Mittwoch, 16. Juni 2010

Wohlfühltag

Ich wache erholt und entspannt auf... (was wirklich selten ist)
genieße ein kurzes Frühstück, denn mich treibt es hinaus.
Ich brauche Bewegung und frische Luft.

Wolken hängen tief, ein stürmischer Wind erfrischt mich.
So spaziere ich eine Stunde lang über Feldwege,
rieche Heu, nasse Erde und wilde Kamille.

Ich strecke mich, atme tief ein, schlendere mit den Armen und genieße den weiten Blick über Kornfelder, Graswiesen und hinüber zum kleinen Wäldchen.

Ich übe *schlendern*,
da ich eher immer in Fluchtposition unterwegs bin (selbst in meiner Wohnung!):
Schultern hoch, Bauch verkrampft, Atmung flach, eher auf Zehenspitzen gehend, den Kopf gesenkt, Blick auf den Boden, hastend-eilig.

Nun also das Gegenteil (erst in der Wohnung üben, dann auf einsamen Feldwegen):
Schultern und Knie locker lassen, langsam gehen, Bauch entspannen, tief atmen, Kopf hoch, fest und mit der ganzen Sohle auftreten.

Was für ein Unterschied!
Sofort fühlbar und mir geht es bei weitem besser!
Ich verbrauche weniger Kraft und bin entspannter, somit hat auch die Panik weniger Zugang.

Mein Körpergefühl wird immer besser dadurch.
Ich fühle mich heimischer in mir.
Ach, Worte sind manchmal wirklich unzureichend, um so etwas zu beschreiben.
Was mir noch hilft: Enge weiche Armbänder ums Handgelenk, irgendwie spüre ich mich da besser und weiß: Da höre ich auf, da ist meine Körpergrenze.
Genauso mit Fingerringen oder eng anliegenden Tops.
Ich fühle mich da eher *in Form* gehalten...

Ich drehe noch eine Runde durch die Schrebergärten.
Was für eine Fülle! Überall Farben, Blüten, Gemüse, Grünes sprießt und wuchert überall!
Dazwischen diese kleinen Holzhäuser. Zu gemütlich :-)

Zuhause angekommen, genieße ich eine Dusche
und so vollgepumpt mit Sauerstoff, frisch gewaschen, in neuen Klamotten,
erfreue ich mich an der 2.Tasse Kaffee,
lege die Füße hoch,
schaue dem Regen zu
und fühle mich einfach rund herum wohl und sehr zufrieden.

In *Kraft zum Loslassen* von Melody Beattie gelesen:
Üben Sie spontan zu sein, üben Sie Spaß zu haben!
Viele von uns bewegen sich in festgefahrenen Bahnen der Inflexibilität, der Qual und der Entbehrung.
Wir halten uns so sehr im Zaum...
Wir dürfen uns hin und wieder gehen lassen. Wir können locker lassen.
Wir müssen nicht so verkrampft sein...

Ich bin dankbar.
Und wünsche allen einen entspannten, freudigen Tag! ;-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen