Freitag, 5. Januar 2018

The End

Ich habe lange an diesem Blog festgehalten. Er war mein Baby. Mein Halt. Mein Hobby. Meine Therapie. Meine Quelle für alles mögliche. Mein Weg nach Außen.

Mir bedeutet er sehr viel. Und es ist schade, dass er Stück für Stück kaputt ging. Auch kaputt gemacht wurde. Manche Menschen haben Grenzen überschritten. Mehrmals.
Das Vertrauen mich hier öffnen zu können, war weg. Das Vertrauen und deser Platz hier war aber einer der wichtigsten Pfeiler für mich.

Ich habe lange gehadert und viel überlegt ihn nun endlich ganz zu schließen. Nicht mehr zu schreiben. Adieu sagen zu diesem Blog der mir so sehr wichtig war.

Er ist einfach nicht mehr das, wie früher. Wie das ursprünglich gedacht war.
Auch spüre ich, dass jetzt ein neuer Lebensabschnitt kommt. Es geht in eine andere Richtung. Andere Themen stehen an. Andere Projekte.

Es war schön hier.
Von Herzen möchte ich mich bei allen danken die mir schrieben, mich unterstützten und aufmunterten!
Es ist toll auf diesem Weg Menschen aus aller Welt kennenzulenernen!

Macht es gut Ihr lieben Leserinnen und Leser.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Job

Aussicht auf eine neue Haushaltsstelle.
Bewohnerin würde mitputzen, dann im 1. Stock, ich im Erdgeschoß.
Kann ganz sachlich und normal ohne große Scham-und Schuldgefühle erklären, warum das für mich nicht geht und ich leider absagen muss.

Und ich weiß jetzt auch warum.
Es ist "unnatürlich" bei jemand Fremden in seinem Haus sich so zu verhalten, wie man es beim putzen tut. Ich bin in seiner Privatsphäre und habe mich da eigentlich zurückhaltend zu benehmen. Das wird durch diesen Job aufgehoben. Aber meine innere Grenze ist ja weiterhin da. Und somit gibt es einen Zwiespalt.
Und wenn dann der Mitbewohner ebenso da ist, wird der Streß für mich zu groß.

Also käme ich als normaler Besuch würde ich ja dort nichts anfassen, sondern brav sitzen.
Aber als Haushaltshilfe überschreite ich alle Anstandsgrenzen. Und das geht für mich nicht. Obwohl der andere ja sagt: Ist ok!

Ich finde noch nicht so recht die richtigen Wörter dafür....

Sonntag, 31. Dezember 2017

Mini-Rückblick

Viel nachdenken über vergangenes will ich gar nicht...hab ich viel zu lange gemacht.
Aber ein wenig schaut man dann doch.
Ja doch 2017 war für mich super.
Viel Neues: Radl, Küche, Frisur....
und das es mir endlich körperlich soviel besser geht, nur durch glutenfreie Ernährung ist natürlich der Oberhammer!
Aber auch das es psychisch aufwärts geht ist natürlich mehr als erfreulich auch wenn ich noch etwas skeptisch bin ob das so bleibt.

Gefreut hat mich heute sehr, dass mich meine Kindheits-freundin wieder gefunden hat. Mit der lag ich schon zusammen auf der Wickelkommode. Solange kennen wir uns. Die letzten Jahre brach der Kontakt ab.
Und jetzt telefonieren wir bald, da bin ich schon richtig gespannt!
So toll!

Weniger toll war der Tag heute: Kopfweh, Übelkeit, Müdigkeit...
Hab gestern mit einer Freundin schon etwas vorgeglüht und naja ich hab zuviel ins Glas geschaut. So schlecht war mir ja schon lange nicht mehr.
Aber mei, so ist das. Lustig wars schon! Und lecker auch. Dafür bleib ich heute bei Wasser und Essiggurken :-)

Guten Rutsch und nur das Beste für Euch im nächsten Jahr!!!


Samstag, 30. Dezember 2017

Großputz vor Jahresende

Ich liebe es vor Silvester nochmal richtig groß reine zu machen.
Dann fühlt sich das neue Jahr noch frischer an.
Und es ist unglaublich wieviel man in einer so kleinen Wohnung putzen kann.
Wobei mir aufgefalllen ist: ich hab die letzten Jahre sehr viel bei anderen Leuten geputzt und meine Wohnung vernachlässigt. Mal wieder altes Muster: erst die anderen, dann ich.

Und putzen liegt mir wohl in den Genen:
Oma väterlicherseits putzt bei anderen Leuten.
Und Oma mütterlicherseits hatte einen ordentlichen Putzfimmel, der schon ein wenig zwanghaft war.

Für mich ist es auch immer wieder ein innerliches sortieren und aufatmen wenn ich im Außen Ordnung und Sauberkeit herstelle.
Meine Meditation sozusagen...

Put-ZEN

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Endlich daheim!

Ich war ja schon gespannt, wie nun dieser Urlaub werden würde.
Mit Lyrika.
Ohne so vielen Ängsten!
Das es aber SO langweilig und öde werden würde, hätte ich nicht gedacht.
Schon 2 Tage zuvor hatte ich nur ein Gefühl: Ich will nicht weg.
Und das nicht aus Angst, sondern einfach: ich will nicht alleine irgendwo in der Fremde hocken. Ich habe darauf keine Lust mehr!
Hatte mit dem Gedanken gespielt mich krank zu melden (Reiserücktrittversicherung). Dachte aber dann würde ich es bereuen. Und fuhr.
Ich fiel in eine Gefühlstaubheit. Nordsee? ahja. Sonnenuntergang? ahja ganz nett. Sturm und Nieselregen? Mei ist halt so. Mein Appettit fiel völlig weg. Eher heimfahren? Ach ein riesen Aufwand...Scheiße noch 3 Tage...
Ich hab mich also eher durchgequält. Verdrängung half.

Schön fand ich wirklich das ich das Schwimmbad im Erdgeschoß fast täglich für mich allein hatte. Ein Traum den ich mir ganz oft wünsche (nun wurde er wahr).
Und die wirklich sehr langen Spaziergänge taten unglaublich gut. Ob ich das in den Alltag rüber retten kann?
Jedenfalls wurde mir auch klarer, das ich mich immer wieder sehr verzettel und jetzt noch einiges ausgemistet wird und ich noch mehr das machen will, was mir wirklich wichtig ist.

Bahn fahren ist ohne die ganzen Ängste viel entspannter. Konnte die Zeit genießen. Hatte ja den Sparpreis für die 1. Klasse erwischt. Im Regonalzug (immerhin 2 Std.) war das Gold werd, der war brechend voll, während wir in der 1.Klasse zu 6. das ganze Abteil hatten. Im ICE hatte ich immer Einzelsitzplätze reserviert, herrlich. Auch die große Beinfreiheit war für meine langen Haxn toll.

Kaum zuhause fiel diese komische Taubheit von mir ab. Freude über meine Bude und das ich endlich wieder was tun kann kam auf.

Ich kann jetzt verstehen, dass andere Leute immer verwundert waren: Alleine reisen? Im Winter in den Norden? Is doch langweilig.
JA IST ES! Für Normalos.
Für mich war aber früher jeder Schritt aus dem Haus schon Action pur (gefühlt). So eine Reise war eine riesen Herausforderung. Soviele Ängste! 8 Std. Bahnfahrt schwitzend! Neue Umgebung! Adrenalin!

Neeee nächstes Jahr Weihnachten wünsche ich mir einen tollen Mann mit netter Familie bei der wir dann ganz kitschig und klassisch feiern, mit seinen Geschwistern und Nichten/Neffen, Hund und Katz.
Jawoll, das wünsch ich mir :-)