früher oft vorgehalten ich sei stur. (find ich im übrigen nicht das schlechteste, besser als so oberflächlich überall rumhüpfen. Was ich will, zieh ich auch durch)!
Und jetzt kommt mir meine Sturheit zu Gute ;-)

Morgen ist eine Woche seit der letzten Kippe um!
Ich freu mich tooooootal ;)
Und jeden Morgen staune ich wieder: Ich rauche nicht mehr! Yeah!!!

Und oft, wirklich oft, denke ich an Leute, die auch aufgehört haben und das sind in meinem Umfeld schon ganz viele....

Sonntag, 18. Juli 2010

Welch Erfrischung, welch Erholung,
ein Traum:
Sonntag, bewölkter Himmel, frische kühle Luft, Nieselregen.
Nun ist es draußen und somit auch in mir ruhiger.
Wenn die Sonne scheint, bin ich irgendwie hibbeliger, aufgedrehter. Was manchmal sehr unangenehm ist.

Heute darf ich meinen Gedanken zuschauen, im Bett rumliegen, schreiben, vielleicht malen, ein langsamer Spaziergang,
mich spüren....wahrnehmen, atmen, freuen...
alles mit viel Genuß und Stille.

Und natürlich werde ich lesen,
habe wieder wahre Schätze gefunden!

Sehr wahr und sehr schön fand ich dies:

„Du bist doch fünfzehn. Bist Du da nicht schon etwas zu alt für eine Puppe?“
Gerd hatte nett sein wollen, in seiner Stimme war so etwas wie Wärme.
Aber das Mädchen schaute ihn kalt an.
„Niemand ist zu alt für eine Puppe.
Dir würde eine Puppe auch guttun. Sie würde dich vielleicht wieder lebendig machen!“

(Aus dem Buch:
Aschemenschen von Ulrich Schmid)

Samstag, 17. Juli 2010

Welcome....
an meine neuen Leser:
Liv, Nobis und Aya! Schön, dass Ihr da seid.

Und überhaupt ist heute ein Tag zum freuen!!!
Jawohl,
weil ich eher per Zufall erfahren habe, dass ein Schuldenkonto von mir (*erröt*) nun ausgeglichen ist!
HURRAAAAAAAAA und Sapperlott, des is ja Gschicht ;-)

Inneren Anteile

Irgendwann in den letzten Jahren, auf der Reise zu mir selbst,

bekam ich immer öfter vom sogenannte inneren Kind zu hören.

Ich hörte zu, las darüber und dachte mir nur höhnisch:


„Inneres Kind befreien...hahaha...das muss ich nicht befreien, das hat mich fest im Griff, eher muss ich meine innere Erwachsene befreien, dass die mal die Zügel in die Hand nimmt.“

Ich las Bücher dazu und konnte damit nix anfangen.

Alle schwärmten und redeten von ihren inneren Kindern, ich fand das einfach affig und überhaupt nicht cool!


Langsam begreife ich, was damit wirklich gemeint ist:

Meinen kindlichen, verletzten Teil wahrnehmen, sehen, trösten, beschützen, Freiraum für Spiel und Spaß schaffen, hören was es sagt und fühlt, Grenzen achten...


Gucken, wie alt der Teil ist. Schreit da grad das Baby in mir oder tobt eine trotzige 3-jährige?


Diesem Teil klar machen, dass ich als Erwachsene die Verantwortung über nehme.

Dass dieser Teil Kind sein darf und nicht mehr für andere (Erwachsene) handeln muss, wie das früher der Fall war, als die Eltern-Kind-Rolle in meiner Ursprungsfamilie total vertauscht waren.

Jahrelang habe ich mich um andere Kinder gekümmert, nur um mich selbst nicht.


Innerlich rede ich mit diesen Teilen (denn es sind ja verschiedene, je nach Alter und meine innere rebellische Jugendliche..ohhhhh, das is immer wieder am schwierigsten, aber es war auch meine übelste Zeit) ich schreibe Briefe an diese und fühle immer mehr die Entspannung und auch noch das Mißtrauen und die Zaghaftigkeit. Alles ist ok, langsam nähern wir uns wieder an, ich füge meine abgespalteten Teile in mir zusammen.

(Nein, ich bin keine multiple Persönlichkeit.)


Sinead O'Connor bringt das für mich in ihren Liedern immer wieder gut zum Ausdruck:


Für all die ungeliebten Kinder:




Für all die, die sich gegen Gewalt und Mißbrauch wehren:


My Darling Child:



Immer mehr spüre ich Zufriedenheit in mir.

Eine innere Ruhe, die ich immer im Außen suchte: im neuen Mann, in der neuen Wohnung, im neuen Job, im vielen Geld usw...

Doch wenn ich mich um mich selbst kümmere, ist alles in Ordnung.


Da meine inneren Teile nun beachtet werden und ihren Raum und Zeit bekommen, mit Grenzen, müssen diese nicht mehr in ungünstigen Situationen übertrieben zu schlagen.

Somit bin ich mehr in meiner Erwachsenenseite und habe auch viel mehr Selbstbewußtsein und weniger Angst.


Sehr hilfreich für meine Kinderseele sind die Bücher von der Autorin, Familientherapeutin und Mutter von 7 Kindern: Linde von Keyserlingk.

Erst las ich:

http://www.amazon.de/Geschichten-f%C3%BCr-Kinderseele-Linde-Keyserlingk/dp/3451235633/ref=sr_1_11?ie=UTF8&s=books&qid=1279277910&sr=8-11


und nun:

http://www.amazon.de/Wurzeln-kleine-Menschen-Trennungen-Neuanf%C3%A4ngen/dp/3451264684/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=books&qid=1279277910&sr=8-5


Die Bücher sind sehr schön geschrieben, vor lauter Rührung und Mitgefühl kommen da schon mal die Tränen und jede Geschichte geht gut aus!


Zum Glück hat die Dorfbücherei hier noch sehr viele Bände aus dieser Reihe und ich freue mich total drauf!!!!!!


So kann ich Stück für Stück diese verwundeten Teile in mir heilen und zur Ruhe kommen lassen und immer mehr mit meiner Vergangenheit abschließen.


PS:

Gestern hielt mir doch glatt ein Jugendlicher eine halbvolle Schachtel Kippen entgegen und fragte ganz süßlich: "Wollen Se eine?"

Boah also echt, das war doch des Teufels Werk!!! Unglaublich.

Ich hab dankend abgelehnt *schulterklopf*

hätte ihn aber gern angeschrien, dass er gleich ne Anzeige kriegt, wegen Anstiftung zum Drogenmißbrauch....

jaa ok, ich bin etwas...ganz wenig...wirklich nur ganz leicht... gereizt :-)

Freitag, 16. Juli 2010

Ein Ausflug (2)

Gestern fror ich!

Jaaaa ganze 2 Stunden! War ziemlich ungewohnt.
Mein Kommentar:" Boah guck mal, i hob a Ganshaut!!"

Seltsames Phänomen...
...im Juli....
bei konstanten Temperaturen über 25 Grad.

Nein ich saß nicht in einer Gefriertruhe
(schrieb grad Gefühltruhe :-) wär ja auch mal was: Ui heut hätt ich Bock auf Glückseligkeit und leg dafür die Wut hinein...jaja ich weiß, das Leben ist kein Wunschkonzert..oder doch? Ach ich komm vom Thema ab.)

Also ich saß in (ja IN) einer ganz natürlichen Klimaanlage,
die so aussah:



Ein Freund meinte davor noch: "Nimm Dir ne Jacke mit."
Ich dachte: So ein Depp, spinnt der?
Gesagt habe ich: "Ach iwo ich bin robust."

Nunja, so saß ich schlotternd und irgendwie dies genießend dabei,
atmete die frische feucht-kühle Luft ein (ich hoffe meine Lungen danken es mir, dass nun kein Rauch mehr rein strömt)
und sah dem Fotoshooting zu.

Nachdem ich selber lange vor der Kamera arbeitete und auch dahinter,
durfte ich nun eine vollkommen neue Position einnehmen:
Fotograf und Model einfach ungeniert beobachten.

Als ich so dem jungen sehr netten Fräulein zusah, dachte ich nur:
Ach bin ich froh, dass ich mich nicht mehr so zu prostituieren brauch und hier halb nackt durchs eiskalte Wasser stapfen muss, lächeln wenn ich eigentlich heulen will, weiter machen, wenn ich schon längst nicht mehr kann, aber der Fotograf schreit: Mach! Das licht ist grad so super!
Mich umziehen, irgendwo in der Walachei...usw. Ach neeeeee
Model zu sein, ist kein Traumjob. Sondern harte Arbeit.

Dann sah ich dem Fotograf zu.
Ich hatte nur meine kleine Digicam dabei,
er natürlich einen riesen Rucksack an Equipment, genau dorthin schielte ich dann.
Ich kenn den Fotografen schon lange und wir sind auch gute Freunde.
Er sah wohl meinen Blick und meinte lachend: "Schnapp zu! Kann nix passieren! Is alles versichert."

Selten sage oder denke ich: Oh wie geil!!!
Diesmal rief ich es regelrecht aus.
Schnappte mir ne sauschwere digitale Spiegelreflexkamera, befasste mich etwas damit und schoß los.
Herrlich! Subba! Wunderbar!

Später kam noch ein Fotograf und Kollege dazu
und so fuhren wir noch ins Cafe,
freute mich über diesen schönen Tag,
die wunderbare Landschaft,
dass ich 2 sehr sympatische Menschen neu kennen lernte...

...und dass ich kaum an Zigaretten dachte....... :-)

Donnerstag, 15. Juli 2010

Rauchfrei leben Teil 2

Welcome....
an meine neuen Leser: der ableger und Paderkroete :-)
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Und wie is es so?
Frag ich mich selbst.

Joaaa geht ganz gut.
Folgende Tätigkeiten helfen über die ersten schlimmeren rauchfreien Tage am besten:

Radfahren
schwimmen (natürlich generell Sport, aber ich übe nur 2 Sportarten aus)
singen
duschen
hierbei zu rauchen...naja fast unmöglich :-)

Folgende Tätigkeiten sind nicht zu empfehlen:

Wichtige Informationen lesen (am besten noch seitenweise)
Zahlen-Wörterrätsel lösen
absolut zu vergessen, ich kann mich null komma null konzentrieren und gab nun bei meinem E-Mail-account 3x das falsche Passwort ein.

Was noch hilft:
Scharfer Minzkaugummi, wenn die Sucht zu dolle ruft
viel trinken (ok bei der Hitze eh klar)
Schlaftablette (sehr gute Idee, nachts aufzuwachen mit blanken Nerven voll auf Turkey, ist ideal für den 1. Rückfall) also: sanft durch schlummern, somit wieder 8 Std. geschafft.

Sich überlegen: wann hab ich am ehesten geraucht:
bei Langeweile
bei Anspannung
bei fehlender Konzentration
wenn ich fror
wenn mir heiß war
wenn ich schlechte Laune hatte
wenn ich gute Laune hatte...

Und? Die Kippe half nie!
Nichts wurde dadurch besser:
Der Glimmstengel -unterhielt mich nie- lockerte mich nie auf- half mir nicht besser zu denken (im Gegenteil der Sauerstoffmangel: OMG!!)- er wärmte und kühlte mich nie- er tröstete mich nie und freute sich auch nie mit mir mit.
Totale Illusion!

Doch der Glimmstengel tat schon einiges für mich, aber Sachen die ich nicht wollte und nicht brauchte:

Durch ihn hatte ich:
oft kalte Hände und Füße
einen schlechten Atem
Kopfschmerzen
schlechter Schlaf
ständiges räuspern und husten
über 700 Euro im Jahr weniger zur Verfügung
die Tabakbrösel und Aschefetzen verschmutzten meine Handtasche und meine Umgebung
Kurzatmigkeit
schlechte Wundheilung
…..usw.

Das alles ist nun weg und ich freu mich an der neu gewonnenen Freiheit. Und schnaufe lieber tief und genüßlich reinen Sauerstoff ein ;)

Allein die Luft heute Morgen nach einer durchregneten Nacht (nein es wurde dadurch nicht kühler *hmpf*) war so wunderbar, dass ich fast einen Nasenorgasmus bekam....naaa echt :-)

Mittwoch, 14. Juli 2010

Isch abe gar gein Aut...äh..Fernseher...

Manchmal passiert es einfach:

Man befindet sich inmitten einer kleinen Gruppe Menschen, die man mehr oder weniger kennt.

Es wird geplaudert....übers Wetter.
Es wird geschimpft...über den Chef.
Es wird gelacht...über die eigenen Witze.
Es wird erzählt…vom gestrigen Fersehabend.
Und irgendwer schaut mich dann an und fragt:
„Hast du das auch gesehn?“

Ich:“ Nein, ich habe keinen Fernseher.“

Schweigen.
In der kompletten Runde.

Dann bricht es los:
Wie? Warum? Oh nein, das würd ich nicht aushalten! Was machst du dann? Aber es kommen doch auch interessante Dokumentationen!

Du lieber Himmel!
Die Reaktionen auf meine selbst erwählte TV-losigkeit gleichem dem, als würde ich sagen:
Ich lebe ohne fließend Wasser und Strom in einer Strohhütte im Wald.

Leute, es ist nur ein Kasten der flimmernde Bilder und quäkende Stimmen zu einem in die Bude bringt!
Tausende von Jahren gab es kein TV. Es ist NICHT lebensnotwendig.

Ich brauchte 3 Jahre, um meinen Vater zu überzeugen, dass er mir wirklich (!!!) keinen zu schenken braucht
und ebenso lang brauchte es, bis es auch die GEZ kapierte, die mich so lang mit Briefen belästigte: Ob ich denn nicht doch inzwischen einen TV hätte und zufällig vergessen habe, jenen anzumelden.

Dienstag, 13. Juli 2010

Hör mir doch mal zu !!!!!!!

Wieviele Ohren hast Du?
2?

Schön.

Ich nicht. Ich habe 4 Ohren.

Und ich sag Dir was:
Du hast auch 4 Ohren, jeder hat sie.

Stell Dir vor:
Du als Frau sitzt hinter dem Steuer eines Autos und Dein Partner sitzt nebenan als Beifahrer.
Die Ampel wird rot, Du hältst, Du guckst aus dem Fenster und schon bald sagt Dein Beifahrer:
„Du, die Ampel ist grün!“

Nun gibt es vier verschiedene Möglichkeiten, wie Du 'hörst':

Auf der Sachebene (Daten, Fakten und Sachverhalte) :
Du 'hörst' : Den reinen Fakt, dass die Ampel grün ist.

Als Selbstoffenbarung Deines Gegenübers (Gedanken, Interessen):
Du 'hörst': Ich hab es eilig! Mir geht das hier nicht schnell genug. Ich will noch vor 7 Uhr daheim sein...

Auf der Beziehungsebene (durch Formulierung, Tonfall, Begleitmimik wird gezeigt, wie ich zum Anderen stehe und was ich von ihm halte. Aufgrund dieses Ohres wird entschieden: "Wie fühle ich mich behandelt durch die Art, in der der andere mit mir spricht? Was hält der andere von mir und wie steht er zu mir?" )
Du 'hörst': das genervt sein Deines Beifahrers, (den Seufzer und kannst Dir das Augen verdrehen dabei bildlich vorstellen), dass Du nie was richtig machst und Du ihm nicht gut genug bist.

Und auf der Appellebene (Aufforderung):
Du 'hörst': Nun fahr endlich los!!!

Dieses 'hören' ist eher denken und interpretieren, was der andere vielleicht meinen könnte .
Ein raten, was er eigentlich damit sagen will.

Und das kann gründliche Missverständnisse geben, wie jeder weiß.
Da gibt’s Zoff wegen der offenen Zahnpastatube oder dass man sich verfahren hat.
Dabei ist der eine auf einer anderen Ebene als der Gegenüber. Oder vermischt gar zwei oder drei 'Ohren': dann knallt's richtig.
Danach fragt man sich leicht betroffen, warum dieser Streit denn sein musste, denn eigentlich war es doch ein schöner Abend/Ausflug....und wegen so einer Kleinigkeit...

Und an all die Frauen die genervt sind, von der Frage ihres Mannes: *Was denkst Du?* oder *wie meinst Du das?*
dann denkt dran:

Er möchte nur wissen, auf welcher Ebene man gerade kommuniziert.
Damit es eben nicht zum Streit kommt...

Also: Man kann nicht nur mit dem falschen Bein aufstehen, sondern auch was in den falschen Hals bekommen oder eben aufs andere Ohr.

Oder wie mein Vater zu sagen pflegt: Was hast du gesagt? Ich hab grad nur mit einem Aug zugehört.

So. Genug der Anatomie.
Und Seminare zu dem 4-Ohren-Modell (entwickelt von dem Hamburger Psychologen Friedemann Schulz von Thun)
kann ich absolut empfehlen, macht einen riesen Spaß!

Ihr seht schon, wie wir miteinander kommunizieren (Körpersprache, gewaltfreie Kommunikation und nun das 4-Ohren Modeel) interessieren mich total!

denn wie sagte schon ein schlauer Mensch:
"es ist nicht möglich, nicht zu kommunizieren."

Ja und selbst schweigen ist eine Aussage.

Montag, 12. Juli 2010

Oh happy hot day....

Welcome an meine neuen Leser:
Woman und Schäfchen!!!

Gestern war ein Glückstag.

Nicht dass ich Glück hatte, sondern ich machte mir mein Glück selber:

1.War es mir ein Bedürfnis mal wieder bei Tieren vorbei zu schauen. Also fuhr ich in den Nachbarort. Da gabs Ponys, massige Brauereipferde und Haflinger mit ihren Fohlen.
Ich genoß einfach, sah den Tieren zu, sog alles in mich auf und mein kindlicher Teil war zufrieden.

2.Weiter ging es dann mit einer Freundin.
Quer durch die Stadt zum Tag der offenen Ateliers.
Ich liebe diese Künstleratmosphäre, die Menschen haben irgendwas besonderes an sich. Also stiegen wir in muffige Keller, sahen herrliche Altbauwohnungen, hübsche grüne Hinterhöfe und unterhielten uns mit dem ein oder anderen Maler, Fotograf oder Schmuckhersteller. (Ich wurde ständig für eine Kunststudentin oder Kunsterzieherin gehalten, nett dass mir die Leute sowas zutrauen)...

Am besten gefielen uns eindeutig diese Bilder: http://kalbert.de/gallery.html
Die wirken hier natürlich nicht so toll, wie live.
Und zum krönenden Abschluß einen Hund gekrault! SUPER! :)

Wenn ich bei mir bleibe und schaue:
was will ich? Und mir das auch gebe, sofern nicht schädlich für mich, geht es mir wunderbar.

Eigentlich ganz einfach, doch ich musste (durfte) das erst vor kurzem lernen.

Dann kam noch die Frage von meinem Papa was er denn mit der Schlümpfe-LP machen soll, will ich die noch auf CD gebrannt haben?
Herr im Himmel die liegt ja schon seit Jahren bei ihm und ich hatte es ganz vergessen.
JA die will ich, unbedingt. Ich will meine schönen Kindheitserinnerungen pflegen und laut diese Lieder hören und mit singen!
Und wieder ist mein kindlicher Teil in mir höchst zufrieden :-)
Die alten, bösen, meckernden Stimmen in mir werden immer leiser und das fühlt sich wunderbar an!
Wie ein neues Leben!


Nun nachdem mich ja ständig Leute nach dem Weg oder irgend einer andere Information fragen (gestern wieder 3x innerhalb von 20 Minuten und eine Bitte von 2 Mädls, diese doch zu fotografieren)
hat sich dies doch tatsächlich gesteigert:
Inzwischen grüßen mich auch noch fremde Menschen!
Und ich muss nicht drüber grübeln, woher ich den/die vielleicht doch kenne, sondern:
Freue mich und genieße einfach!

Deswegen mein ultimativer Glückstip für heute:
Fremde Menschen grüßen.
Aus dem Auto einfach mal winken.
Auf dem Radl ein Guten Morgen (Tag,Abend) rufen.
Zu Fuß unterwegs und etwas schüchtern? Es reicht ein Lächeln!

Probiert es aus :-)

Und da ich gestern und heute sehr viel unterwegs war, gönn ich mir nun Siesta: Füße hoch, kalter Waschlappen und ruhen...

Sonntag, 11. Juli 2010

Rauchfrei leben

Als allererstes eine Frage:
Sind hier ehemalige Raucher?

Ich wäre gern Nichtraucher....ehrlich.
Seit 16 Jahren rauche ich, mal mehr mal weniger.
In den letzten Jahren störte es mich immer mehr und meine unzähligen Versuche, endlich das rauchen sein zu lassen, begannen.

Als ich in meine erste eigene Wohnung zog, schwörte ich mir, in dieser nicht zu rauchen. Da ich es schon immer unangenehm fand. Zuhause, später als ich bei meinem Freund wohnte und in der WG, überall wurde gequalmt.
Nach einem Tag in der neuen hübschen Wohnung ließ ich meinen Vorsatz fallen und qualmte in diesem Miniappartment, in dem ich auch schlief---widerlich!

2x schaffte ich es länger nicht zu rauchen, nämlich jeweils 8 Wochen.
Das scheint ein besonderer Zeitraum zu sein...2 Monate.
Diese insgesamt 16 Wochen waren zwar hart, aber auch klasse:
Die freie Atmung! Der gute Schlaf! Der freie Kopf! Der gute Geschmack im Mund! Der feine Geruchssinn der sich wieder bildete! Die gute Kondition! Das gesparte Geld! Die warmen Hände und Füße! Der bessere Geschmackssinn! Super!!!! :-)

Jedenfalls nach der 2. längeren rauchfreien Pause, als ich wieder weiter paffte, war mir klar:
Ab sofort nie wieder in der Bude!
Keine schlechte Luft mehr, keine verrauchten Klamotten, keine gelben Wände.
Dieses mal schaffte ich es. 8 Jahre nach meinem 1. Entschluß die Wohnung rauchfrei zu halten.
Naja lieber spät als nie :-)
Bis heute rauche ich nur auf dem Balkon. Und finde das gar nicht schlimm. Im Gegenteil!

Mit 13 Jahren hielt ich noch ein schauerliches Referat in der Schule über die Schädlichkeit des Rauchens.
Meine Mutter und mein Stiefvater sind starke Kettenraucher, einfach gräßlich.
Ein Jahr später stand ich selber mit einer Freundin im Gebüsch und paffte heimlich die ersten Kippen.

Wissenschaftler sagen: Vom Nikotin loszukommen, ist genauso hart wie vom Heroin die Hände zu lassen.
Nunja ich nahm noch nie illegale Drogen, aber dass es hart ist, das weiß ich.
Nur am Willen allein liegt es nicht.

Es ist eine schwere Sucht und ganz und gar nix harmloses.

Ich begrüße auch das neue Gesetz hier in Bayern.
Als ich mal längere Zeit in Spanien war, musste ich damit auch klar kommen. Dort ist es schon lange verboten in öffentlichen Gebäuden zu rauchen, auch in jeder Gastronomie. Und es gibt da viele Cafes, Bars, Restaurants usw.

Red Smoke from Rolf Lang on Vimeo.



Die Verdeutlichung der Aussage finde ich gut umgesetzt in dem Video.
Jedoch finde ich das Mittel *Alkohol* dazu nicht geeignet.
Als Kind von Alkoholikern kann ich sagen: Die Auswirkungen sind ebenso schädlich, wenn auch nicht auf den ersten Blick erkennbar. Aber sehr tiefgreifend.

Ich wünsche mir ein rauchfreies Leben.

Samstag, 10. Juli 2010

Ich bin kein Sommerkind!!!

Ja ich oute mich:
ich mag keinen Sommer.

Naja nicht ganz, so 3 Wochen mit gewaltigen Gewittern zwischendrin ist okay,
dann könnt sich für meinen Geschmack der Sommer wieder verziehn.

Mit dieser Meinung steh ich ziemlich allein auf weiter Flur.
Macht auch nix.

Aber einen Menschen gibt es, der voll und ganz meiner Meinung ist,
oder ich seiner Meinung bin:



Aber hilft ja nix,
irgendwie muss ich die ewige Sonne und die Hitze ja ertragen
und mach das Beste draus
mit einem leckeren Schmaus:


Menge je nach Portionen
Hühnerfilet salzen und pfeffern, in kleine Stücke schneiden und anbraten, dann aus dem Wok/Pfanne nehmen

Lauch klein schneiden und kurz andünsten

Tiefkühlerbsen
ein Schuß Apfelsaft dazu geben und kurz andünsten

säuerlicher Apfel klein schneiden, mit dem angebratenen Fleisch dazu geben kurz umrühren
abkühlen lassen

Dressing: Joghurt und etwas flüssige Sahne, scharfer Senf, Salz, Pfeffer, Curry (ich geb gern noch Curcuma dazu) dazu geben, alles gut vermischen und entweder lau warm genießen oder mehrere Stunden durch ziehen lassen.
Dazu schmecken am besten Kartoffeln oder ein frisches Bugette.

Guten Appetit! :-)

Freitag, 9. Juli 2010

Gewaltfreie Kommunikation

Was tun, wenn man den Menschen, den man liebt, nicht mehr versteht?

Was tun, wenn nur noch verletzende Worte hin und her fliegen?

Was tun, wenn man voller Groll und Bitterkeit ist?

Was tun, wenn man will, dass einen der andere versteht?

Was tun, wenn man sich wieder einander näher sein will, ohne dass man sich selbst total aufgeben muss?

Was tun, wenn man in der Sackgasse steht?


Vor kurzem passierte mir dies.

Mit einem Menschen, den ich sehr liebe.

Ich sah nur noch 2 Möglichkeiten:

  • Kontaktabbruch mit all den Schmerzen und der Wehmut und Trauer

  • oder: klein beigeben, wieder lieb und brav zu sein, um des Friedens willen. Mit all der Unterdrückung und Wut.

Beides wollte ich nicht.

Wie aber wieder zueinander kommen?

Keiner war gewillt, einen Schritt zurück zu gehen.

Beide waren wir festgefahren in unserer Wut und Sturheit.

Mit dem Wunsch: Versteh mich doch....!!!

Jeder richtete die Lanze auf den anderen.

Mit bösen Blicken und den Vorwürfen: Du hast....und Du bist....


So kamen wir nicht weiter.

Zum Glück fiel mir dann noch etwas ein:

Die Gewaltfreie Kommunikation! (da hatte ich doch mal was gesehen und gelesen, dachte ich mir.)

Also losgelegt:

Von mir und meinen Gefühlen und Gedanken gesprochen.

Mir vom anderen gewünscht (nicht gefordert!) dass er das auch macht.

Erzählt, wie ich die Situation verstanden habe.

Meine Bedürfnisse ausgesprochen, mit der Bitte, diese zu respektieren.

Dem anderen gezeigt, dass ich ihn mag.

Mit Achtung und Respekt dem anderen begegnet.


WUUUMMMM!!!!!!

Die Welt drehte sich einmal komplett um, so fühlte sich es an,

als mir mein Gegenüber antwortete:

Mit Weichheit, mit Liebe, mit herzlichem Gefühl, mit einer aufrichtigen Entschuldigung.

Die Mauer bröckelte...

es gab kein: Wer hat Recht? Wer ist Schuld?

Es gab wieder ein WIR.

Keiner musste den anderen gewinnen lassen, um des Friedens willen.

Jeder so, wie er ist, darf sein!

Und jeder blieb bei sich.

Wir waren wieder auf einer Augenhöhe.


Wir reichten uns die Hand.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Wenn Gedanken Flügel bekommen...

Derzeit mache ich mal wieder ganz viele Kreuzwort/Zahlenrätsel.
Ich spüre wie gut mir das tut: Die Konzentration auf eine Sache.
Mein Gehirn wird gejoggt, sozusagen :-)

Doch wie schwer kann einem das fallen.
1000 Dinge schwirren einem im Kopf herum:
Was koch ich heut?
Was zieh ich an?
Bekomm ich den Kredit?
Wie meinte das gestern die Frau, als wir miteinander sprachen?
Was mache ich am Wochenende?
Ach die Rechnung müsste noch bezahlt werden....

Es ist schwer, dieses Gedankenkarussell anzuhalten.
Doch es lohnt sich, immer mal wieder STOP zu sagen.
Im Hier und Jetzt anzukommen
zu schauen:
Wie fühlt sich mein Körper gerade an?
(wo bin ich angespannt, wo entspannt, wo zwickt vielleicht die Kleidung, wie atme ich?)
Wie sieht meine Umgebung aus?
Welche Farben? Welche Gegenstände? Was rieche ich? Was höre ich?...

Ich ertappe mich selbst dabei oft, dass ich in der Vergangenheit hänge,
an Sachen die schon längst vorbei und geklärt sind.
Oder meist voller Bangen und Angst in die Zukunft blicke.
Mir fehlt das Vertrauen für heute.

Einen Tag nach dem anderen.
Wenn ich gedanklich im gestern oder morgen hänge,
habe ich keine Energie für das heute.
Und das spürt man sehr deutlich:
Ich bin dann nur noch müde, schlapp und depressiv.
Einen Schritt nach dem anderen.
Das ist effektiver.

Natürlich darf ich an schönes aus der Vergangenheit denken.
Natürlich muss ich manchmal nach vorne blicken, um zu planen.
Aber wie oft? Und wie lange?
Weniger ist mehr...

Dazu gibt es 3 Geschichten, die mir immer wieder über den Weg laufen:

1.:

Ein Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so glücklich sein könne.
Er sagte:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich sitze, dann sitze ich,
wenn ich esse, dann esse ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich ..."
Dann fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:
"Das tun wir auch, aber was machst Du darüber hinaus?"
Er sagte wiederum:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich ... "
Wieder sagten die Leute:
"Aber das tun wir doch auch!"
Er aber sagte zu ihnen:
"Nein -
wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon,
wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel."
------------------------------------------------
2.:
Achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben -
das Leben allen Lebens.

In seinem kurzen Ablauf liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins,
die Wonne des Wachsens, die Herrlichkeit der Kraft.

Denn das Gestern ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.

Das Heute jedoch - recht gelebt -
macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück
und das Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.

Darum achte gut auf diesen Tag.

(aus dem Sanskrit)
------------------------------------------------
3.:
*MOMO*
Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art zuhörte, löste sich seine Zunge, und er fand die richtigen Worte.
"Siehst du, Momo", sagte er dann zum Beispiel, "es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man."

Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort:
"Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen."

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter:
"Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten."
Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte:
"Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein."

Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort:
"Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste."
Er nickte vor sich hin und sagte abschließend:
"Das ist wichtig."
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Achtsam bleiben für dieses: Eins nach dem anderen, in Ruhe und Gelassenheit,
dann schafft man auch die größten Dinge.

Und was entziffere ich bei einem der gelösten Rätsel?:
Glück ist Gegenwart ohne Denken (Oswald Spengler)

wie passend ;-)

Habt alle einen schönen Tag
im Heute!

Mittwoch, 7. Juli 2010

Gute Laune mit Musik!

Heute gehts zum Zahnarzt.
Was all meine Kraft kosten wird.
Seit gestern versuche ich bei mir zu bleiben und im Hier und Jetzt.
Nicht ins Katastrophen-denken zu verfallen.
Nicht innerlich wegrutschen.
Mir gut zureden.

Ich übe mich in Entspannung.
Ich fuhr mit dem Rad.
Einatmen-ausatmen.
Hörte Imaginationen von L. Reddemann.
Kochte mir gutes
und ging früh schlafen.

Ärzte sind für mich große Triggerpunkte.
Die Nähe,
an meinem Körper etwas machen
und das Gefühl der Hilflosigkeit, des Ausgeliefert-seins...

Ich schaffe das!

Deswegen noch der ultimative Gute-Laune-Song:



und die liebe Martina, mit ihrer bayrischen Gemütlichkeit.
Dieses Video bringt mich jedesmal zum Schmunzeln:




Nachtrag:
Alles super gelaufen :-) Puuuh.
Die *Werkzeuge* oder *Skills* genannt, helfen wirklich.
Ok ich hab mit ner halben Tavor nachgeholfen. Sicher ist sicher :-)
Ich bin dankbar für diesen sehr sympathischen, netten, einfühlsamen und humorvollen Zahnarzt.
Der macht seine Sache wirklich gut.

Jetzt hoff ich nur, dass der Zahn wirklich Ruhe gibt,
ok paar Tage kanns noch dauernd.

Was mach ich nun mit diesem hübschen Nachmittag???
Das soll für heute das kleinste Problem sein ;-)

Dienstag, 6. Juli 2010

Welcome...

an Simone,
als neue Mitleserin!!! ;-)

Zusammen geflickt

Gestern war ich wieder beim *Mädelsabend*.
Dies ist immer Montag abend ein ganz besonderer Moment für mich.
Es ist kein normaler Mädelsabend mit Cocktail und über Männer, Chefs, Nachbarn lästern
sondern eigentlich eine Selbsthilfegruppe.

Aber wie gesagt, eine etwas andere.
Es geht etwas lockerer, offener und liebevoller zu.
Und: Ok manchmal is sogar ein Mann dabei. ;-)

Ich habe viele verschiedene Gruppen besucht,
mal für Depressive, mal Angststörung, mal für Angehörige von Alkoholikern, mal für erwachsene Kinder von Alkoholikern usw...
und kann sagen: Diese Montagsgruppe ist das Beste, was ich bis jetzt für mich finden konnte.

Und so durfte ich gestern mich aussprechen und dann hören, dass ich schon richtig fühle und auch meiner Wahrnehmung vertrauen kann.
Ich wurde ermutigt, verstanden und auch getröstet.
So fühlte ich mich danach wieder *ganz*.

Wir sitzen da in einem wunderschönen Ambiente
und lachen uns manchmal den Bauch weh,
meistens über uns selbst und unsere Verschrobenheiten.
Das tut gut!

Manchmal denke ich mir:
Siehst, hier sitzt alt und jung, reich und arm, dick und dünn zusammen
und keiner hat das perfekte Leben,
jeder hat irgendwo ein Päckchen
und jeder wird geschätzt, so wie er ist.

Es wird gegenseitig Anteil genommen.

Und manchmal wird auch bitterlich geweint,
das ist auch in Ordnung.

Und manchmal erwischen wir uns dabei,
wie wir doch tatsächlich über Männer, Chefs und Nachbarn lästern....

Ganz normale Menschen eben.

Zum Schluß gehen wir meist noch in den hübschen Hinterhof, rauchen und quatschen bissl weiter, bis sich nach und nach jeder verabschiedet und zurück geht,
zu Männern, Chefs, Nachbarn und Kindern.

Ich liebe meinen *Mädelsabend*!!!!!!!!!

Montag, 5. Juli 2010

Träume, Wünsche
ein Hoffnungsschimmer.
Pläne schmieden, Vorfreude spüren
ein Hoffnungsschimmer.
Zukunftsvisionen.

Tränen, Schmerz und Trauer.
Wollen und nicht können.
Heller Kopf, kaputte Seele,
müder Körper.
Hoffnungslosigkeit.

Auf der Stelle stehn
und laufen wollen.
Verzweiflung im Bauch.
Zugeschnürte Kehle.
Wasser in den Augen.
Zitternde Finger.

Junge Jahre
keine Lebensfreude.
Ein Kampf ohne Siegesmöglichkeit?
Zermürbend
für mich – für die anderen.

Tonnenschwere Akzeptanz.
Kaum tragbar.
Kapitulation.

„Traumatisierte Menschen meiden es mit großer psychischer Anstrengung , mit den traumatisierten Gefühlen und Inhalten in Verbindung zu kommen.
Zurecht wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Betroffene auf den ersten Blick durchaus den Eindruck von Normalität vermitteln können....“ (Leonhardt, Foerster 2003)

wie wahr....
wie wahr.....

Sonntag, 4. Juli 2010

Der Leuchtturm

Heute soll es regnen!!!!!!!
Jucheeeeeeee *tänzel*
Ich mein, so ein ordentlicher Waschgang für Luft und Erde wär doch mal wieder was feines. ;-)

Aber ich wollt was ganz anderes schreiben.
Warum ich Leuchttürme so liebe:

Warum der Leuchtturm?


Für mich hat der Leuchtturm seit Januar diesen Jahres

eine sehr große beruhigende Wirkung.

Ich war zu der Zeit in einer psychotherapeutischen Tagesklinik.

Man riet mir eher einen stationären Aufenthalt, aber da ich aufgrund meiner Angststörung dies nicht mehr bewältige und ich in der Nähe einer Großstadt wohne, in der diese Therapieform angeboten wird, nutzte ich diese auch.


Seit meinem ersten Urlaub am Meer mit 16 Jahren, finde ich diese Weite und Klarheit sehr reinigend für mich. (Ich wuchs in den Bergen auf).

Ein anderer Urlaub an der Nordsee ganz in der Nähe eines Leuchtturmes bleibt mir wunderbar in Erinnerung.


Nun gab es in dieser Klinik auch Kunsttherapie.

Einmal als feste Form mit Thema und Besprechung und einmal als freies Atelier, in der zwar eine Therapeutin anwesend ist, aber man eben gänzlich frei sich kreativ entfalten kann.


Irgendwann packte es mich und ich spürte: Heute „muss“ ich ins freie Atelier.

Davor malte ich „nur“. Verschiedene Formen und viele Farben.

Doch an jenem Tag zeichnete ich das erste mal.

Allein für die reine Skizzierung brauchte ich über 2 Stunden.

Das will bei mir als ungeduldige Person was heißen!

Es war ein Leuchtturm.

Auf einem Hügel, mit dunklen, stürmischen Wolken im Hintergrund.


Insgesamt zeichnete ich an diesem Bild über 6 Stunden.

So richtig mit Perspektive und Tiefe, was davor noch nie der Fall war.

Ich zeichnete, als ob ich noch nie etwas anderes getan hätte!


Es war wundervoll!


Dann wurde ich krank.

Und musste über 3 Wochen zuhause bleiben.

Und mein Leuchtturm-Bild lag in der Klinik.

Ich litt.

Ich hatte solche Angst, dass meinem Bild etwas passieren könnte!

Ich spielte mit dem Gedanken es abzuholen, aber das hohe Fieber ließ die 1,5-stündige Fahrt nicht zu.


Der Leuchtturm steht für mich für:

  • Orientierung (die ich nie hatte und auch heute noch mühsam suche)

  • für Licht in der Dunkelheit (immer gut!)

  • für Schutz im Sturm der rauen Seee (oder des rauen Lebens)

  • für Wärme, wenn es draußen oder auch in mir wieder eisig kalt wird

  • und als Zeichen für meinem Weg, als Symbol für diese hilfreiche Zeit in dieser Klinik!


Das Leuchtturm-Bild hängt bei mir wohlbehalten und gerahmt (natürlich passten alle Patienten und Therapeuten während meiner Abwesenheit auf meine Sachen auf!) in meiner Küche. Und ich seh es mir locker bis zu 10x am Tag an, wenn ich dran vorbei gehe.

Es hat etwas heilsames für mich....


Samstag, 3. Juli 2010

Was isn das?

Letztens ein Buch geschenkt bekommen.
An und für sich eine wunderbare Sache!
Ein Geschenk ist immer schön.
Und Bücher liebe ich sowieso.

Das Buch ist ein Selbsthilfebuch,
es kam von einem Menschen, der es nicht aushält, dass ich in Therapie ging und mein Leben nicht so ganz super läuft.
Da befindet er sich in guter Gesellschaft, ich verzweifle auch oft an meinem Leben.

Er will mir also helfen und meint es ja nur gut.
Gut gemeint, ist meistens das Gegenteil davon.
So auch hier.

Es ist spirituell-psychologisch.
Leider wird heutzutage im spirituellen Bereich viel Mist angeboten,
nach einem 2-Tagesseminar kann sich Hinz und Kunz *Therapeut* schimpfen.
Im Internet fand ich nix hilfreiches über den Autor (welche Ausbildung und wo usw.).
Deswegen: Noch mehr Skepsis über das was der so schreibt.

Heute am See, hätte ich dann fast das Buch weit hinaus ins Wasser geworfen!
Abgehalten hat mich nur mein Denken: Ja was sollen denn da die Leute denken?
Da is ne Irre...
Pfffffff....

Was las ich also so schlimmes?
Folgendes:
Der Autor (und wohl selbsternannter Therapeut) ist der Meinung, dass wir uns vor der Inkarnation zum Menschen unser Leben uns selbst ausgesucht hätten. Wir wollten bestimmte Erfahrungen machen.
Jaaa auch die vielen Verletzungen, Mißbräuche, Leid und Folter.
Deswegen suchen wir uns bestimmte Leute (und auch unsere Familie) nach diesen Aspekten unbewußt aus.
*würg*

weiter: und deswegen sollen wir unseren *Tätern* dankbar sein, dass sie uns die Möglichkeit gaben, jenes zu erfahren. Wir sollen ihnen vergeben!
*kotz*
(Erinnert mich an die Familienaufstellungen von B. Hellinger (der auch keine fachliche Psychologieausbildung hat, aber fleißig in den Seelen rumpfuscht) die für psychisch-labile Menschen ganz böse nach hinten losgehen können und dies auch tun!!!!!! Dort soll man auch DANKE seinem Täter sagen, vor ihm nieder knien und ihm verzeihen)

Das ganze lang und breit ausgeschildert und erklärt.
Dieser wahrscheinlich vollkommen wahnsinnige Autor ist so abgebrüht, dass er als Beispiel ganz locker solch *Größen* wie Hitler her nimmt.

Einfach widerlich!

Vollkommen psychotisch, schizophren oder alles zusammen oder was weiß ich.

Ich werde das Buch zu ende lesen (oh mein Gott, da braucht es aber viele tiefe Atemzüge, wenn da noch weiter so ein Mist kommt).

Ich weiß auch, dass der Schenker dieses Buch nicht kennt.
(in welcher Not muss dieser Mensch sein, dass er schnell ein Lebenshilfebuch aussucht, dass er noch nicht mal kennt?? Ich verschenke nur Bücher, die ich kenne und mir eben denke: Das könnte demjenigen auch helfen oder gefallen, aber ich bin da äußerst vorsichtig!)

Wenn ich es also ausgelesen habe,
werde ich es mit den besten und liebsten Grüßen an meinen Schenker zurück schicken, damit er es erst mal selber lesen kann
um dann
hoffentlich genauso den Kopf zu schütteln über soviel Blödsinn, wie ich.

Vielleicht ein Wunschdenken.....

Arbeit die 2.te

Irgendetwas begreife ich in meinem Leben nicht.

Sonst würde ich nicht dauernd dieselben Lektionen bekommen:
Arbeits-und Beschäftigungslos.
Eine Zeit lang ist das ja auch recht gut, nett, schön und erholsam.
Doch dann wird es langweilig.

Ich weiß beim besten Willen nicht, was ich daraus lernen oder noch tun soll.
Ich bete, nein ich schreie schon verzweifelt gen Himmel,
dass mir der liebe Gott doch mal sagen oder zeigen soll, was ich zu lernen habe.
Also achte ich auf alle möglichen und unmöglichen Zeichen.
Heute nacht träumte ich z.B. (wieder mal!!!!) dass mir der Zug vor der Nase weg fährt.

Aha.
Ist also der Zug für mich abgefahren?
Ähh..mit 30? Schon?
Hmmm.

Oder aber schaffe ich mir meine Welt durch meine Gedanken selber.
z.B. wenn ich Arbeit habe:
- ach jeden Tag dasselbe, das Murmeltier läßt grüßen
- könnte ich doch jetzt für mich sein und meine Zeit frei einteilen
- DAS soll ich jetzt Tag für Tag-Jahr für Jahr machen? (ganz fieser Gedanke, denn da muss man scheitern. Is wie beim Alkoholiker wenn er das saufen aufhört, der sagt sich: Nur heute brauche ich nix zu trinken. Wenn der sich sagen würd: ach scheiße, ich darf nie mehr in meinem Leben Alkohol trinken, is das der beste Weg für einen Rückfall)
- und überhaupt der ganze scheiß Kapitalismus
...usw...

Dazu zwei kleine Geschichten:
1.Einmal brauchte ich dringend eine neue Wohnung UND einen Job.
Denn ohne Job keine Bude.
Ich suchte deutschlandweit und auch im Ausland.
NIX fand sich. Kein Job weit und breit.
Eine Bekannte erzählte mir, dass sie von einem Job weiß und gab mir die Nr.
Ich rief an, stellte mich vor und bekam den Job:
Befristet für 3 Monate.
Voila: 3 Lohnzettel wollen die meisten Vermieter sehen, damit sie eine Wohnung vermieten.
Kurz darauf fand ich eine sehr hübsche Bude. In der ich noch heute lebe.

2. Wieder mal arbeitslos.
Total frustriert, weil sich wieder nix ergab.
Irgendwann war mir das vollkommen wurscht. Ich dachte aus vollstem Herzen:
Nun denn, dann soll es so sein, genieß ich wenigstens die freie Zeit, wird schon alles seine Richtigkeit haben. Warum renn ich auch den Sklavenjobs hinterher..bin ich blöd? Jeder meckert über die Arbeit, dann freu ich mich wenigstens, dass ich keine habe.
(Dumm nur, dass dieses los-lassen einfach passiert, dass kann man nicht TUN)
Voila: Am nächsten Tag las ich MEINE Stelle. Absolut perfekt und wie für mich gemacht. Und ich bekam die Arbeit, die 2 meiner Lieblingsbeschäftigungen perfekt zusammen fügte (und ich nie selber auf diese Idee kam, stimmt nicht: Einmal sah ich schon neidisch auf Leute, die eben diesen Job hatten, schob das aber innerlich gleich wieder weg-weil ich es mir nicht wert war, meine Wünsche ernst zu nehmen??)...

Was bitteschön is nun an der Reihe?

Sinn des Lebens komm raus, Du bist umzingelt!!!

Freitag, 2. Juli 2010

Neue Wege



***Stell Dir eine Autobahn vor,
dies ist der Weg, den Dir Deine Eltern vorgaben.
Wie Du denken, fühlen und handeln sollst.
Du gingst diesen Vorgaben sooft nach,
dass dieser Weg schon schön breit und gut gehbar ist.

Doch Du merkst, dieses Verhalten tut Dir nicht gut.
Du wirst krank.
Du überprüfst die Einstellungen und Ansichten Deiner Eltern,
ob sie wirklich zu Dir passen.

Du willst einen anderen Weg gehn.
Einen neuen. DEINEN WEG!
Der muss erst mal getreten werden, Sträucher schlagen Dir ins Gesicht, Du stolperst über Wurzeln
und manchmal sitzt Du vollkommen verzweifelt auf der Erde,
weil Du glaubst, dass Du Dich verirrt hast und dass Du nie mehr weiter kommst.

Es ist einfacher und bequemer wieder zurück auf die Autobahn zu gehen.
Aber nicht lange
und wieder wirst Du krank.
Nach kurzer Zeit wechselst Du wieder auf Deinen Trampelpfad.
Die Eltern toben und sagen Dir:
Warum machst Du das? Die Autobahn ist doch so super!

Beharrlich gehst Du Deinen Weg,
der Pfad wird fester, gut erkennbar, Du hast neue Freunde und Helfer an Deiner Seite.
Der Pfad wird immer besser ausgebaut und Du denkst kaum mehr an die Autobahn.

Du gehst Deinen Weg!****

Meine Eltern schreien derzeit ganz laut, dass ich doch wieder auf die "Autobahn" soll.
Was heißt: Nicht meckern, nicht aufdecken, nichts sagen.
Brav mitspielen.
Mich klein machen.
Und einfach so tun als ob nix wäre.
Meine Eltern sehen sich als *verlassene Eltern* dessen Kind SIE im Stich ließ.

Du meine Güte.
Nun heißt es wieder: Gut aufpassen!
Ich schaffe das!