Sonntag, 20. Juni 2010

Buddhismus

Den Film *Buddha's verlorene Kinder* gesehen.

Die Idee ein Kloster aufzubauen und verwahrloste, elternlose, drogensüchtige Kinder aufzunehmen, sie auszubilden, ihnen Wissen beizubringen, auch Thai-Boxen, ihnen Aufmerksamkeit und Liebe zu schenken, sowie ordentliche Nahrung zu geben, ist an und für sich natürlich sehr schön und lobenswert.

Die Dokumentation ist auch schön anzusehen: ruhig und mit sagenhaften Landschaftsbildern.

Jetzt kommt das große ABER:
- ich wurde traurig, als ich hörte, wie der Abt sagte, dass man störrische Kinder eben schlagen müsse. Wie bei den Pferden.
- er Kindern, die sich stritten und schlugen, dass weinen verbot. Man sah deutlich wie verwirrt, geschockt und verletzt sie selber von dem Streit waren.
- er Jugendliche anschrie und wie ein wildgewordener Stier sich auf sie stürtze und am Kragen packte, die sich ebenfalls stritten: sie sollen sich hinsetzen und sagen was ihnen nicht paßt.
(Herr Abt sie waren wirklich ein *tolles* Vorbild!)
- er alle nachts um 2 Uhr in der erbärmlichen Kälte des tibetischen Hochgebirges antreten ließ, zum Gebet.
(was für mich nur dazu dient, allen zu zeigen, wer der Herr im Hause ist: unwürdige Machtspiele)

So traurig es ist, aber selbst der Buddhismus hält die einfachsten Menschen-und Tierrechte nicht ein. Was auch sehr gut Colin Goldner in "Die Psychoszene" deutlich macht. (Sowieso ein absolut lesenswertes Buch!).

Mich gruselts immer wieder vor irgendwelchen Religionen, ideologischen Gruppen und der esoterischen Szene. Zu viele haben den Hauch des faschistischen anhaften und unterdrücken, manipulieren und verletzen unter dem Mantel der "Heilung, der Liebe und der Wahrheit".

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